Hacker manipulieren die Router internationaler Hotels und Konferenzzentren. Wer sich auf Dienstreisen arglos ins WLAN einwählt, verliert im schlimmsten Fall die Kontrolle über das gesamte Firmennetzwerk.

Unsichtbare Falle im Sternehotel

Hacker manipulieren die Router internationaler Hotels und Konferenzzentren. Wer sich auf Dienstreisen arglos ins WLAN einwählt, verliert im schlimmsten Fall die Kontrolle über das gesamte Firmennetzwerk – und merkt es oft nicht einmal.

Es ist die klassische Szene einer modernen Geschäftsreise: Nach dem Check-in im Business-Hotel in Manhattan oder der Berliner Friedrichstraße bleibt kaum Zeit zum Auspacken. Das internationale Kundengespräch wartet, der Laptop klappt auf. Ein Klick auf das hoteleigene WLAN, die Eingabe von Zimmernummer und Nachname auf der Begrüßungsseite, und schon steht die Verbindung zur digitalen Arbeitswelt. Ein vertrauter, fast mechanischer Ablauf. Doch genau in dieser Sekunde der Unaufmerksamkeit, zwischen Jetlag und Termindruck, schnappt die Falle zu.

Sicherheitsforscher schlagen derzeit weltweit Alarm wegen einer hochentwickelten Cyber-Spionage-Kampagne, die unter dem Namen „CaptiveCrunch“ bekannt geworden ist. Das Perfide daran: Die Angreifer, die von Geheimdiensten im Umfeld eines russischen Akteurs vermutet werden, hacken nicht die Laptops der Reisenden. Sie kapern die digitale Infrastruktur der Hotels selbst.

Wenn der Router lügt

Normalerweise fungiert das WLAN-Gateway eines Hotels wie ein digitaler Postbote. Es nimmt die Adresse auf, die der Gast in den Browser eintippt – etwa den Zugang zu Microsoft 365 oder dem Firmen-Intranet –, und leitet sie an den korrekten Server weiter. Bei den betroffenen Hotels jedoch haben die Angreifer administrativen Zugriff auf diese Router erlangt. Sie haben das sogenannte Domain Name System (DNS) manipuliert, das Telefonbuch des Internets.

Tippt ein Gast nun die legitime Adresse seines Cloud-Dienstes ein, antwortet das Hotel-WLAN mit einer Lüge. Es leitet den Browser unbemerkt auf eine täuschend echte Kopie der Login-Seite um, die auf Servern der Hacker liegt. Adressen wie m365-owa.com imitieren das Original so perfekt, dass sie im Vorbeigehen kaum zu erkennen sind.

Für die Opfer sieht alles normal aus. Das Internet funktioniert, das Hotel-Logo leuchtet auf, die Anmeldemaske entspricht exakt der gewohnten Firmenumgebung. Doch wer hier seine Zugangsdaten eingibt, liefert sie direkt an Kriminelle aus.

Das ausgehebelte Sicherheitsversprechen

Besonders besorgniserregend ist, wie die Angreifer die vermeintlich sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFA) austricksen. Viele Unternehmen wiegen sich in Sicherheit, weil ein Passwort allein heute oft nicht mehr reicht, um in sensible Systeme einzudringen. Die Cybercrime-Architekten nutzen dafür ein psychologisches Manöver: Sie blenden auf der gefälschten Seite eine Aufforderung zur sogenannten „Geräte-Code-Authentifizierung“ ein. Dem gestressten Reisenden wird ein Code angezeigt, den er auf seinem Smartphone bestätigen soll. Was das Opfer nicht ahnt: Im selben Moment starten die Hacker im Hintergrund einen echten Anmeldeversuch bei Microsoft.

Nickt der Nutzer den Code auf seinem Handy ab, autorisiert er nicht seinen eigenen Laptop, sondern den Server der Angreifer. Die Hacker erhalten ein digitales Dauerticket (OAuth-Token) für das gesamte Firmennetzwerk – ganz ohne das Passwort überhaupt zu kennen. Die Folgen für betroffene Unternehmen sind verheerend. Einmal im System, können Angreifer sensible Patente stehlen, Finanztransaktionen umleiten oder unbemerkt die interne Kommunikation von DAX-Konzernen und Anwaltskanzleien überwachen.

Klassische Abwehr versagt

Das größte Problem für IT-Abteilungen ist die Ohnmacht der Endgeräte gegen diese Art des Angriffs. Weil die Manipulation auf der Ebene des Netzwerks stattfindet, greifen Standard-Schutzmaßnahmen oft ins Leere. Selbst wer auf seinem Laptop einen sicheren, öffentlichen DNS-Dienst wie den von Google hinterlegt hat, ist nicht geschützt. Das kompromittierte Hotel-WLAN fängt die unverschlüsselte Anfrage ab und fälscht die Antwort, noch bevor sie das Hotel verlässt.

Zudem beschränkt sich die Attacke längst nicht mehr nur auf den Diebstahl von Passwörtern. In vielen Fällen versuchen die Täter, sogenannte Proxy-Konfigurationen in Windows-Systemen zu überschreiben oder den Gästen unter dem Deckmantel dringender Browser-Updates hochentwickelte Schadsoftware unterzuschieben, die Passwörter direkt aus dem Arbeitsspeicher ausliest.

Das Ende der digitalen Arglosigkeit

Für Geschäftsreisende bedeutet diese neue Welle der Angriffe das vorläufige Ende der Bequemlichkeit. Die Cybersicherheitsbehörden raten dringend dazu, Hotel-WLANs auf Dienstreisen wie feindliches Terrain zu behandeln.

Der sicherste Schutz ist derzeit der Verzicht: Wer sensible Daten verarbeitet, sollte die Netzwerke von Hotels, Flughäfen und Konferenzzentren komplett meiden und stattdessen das Mobilfunknetz des eigenen Smartphones via LTE oder 5G als Hotspot nutzen. Ist das WLAN unvermeidbar, ist ein sogenanntes „Full-Tunnel-VPN“ Pflicht, das den gesamten Datenverkehr – inklusive der DNS-Anfragen – von der ersten Sekunde an lückenlos verschlüsselt und am manipulierten Hotel-Router vorbeischleust.

Vor allem aber fordert die Bedrohung eine neue Kultur des digitalen Misstrauens. Wenn beim Einloggen im Hotelzimmer die Routine-Anmeldung plötzlich auch nur minimal vom gewohnten Ablauf im Büro abweicht, gilt ab sofort: Laptop zuklappen. Das Kundengespräch muss dann eben ein paar Minuten warten.

Wie man sich auf Reisen schützen kann

  1. Nutzen mobiler Hotspots: Verwende wann immer möglich das Mobilfunknetz (LTE/5G) des Smartphones statt des Hotel-WLANs.
  2. Immer mit VPN arbeiten: Nutze ein dauerhaft aktives Full-Tunnel-VPN, das den gesamten Datenverkehr (einschließlich DNS) verschlüsselt.
  3. Vorsicht bei Geräte-Codes: Bestätige niemals unerwartete Aufforderungen zur Gerätekopplung oder Passworteingaben, die direkt nach dem Verbinden mit dem WLAN aufploppen.
  4. Keine Updates im Hotel: Lade niemals Updates oder Sicherheitszertifikate herunter, die beim Einloggen in ein Hotel-Netzwerk angeboten werden.

Ein schwerer Böschungs- und Flächenbrand direkt neben den Schienen hat heute den gesamten Zugverkehr zum Flughafen London-Stansted lahmgelegt.Der Vorfall: Das Feuer brach gegen 14:00 Uhr Ortszeit an den Gleisen bei Waltham Cross (Waltham Abbey, nördlich von London) aus. Angeacht durch Hitze und Trockenheit gerieten rund 14 Hektar Grasland – die Fläche von etwa 20 Fußballfeldern – direkt neben den Schienen in Brand.

Waldbrand-Lagebericht für die erste Augustwoche 2026

Im August 2026 wüten sowohl in den USA als auch in mehreren Ländern Europas schwere, vom Wind angefachte Waldbrände, die Evakuierungen nötig machten und erhebliche Schäden verursachten. In vielen Fällen ist Brandstiftung die Ursache. Als "Arson Intelligence Gap" bezeichnet ein Medienbericht die Tatsache, dass Ermittlungen zu Brandstiftung rein national stattfinden. Es gibt keine länderübergreifenden Ermittlungsstrukturen.

🇺🇸 Vereinigte Staaten (USA)

Die dramatischste Lage in den USA konzentriert sich aktuell auf den Bundesstaat Washington, in dem landesweit die höchste Alarmstufe gilt. 

Katastrophe in Spokane: Ein massiver und sich rasch ausbreitender Waldbrand, das „Old Trails Fire“, vom 1. August erreichte das Stadtgebiet der Großstadt Spokane und zerstörte rund 400 Gebäude. Ganze Stadtteile wurden evakuiert. Auch sensible Infrastrukturen wie ein Krankenhaus mussten geräumt werden. Washingtons Gouverneur Bob Ferguson hat den Notstand für den gesamten Bundesstaat ausgerufen. Aktuell brennen dort Feuer auf einer Fläche von über 80.900 Hektar. Ein 37-jähriger Mann aus Spokane wurde festgenommen und wegen mehrfacher Brandstiftung ersten Grades im Zusammenhang mit dem „Old Trails Fire“ angeklagt, dem größten von drei Waldbränden in der Nähe der Stadt. Er befindet sich gegen eine Kaution in Höhe von zwei Million Dollar in Haft. Die Behörden haben die Ursache der beiden übrigen Brände noch nicht ermittelt. Hollywood-Star Sydney Sweeney wurde in Spokane geboren. Sie hilft in ihrer Heimatstadt bei der Essensausgabe für die Waldbrandopfer.

Reno, Nevada, 9. August 2026 – Das am 8. August 2026 ausgebrochene „Bug Fire“ nördlich von Reno hat sich auf über 4.100 Acres ausgeweitet und ist zu null Prozent eingedämmt. Aufgrund der Ausbreitung gelten für die Gemeinden Cold Springs und Silver Knolls strikte Evakuierungsbefehle, während die US-395 in Richtung Norden nur einspurig befahrbar ist.

Kalifornien: Am Samstagnachmittag, den 8. August 2026, brach im Newhall Pass nahe Santa Clarita ein Vegetationsbrand aus, der Evakuierungen erzwang und erst am Abend unter Kontrolle gebracht werden konnte: Das „Tasha Fire“. Die Besatzung der Brandbekämpfungs-Einheit „Engine 73“ traf auf dichten Bewuchs und Eichenbäume in steilem Gelände. Mäßige Winde trieben das Feuer hangaufwärts.

Das „Ridge Fire“ brach Freitagnachmittag, den 7. August, an der Grenze zwischen Los Angeles und Kern aus und breitete sich windbedingt schnell aus über 1.000 Acres aus. Die wichtige Autobahn Interstate 5 musste zeitweise gesperrt werden. Für die Zone Hungry Valley gilt weiterhin eine Evakuierungsanordnung.

Oregon: Das zerstörerische „Grasshopper Fire“ hat bereits riesige Waldflächen vernichtet. Das Feuer brach am 23. Juli 2026 nach Blitzeinschlägen aus und ist im August 2026 weiterhin hochaktiv im Mount Hood National Forest. Die Flammen haben mittlerweile 57.000 Acres (rund 23.000 Hektar) Waldland erfasst. Die Eindämmung liegt aktuell bei nur etwa 23 %.

Der US-Bundesstaat Florida erlebt 2026 eine der schwersten und am längsten anhaltenden Waldbrandsaisons der jüngeren Geschichte. Von Januar bis Anfang August registrierten die Behörden mehr als 2.600 Waldbrände, die eine Fläche von über 155.000 Acres (rund 62.700 Hektar) zerstört haben. Während Großfeuer wie das Berger Fire auf Blitzschlag zurückzuführen sind, ist die Gesamtzahl von fast 2.000 Bränden zu einem erheblichen Teil auf das Konto von Brandstiftung und menschlichem Versagen einzuzahlen.

Die Gesamtkosten für die Brandbekämpfung durch den Forest Service und das Innenministerium erreichten im Jahr 2024 mit über 8 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand.


🇨🇦 Kanada

Seit Anfang August 2026 bekämpft Kanada aktiv fast 720 gleichzeitig wütende Waldbrände, wobei sich die größten Sachschäden und Evakuierungen auf British Columbia, Ontario und die Nordwest-Territorien konzentrieren; landesweit sind seit Jahresbeginn rund 5,9 Millionen Acres (2,38 Millionen Hektar) von den Bränden betroffen. Nicht nur British Columbia gibt rund 40 mal soviel für die Bekämpfung von Waldbränden aus als für deren Prävention, so Terry Teegee, Regionalchef der „BC Assembly of First Nations“.

Das Bradley-Creek-Feuer nahe Vernon, BC, brennt seit dem 31. Juli mit 2.852 Hektar außer Kontrolle und hat über 230 Häuser vernichtet, hauptsächlich im Gebiet der Okanagan Indian Band. Die Katastrophe zwang über 2.300 Menschen zur Evakuierung.

In derselben Region, dem Okanagan-Tal in British Columbia, brach am 7. August das Bald-Range-Feuer aus. Betroffen ist eine Wein- und Obstbauregion am Okanagan-See. Die Fläche des Feuers verdoppelte sich über Nacht auf rund 9.500 Hektar. »Viele landwirtschaftliche ‌Betriebe sind betroffen«, so der Bürgermeister ​von Summerland, ‌Doug Holmes. Wie viele Gebäude zerstört wurden, sei noch unklar.

 

🇪🇺 Europa

Die europäische Waldbrandsaison hat in diesem Sommer historische Ausmaße angenommen. Nach Angaben des European Forest Fire Information System (EFFIS) sind EU-weit bereits über 500.000 Hektar Fläche verbrannt. Das übertrifft das ohnehin verheerende Vorjahr deutlich.
  • 🇪🇸 Spanien

    Obwohl sich die Großbrände in Zentralspanien (nahe Madrid und Ávila) langsam eindämmen lassen, sind in den Regionen Kastilien-León sowie im Westen in Cáceres neue Brände ausgebrochen. Insgesamt mussten 75.000 Menschen evakuiert werden. Am stärksten betroffen war Ávila nahe Madrid, bis zu 25.000 Hektar sollen verbrannt sein. Landesweit summieren sich die Schäden auf 219.665 verbrannte Hektar seit Jahresbeginn 2026, das entspricht 47,2 Prozent der gesamten in der Europäischen Union verbrannten Fläche und macht 2026 laut dem europäischen Programm Copernicus zur schwersten je erfassten Brandsaison.

In der spanischen Provinz Segovia (Region Kastilien und León) herrscht aufgrund mehrerer gleichzeitiger Waldbrände eine kritische Lage. Starke Winde und anhaltende Hitze erschweren die Löscharbeiten der Einsatzkräfte am aktuellen Wochenende des 9. und 10. August 2026 erheblich. Aktuelle Brandherde und Evakuierungen:

Las Navas de San Antonio: Der Brand brach am Samstagnachmittag, den 8. August 2026, nach dem Brand eines Fahrzeugs an der Autobahn AP-6 aus. Am Sonntag, den 9. August 2026, wurde die Alarmstufe auf das höchste Gefahrenlevel (IGR 2) angehoben. Aufgrund der unkontrollierten Ausbreitung mussten die Ortschaften Los Ángeles de San Rafael und Vegas de Matute komplett evakuiert werden. Am Sonntagabend drehte der Wind leicht zum Vorteil der 41 eingesetzten Löschtrupps.

Revenga: Ein weiterer aktiver Brandherd führte zu Infrastrukturproblemen und schnitt die Gemeinde El Espinar zeitweise von der Wasserversorgung ab.

Navas de Riofrío: Satellitendaten bestätigen hier einen neuen, aktiven Hotspot mit starker Rauchentwicklung.

Brieva: Der seit Ende Juli 2026 wütende Großbrand, der zuvor die Evakuierung von 8 Ortschaften erzwang, konnte auf die Gefahrenstufe IGR 0 herabgestuft werden, ist jedoch weiterhin nicht vollständig gelöscht.

Ein Waldbrand in Campiel, Saragossa, wurde am 7. August 2026 gegen 18:30 Uhr gemeldet. Das Feuer brach in einem steilen, schwer zugänglichen Hügelgebiet in den Schluchten des Flusses Jalón aus. Es entstand eine dichte Rauchsäule, die man von mehreren Orten aus sehen konnte. Da Löschfahrzeuge den Brandort am Boden nicht direkt anfahren konnten, waren Hubschrauber als wichtigste Speerspitze im Einsatz. Ein Bewässerungsbecken eines Landwirts ermöglichte den Helikoptern die Wasseraufnahme. Die genaue Brandursache und die Größe der betroffenen Fläche werden noch ermittelt.

Seit Freitagabend des 7. August 2026 wüten zudem vier Brände gleichzeitig in der Region Serra d’en Galceran, Tírig, Culla und Salzadella. Während der Brand bei Salzadella gelöscht werden konnte, halten die anderen drei die Einsatzkräfte in Atem. Besonders gravierend ist die Situation um Serra d’en Galceran: Dort wurden Bewohner zur Ausgangssperre gezwungen, abgelegene Bauernhöfe evakuiert und alle Bürger per ES-Alert aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Der Waldbrand in Niebla, Huelva, Andalusien, brach am Donnerstag, den 6. August 2026, gegen 18:30 Uhr aus. Der Einsatz lief am Samstag noch. Das andalusische Waldbrand-Löschsystem INFOCA hat ein Großaufgebot mobilisiert. Rund 100 Feuerwehrleute kämpfen am Boden gegen die Flammen. Das Feuer erfasste eine Fläche von rund 4.000 Hektar.

Mallorca

Am 8. August 2026 löste ein Brand am Militärgelände Base Militar Jaume II in Palma Alarm aus. Die Flammen breiteten sich über einen steilen Hang in Richtung des Berges Puig de Son Muntaner und der Luxus-Wohnsiedlung Son Vida aus. Das Feuer, wohl durch Unachtsamkeit ausgelöst, wurde gelöscht.

Auf Mallorca hat in der Nacht des 2. August 2026 ein Feuer in Porreres im Inselzentrum einen Großeinsatz ausgelöst. Der Brand brach in den Morgenstunden auf dem Gelände der Recyclingfirma Mac Insular aus. Aufgrund der Mengen an brennbarem Material entwickelten sich die Flammen zum Großbrand. Das Feuer drohte, auf einen Pinienwald an den Hängen der Serra de Montision überzugreifen, da Funkenflug immer wieder kleine Brandherde außerhalb des Geländes entzündete. Nach elf Stunden Kampf gegen die Flammen meldete die Feuerwehr am Mittag darauf, dass das Feuer unter Kontrolle ist.

  • 🇫🇷 Frankreich

Nach wochenlangen „Megafires“ in der Region Bordeaux, bei denen über 420 Quadratkilometer Wald verbrannten, hat sich die Lage im Südwesten leicht stabilisiert. Ein weiteres großes Feuer tobte in der Provence, Département Var, wo rund 2.500 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. Nach tagelangem Dauereinsatz von über 700 Feuerwehrleuten sowie Löschflugzeugen wurde der Brand am 4. August 2026 eingedämmt.

Über 400 Festnahmen wegen Brandstiftung: Frankreich erlebt eine der verheerendsten Waldbrandsaisons seiner jüngeren Geschichte, die von Experten mit historischen Katastrophen verglichen wird. Angesichts von über 14.000 registrierten Brandherden greift der Staat nun mit beispielloser Härte durch: Nach Angaben des Innenministeriums wurden 420 Verdächtige festgenommen, die Brände absichtlich oder durch fahrlässiges Verhalten ausgelöst haben sollen, darunter 166 Minderjährige. Die Flammen haben landesweit im August bereits weit über 100.000 Hektar Wald- und Vegetationsfläche vernichtet.

• 🇮🇹 Italien

Mehrere Waldbrände haben sich am Samstag, den 9. August, in Friaul-Julisch Venetien in der norditalienischen Nachbarregion Kärntens ausgebreitet und die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen gestellt. Nachdem zunächst drei neue Brandherde in den Bergen gemeldet wurden, kamen im Laufe des Tages weitere Feuer hinzu. Besonders angespannt war die Lage am Karst zwischen Monfalcone und Duino. Weitere Einsatzkräfte wurden in der bei österreichische Touristen beliebten Badeortschaft Lignano Sabbiadoro gefordert. Dort meldete der Zivilschutz einen Waldbrand im Übergangsbereich zwischen Vegetation und bebautem Gebiet. Feuerwehr und kommunaler Zivilschutz rückten aus.

Der Waldbrand am Gardasee brach am späten Freitagabend, dem 7. August 2026, gegen 22 Uhr aus. Begünstigt durch starke Winde und extreme Trockenheit breitete sich das Feuer in den Bergen oberhalb des Ufers im Laufe der Nacht rasant aus. Am Samstag, dem 8. August 2026, dauern die Löscharbeiten der Einsatzkräfte und der Flugzeuge unvermindert an, da der Brand noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Am Comer See wütet am Donnerstag, den 6. August, ein verheerender Waldbrand am Monte Moregallo. Betroffen ist vor allem das Gebiet am westlichen Ufer des südöstlichen Seearms bei Lecco und Valmadrera. Das Feuer brach am Nachmittag des 4. August 2026 aus. Als Ursache gilt laut Behörden ein illegales Lagerfeuer, das wegen der ausgetrockneten Vegetation außer Kontrolle geriet. Feuerwehrkräfte bekämpfen die Flammen am steilen Hang zu Fuß, vom See aus per Boot sowie aus der Luft mit zwei Canadair-Löschflugzeugen und Hubschraubern. In der Bucht von Parè sind Surfen, Kitesurfen und andere Wassersportarten verboten. Der See muss für die Wasseraufnahme der Löschflugzeuge frei bleiben.

In der norditalienischen Gemeinde Canossa in der Emilia-Romagna kämpfen Feuerwehrleute zeitgleich gegen einen Waldbrand. Fünf Löschtrupps sind im Einsatz. Die Front erstreckte sich über 800 Meter und bedrohte Wohnhäuser.

Weiter nördlich am Ostufer des Sees, in der Region Valvarrone oberhalb der Alpe Caprecolo, schwelen seit rund drei Wochen Waldbrände.

Vegetationsbrände wurden auf der Halbinsel Gargano, im benachbarten Molise sowie auf Sizilien nahe Palermo gemeldet, wo die Brandgefahr aufgrund extremer Hitze der höchsten Warnstufe akut bleibt. Auf Sardinien wüteten ebenfalls Brände.

  • 🇵🇹 Portugal 

Am Wochenende des 2. August wurden 500 Feuerwehrleute in den Naturpark Serra da Estrela entsandt, um zwei Brände zu bekämpfen. Obwohl diese innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden konnten, flammten sie in den darauffolgenden Tagen immer wieder stark auf. Über 500 Hektar geschützter Wald wurden beschädigt. Trotz der zahlreichen Einsatzkräfte erfolgte die Brandbekämpfung aus der Luft, da die Brände in bergigen Gebieten wüteten, die eine Neigung von 80 % aufwiesen.

• 🇬🇷 Griechenland

Westlich von Athen nahe Psatha und Porto Germeno wüten unkontrollierte Brände. Die Flammen erreichten einen militärischen Schießplatz am Golf von Korinth, was Detonationen alter Munition auslöste. Mehr als 12.000 Hektar Land wurden in Griechenland bereits vernichtet. Auf der Insel Kefalonia wurde ein Mann wegen mutmaßlicher Brandstiftung festgenommen.

• 🇩🇪 Germany

Mehr als 30.000 Quadratmeter Heide standen in Jesteburg in Flammen. Am Sonntagnachmittag des 9. August 2026 bricht am Kleckerwaldweg gegen 14:50 Uhr ein Feuer aus in der Nähe der Waldklinik Jesteburg. Mehrere Feuerwehren aus der Umgebung rücken aus. Am Abend die Entwarnung: Das Feuer ist unter Kontrolle.

Seit Sonntagmittag, den 9. August, wütet ein Waldbrand im Manteler Forst bei Weiden in der Oberpfalz. Etwa 10.000 Quadratmeter sind betroffen, Einsatzkräfte versuchen vor Ort, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. 

Bei Boxberg in Baden-Württemberg brennt es in der Nacht zum 9. August 2026. Der Brand betrifft die Höhe zwischen Oberschüpf, Lengenrieden und Epplingen nahe dem Flugplatz Unterschüpf. Die Flammen schlugen bis zu 30 Meter hoch in den Himmel. Der Brand befindet sich in einem schwer zugänglichen, steilen Waldgebiet auf einem Berg. Da es vor Ort keine Hydranten gibt, müssen Zehntausende Liter Löschwasser im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen auf den Berg geschafft werden.

Ein Großbrand brach am Samstag, den 8. August 2026, gegen 23 Uhr aus. Betroffen ist ein Feld zwischen Bretzenheim und dem Bad Kreuznacher Stadtteil Winzenheim. Die rund 1.000 brennenden Strohballen gehören zum dort ansässigen Eulenhof. Die Brandursache ist unklar.

Am späten Abend des 8. August wurde die Feuerwehr Stadt Mahlberg im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz zu einem Feuer an Bäumen unterhalb des Mahlberger Schlosses alarmiert. An der Schlossmauer brannte die hangseitige Vegetation auf etwa 150 Quadratmetern, ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude am Schloss drohte. Aufgrund der schwierigen Lage am Hang wurde zusätzlich die Feuerwehr Kippenheim sowie ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Lahr nachalarmiert.

Ein Waldbrand im hessischen Grävenwiesbach, Ortsteil Hundstadt, hat am Nachmittag des 8. August 2026 das Gelände eines Versorgungslagers der Bundespolizei erreicht. Aufgrund von Munitionsbelastung im Boden mussten die Retter Sicherheitsabstand wahren. Rund 4.800 Quadratmeter brannten. Die Hallen mit Uniformen und Vorräten wurden erfolgreich verteidigt. Landwirte unterstützten mit Löschwasser.

Rheingau-Taunus-Kreis: Ein Waldbrand nahe Bad Schwalbach vernichtete am 6. August rund 25.000 Quadratmeter Fichtenwald, bevor er unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Im Wald bei Unterhaching in München-Süd nahe dem Hochäckerweg hat ein Unbekannter innerhalb von sechs Wochen dreimal Totholzhaufen angezündet. Die Feuerwehr verhinderte am 5. August Schlimmeres, so ein Medienbericht.

Großbrand im Harz, Sachsen-Anhalt: Bei Neinstedt, Thale, ist am Mittag des 2. August ein großer Feldbrand ausgebrochen. Angefeuert durch Erntearbeiten breitete sich das Feuer rasch über eine Fläche von rund neun Hektar aus und griff auf eine Waldinsel über. 

Die genaue Brandursache für das Feuer auf der traditionsreichen Alpe Mohr oberhalb von Oberstaufen im Oberallgäu ist unklar und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Das Feuer brach am Sonntagabend des 2. August 2026, kurz vor 23 Uhr aus. Als die alarmierten Einsatzkräfte und Feuerwehren an der über 110 Jahre alten Berghütte eintrafen, stand das beliebte Ausflugsziel bereits im Vollbrand, weshalb das Gebäude nicht gerettet werden konnte und bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Gausbach, Landkreis Rastatt: Am Sonntag des 2. August verhinderte ein Großaufgebot der Feuerwehr im Forbacher Ortsteil Gausbach eine Katastrophe. Oberhalb des Ortes war in steiler Hanglage eine rund 3.500 Quadratmeter große Wiesenfläche in Brand geraten. Dank des schnellen Eingreifens von Feuerwehren aus dem gesamten Murgtal gelang es den Einsatzkräften, die Flammen rechtzeitig einzudämmen und ein Übergreifen auf den angrenzenden Wald zu verhindern. Das Dorf ist regional für seine 200 historischen Heuhütten in einem Naturpark bekannt. Da sich ähnliche Brände in der Umgebung zuletzt häuften, wächst der Druck auf die Politik. Experten fordern eine bessere Ausrüstung für Vegetationsbrände, den Ausbau der Löschwasserversorgung im unwegsamen Gelände sowie beschleunigte Anpassung der Wälder an den Klimawandel.

Waldbrand außer Kontrolle in Bayern: In der Oberpfalz nahe Freudenberg, Landkreis Amberg-Sulzbach, kämpfen seit dem Wochenende des 1. August rund 330 Einsatzkräfte gegen einen unkontrollierten Waldbrand. Aufgrund von starkem Wind und extrem schwierigem, steilem Gelände können die Löscharbeiten teilweise nur zu Fuß durchgeführt werden.

Am Samstagabend des 27. Juni 2026 stand der Wald am Rotenfels bei Bad Kreuznach in Flammen. Die Weltkriegsmunition, die dort unter der Erde liegt, und der einzige Funkmast in der Gegend wurden vom Feuer bedroht. Sollte er ausfallen, würden Mobilfunknetz, Radio und Fernsehen ausfallen.
  • 🇭🇷 Kroatien

    Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen Waldbrände in Kroatien – mit Unterstützung aus Slowenien. Allein zwischen Samstag, den 1. August, und Sonntag rückten mehr als 500 Feuerwehrleute zu mehr als 140 Einsätzen aus. Binnen eines Tages verzeichnete die Feuerwehr sieben Brände im Freien. Einer der Brände wütete im Norden des Adrialandes. Gegen Samstagmittag ging bei der Notfallleitstelle eine Meldung über einen Waldbrand im Gebiet der Ortschaft Markovići in der Gemeinde Oprtalj ein. Betroffen waren Grasflächen, Vegetation, Buschland und Wald auf einer Fläche von 30 Hektar, so die Feuerwehr.
  • 🇳🇱 Niederlande

Großbrand in den Dünen vor Villenviertel Wassenaar glimpflich verlaufen: Am Mittwochnachmittag des 5. August 2026 ist in den Dünen nahe dem niederländischen Küstenort Wassenaar ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer entfachte gegen 14:45 Uhr am Strandzugang „Wassenaarse Slag“ und breitete sich wegen der anhaltenden Trockenheit schnell aus. Aus Sicherheitsgründen evakuierten die Behörden das nahegelegene Fletcher Boutique Hotel Duinoord . Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus und konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Bereits gegen 17:30 Uhr gaben die Rettungskräfte Entwarnung.

Ein Waldbrand nahe der deutsch-niederländischen Grenze hat sich am Dienstag, den 4. August 2026, weiter ausgebreitet auf rund 100 Hektar im Naturschutzgebiet De Rosmolen zwischen Rotterdam und dem etwa 20 Kilometer entfernt liegenden Flughafen Weeze. Das Gelände ist sowohl historisch als auch ökologisch von großer Bedeutung, es gilt als eines der idyllischsten Ausflugsziele in Nord-Limburg. In den Niederlanden wurden ein Campingplatz geräumt und der Verkehr auf einer Bahnstrecke eingestellt. Die Ursache des Feuers ist unklar

  • 🇦🇹 Österreich

    Die Brandursache für den Großbrand vom 5. August im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld, Bezirk Neunkirchen, ist inzwischen geklärt: Ermittlungen der Polizei ergaben, dass Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg das Feuer mit großer Wahrscheinlichkeit ausgelöst haben. In der extremen Hitze hat sich der in den alten Überresten enthaltene Phosphor selbst entzündet und reagierte beim Freitreten mit Sauerstoff.

     

🇬🇧 UK

Am Sonntag, den 9. August 2026, gegen 17:24 Uhr, führte ein Fahrzeugbrand auf der A31 in Hampshire (Osten) zu einem Großfeuer im angrenzenden Heidegebiet. Über 20 Löschfahrzeuge des Hampshire and Isle of Wight Fire and Rescue Service wurden nach mehr als 160 Notrufen zur Bekämpfung des Brandes eingesetzt.

Wales: Seit Freitagnachmittag des 7. August 2026 kämpfen die Einsatzkräfte gegen einen Moorbrand am Llangynidr Reservoir nahe Ebbw Vale. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten, weshalb das Aufgebot am Samstag auf acht Löschfahrzeuge und Spezialgeräte aufgestockt wurde.

Nottinghamshire: Zudem gab es am Abend des 6. August 2026 einen zeitintensiven Freiflächenbrand in Sneinton bei Nottingham, bei dem zeitweise sechs Löschzüge und zwei spezialisierte Waldbrandeinheiten im Einsatz waren, bevor der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Ursache ist unklar.

Bahngleis-Brand in London, Richtung Flughafen Stansted: Ein schwerer Böschungs- und Flächenbrand direkt neben den Schienen hat den gesamten Zugverkehr zum Flughafen London-Stansted lahmgelegt. Das Feuer brach am 2. August 2026 gegen 14 Uhr Ortszeit an den Gleisen bei Waltham Cross (Waltham Abbey, nördlich von London) aus. Der Stansted Express musste komplett gestoppt und evakuiert werden. Es bildeten sich kilometerweit sichtbare Rauchwolken, die auch die Sicht auf der Autobahn M25 behinderten.

Suffolk: Im Osten Englands kämpfte die Feuerwehr am 29. Juli 2026 gegen einen Waldbrand, der in gefährlicher Nähe zum Atomkraftwerk Sizewell ausgebrochen war. Die Naturschutzorganisation National Trust spricht von einer „totalen Zerstörung“ einer der wichtigsten Heidelandschaften des Landes. Lebensräume seltener Vogel- und Schmetterlingsarten wurden vernichtet. Die Ursache für den Ausbruch des Feuers ist noch unklar.

Irland

Seit Anfang August 2026 leidet Irland unter ungewöhnlich schweren Waldbränden. Die Regierung und die staatliche Forstbehörde Coillte hielten aufgrund der extremen Trockenheit eine landesweite Waldbrand-Warnstufe Orange aufrecht.

Dublin & Wicklow Mountains: Die Dublin Fire Brigade kämpft seit Tagen gegen einen massiven Ginsterbrand in Glencullen. Starke Winde trieben dichten Rauch über den Süden Dublins, die Autobahn M50 und Küstenvororte, weshalb Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten mussten. Zuvor wüteten bereits Brände an der Grenze zwischen Wicklow und Dublin sowie am Bray Head.

Grafschaft Tipperary: Ein zerstörerisches Feuer am Slievenamon griff auf kommerzielle Wälder über. Das Irish Air Corps unterstützt die Löscharbeiten aus der Luft mit Hubschrauber-Wasserabwürfen.

Große Brandherde beschädigten hochsensible Ökosysteme im Killarney-Nationalpark und in der Nähe von Crosshaven in der Grafschaft Cork.

Schottland

In Schottland wütet seit dem 15. Juli 2026 der folgenschwerste Wald- und Flächenbrand in der Geschichte des Cairngorms-Nationalparks. Das als „apokalyptisch“ beschriebene Feuer hat im Herzen der Highlands rund 2.500 Hektar Moor- und Waldland zerstört. Obwohl die Feuerwehr bis Anfang August gute Fortschritte erzielen konnte, stufen die Behörden das betroffene Gebiet weiterhin als aktive Einsatzzone („live incident ground“) ein.

 

🇮🇱 Israel

Ein Brand im Ben-Shemen-Wald zwischen Tel Aviv und Jerusalem brach am Dienstagnachmittag des 4. August 2026 aus. Das Feuer breitete sich durch starke Winde rasch aus. Daraufhin sperrte die Polizei die Autobahnen Highway 6 am Daniel-Autobahnkreuz und Highway 1 komplett für den Verkehr. Nach einem mehrstündigen Grosseinsatz von 21 Feuerwehrteams und vier Löschflugzeugen meldeten die Einsatzkräfte noch am selben Abend, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Straßen wurden daraufhin in beide Richtungen wieder für den Verkehr freigegeben. Die genauen Umstände, die zu dem Ausbruch des Feuers führten, sind bislang unklar. 

 

🇷🇸 Serbien

Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius haben Anfang August 2026 zu schweren Wald- und Vegetationsbränden in Serbien geführt. Der größte Brand im Norden Serbiens, im Vogelschutzgebiet der Banater Sandwüste, erfasste eine Fläche von rund 300 Hektar. Zusätzlich wütete im Süden des Landes im Ibar-Tal ein weiterer großer Waldbrand, bei dem in der Žaračke-Ebene über 150 Hektar Kiefernwald den Flammen zum Opfer gefallen sind. Insgesamt sind damit allein durch diese beiden Hauptbrandherde mehr als 450 Hektar Naturfläche in Serbien betroffen. Die serbischen Behörden und der Katastrophenschutz betonen, dass die ursprünglichen Brände in der Region fast ausnahmslos auf menschliche Unachtsamkeit zurückzuführen sind. Die Lage  hat sich mittlerweile so weit zugespitzt, dass die Brände ein extremes Wetterphänomen – eine sogenannte Feuerwolke (Pyrocumulonimbus) – gebildet haben, die sogar Blitze und Donner erzeugt.


 

🚒 Deutsche Hilfe im Ausland

Trotz der eigenen angespannten Lage unterstützt Deutschland den südeuropäischen Katastrophenschutz. Eine spezialisierte Waldbrand-Einheit der Feuerwehr Düsseldorf (bestehend aus 56 Kräften und 21 Fahrzeugen) ist nach einer 2.000 Kilometer langen Anreise in der spanischen Provinz Kastilien und León eingetroffen und kämpft dort im Zwei-Schicht-System gegen die Megafires.

Ein Brand gilt dann als Megafeuer, wenn er eine Mindestfläche von 10.000 Hektar (in manchen Regionen wie den USA ab 40.500 Hektar also 100.000 Acres) vernichtet und aufgrund seiner extremen physikalischen Eigendynamik mit klassischen Methoden nicht mehr direkt löschbar ist.

Verschiebung der Brandsaison

Im Jahr 2016 blieb das Frühjahr und der Frühsommer vergleichsweise ruhig; die verheerenden "Megafires" brachen größtenteils erst im August aus. Im Jahr 2026 sorgte eine extreme Hitzewelle im Juli in Kombination mit starkem Wind dafür, dass bereits Ende Juli Flächenrekorde gebrochen wurden.

Die Gesamtgröße der verbrannten Waldbrandflächen in der Europäischen Union lag bis zum 1. August 2026 bei rund 435.000 Hektar, was deutlich über dem Wert von 250.000 Hektar desselben Zeitraums im Jahr 2016 liegt.

Megafeuer sorgen für Funkenflug über bis zu vier Kilometer Distanz, somit sind auch Gebäude außerhalb von Waldgebieten in Gefahr.

 

EU fordert mehr Investitionen in Umweltmanagement

Angesichts explodierender Schäden durch verheerende Waldbrände fordert die EU-Kommission ihre Mitgliedstaaten zu drastisch höheren Investitionen in das naturorientierte Umweltmanagement und die Brandprävention auf. EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall betonte, dass kein Teil Europas mehr sicher vor den Folgen des Klimawandels sei und der Investitionsbedarf angesichts steigender Risiken mittlerweile auch in Nordeuropa akut werde.

Um dieser Bedrohung zu begegnen, plant die Kommission, einen signifikanten Teil des gemeinsamen Haushalts für gezielte Klima- und Naturmaßnahmen bereitzustellen. Brüssel will streng überwachen, ob die Mitgliedstaaten diese Gelder auch tatsächlich effektiv für die Vorbeugung von Bränden nutzen.

Zudem stehen die Regierungen in der Pflicht, bis September ihre nationalen Pläne zur Umsetzung des EU-Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur vorzulegen, in denen Brandprävention eine zentrale Rolle spielen muss. Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen spiegelt sich auch in der wirtschaftlichen Lage wider, da sich die ökonomischen Schäden durch Brände im laufenden Sommer bereits auf zweistellige Milliardenbeträge summieren.

Anhaltende Hitzewellen und Rekordtemperaturen verschärfen den klimatischen Druck und die Gefahrenlage in den europäischen Wäldern weiterhin massiv.

Teneriffa rüstet sich gegen die Flammen

Auch die Kanarischen Inseln erleben erneut einen Sommer der extremen Hitze. Auf Teneriffa wütete im Sommer 2023 der schwerste Waldbrand seit vier Jahrzehnten. Eine Fläche von der Größe Sylts verbrannte, rund 13.000 Menschen mussten damals über Nacht ihre Häuser verlassen. Ermittler gingen später von Brandstiftung aus – ein bitterer Befund, der die Behörden nun zu drastischen Schritten zwingt. 

Gesperrte Wälder und strikte Verbote

Um ein erneutes Inferno zu verhindern, greift die Inselverwaltung zu harten Maßnahmen. Der territoriale Notfallplan (PEIN) bleibt dauerhaft aktiv. In den besonders verwundbaren oder damals vom Feuer gezeichneten Waldgebieten herrscht striktes Betretungsverbot. Auch traditionelle Feste müssen im Sommer ohne die pyrotechnischen Darbietungen auskommen: Feuerwerk ist in Waldnähe untersagt.

Die neueste Änderung: Forststraßen dürfen nicht mehr mit dem Auto oder anderen motorisierten Fahrzeugen zu Erholungszwecken befahren werden. Einzige Ausnahme sind Arbeitseinsätze. Normale Insel- und Gemeindestraßen können weiterhin befahren werden.

Gleichzeitig setzt Teneriffa auf die Mithilfe von Einheimischen und Urlaubern. Eine weggeworfene Zigarette aus dem Autofenster oder ein illegales Lagerfeuer reichen bei Temperaturen von 34 Grad und Sturmböen von bis zu 40 Kilometern pro Stunde aus, um eine Katastrophe auszulösen. Über die digitale Plattform „Tenerife ON“ können sich Naturbegeisterte in Echtzeit darüber informieren, welche Wanderwege sicher und welche gesperrt sind.

Das europäische Schutzschild greift

Die Europäische Union hat für das laufende Jahr ein Schutzprogramm hochgefahren. Insgesamt 800 Feuerwehrleute aus 14 europäischen Ländern sind strategisch in den am stärksten gefährdeten Regionen Spaniens stationiert, um im Ernstfall sofort auszuhelfen.

Flankiert wird die Bodentruppe durch die europäische Löschflotte rescEU, die 22 Löschflugzeuge und fünf Hubschrauber umfasst. Gesteuert wird der Einsatz im Hintergrund durch das EU-Notfallkoordinierungszentrum, das die kanarischen Bergwälder mithilfe der hochauflösenden Satellitendaten des Copernicus-Systems rund um die Uhr überwacht. Ergänzend dazu wurde im östlichen Mittelmeerraum auf Zypern ein neues regionales Brandbekämpfungszentrum errichtet, um die gesamte europäische Südeflanke logistisch besser zu vernetzen.

Entwarnung für den Tourismus – mit Einschränkungen

In den großen Urlaubszentren an den Küsten im Süden herrscht meist Urlaubsalltag. Dennoch mahnen Behörden Reisende zu Flexibilität. Wer Touren in das Hinterland plant, sollte die Warnstufen der lokalen Regierung im Auge behalten. 

 


Bestseller „Thinking, Fast and Slow“

Unser Buchtipp über Denkfehler: „Schnelles Denken, langsames Denken“

Wer sein eigenes Verhalten und die Entscheidungen seiner Mitmenschen wirklich verstehen will, kommt an einem Werk nicht vorbei: „Thinking, Fast and Slow“ („Schnelles Denken, langsames Denken“) des Nobelpreisträgers Daniel Kahneman. Das Buch über "Cognitive Biases" liefert bahnbrechende Erkenntnisse über unser Gehirn. Es zeigt schonungslos auf, wie oft wir im Alltag falschen Impulsen folgen – und wie wir uns davor schützen können. Ein absoluter Tipp für alle, die ihre Entscheidungen im Beruf, bei Finanzen und im Privatleben rationaler gestalten möchten.

Kahneman teilt unser Denken in zwei fiktive Systeme ein, die ständig miteinander konkurrieren:
    • System 1 (Schnelles Denken): Läuft automatisch, unbewusst, mühelos und blitzschnell. Es steuert alltägliche Handlungen (z. B. 2+2 rechnen, ein vertrautes Gesicht erkennen, bremsen bei Gefahr). Es ist aber fehleranfällig und liebt Abkürzungen. 
    • System 2 (Langsames Denken): Läuft bewusst, kontrolliert, anstrengend und logisch ab. Es schaltet sich ein, wenn System 1 nicht weiter weiß (z. B. 17×24 rechnen, Steuererklärung machen, im Text nach Fehlern suchen). Es ist faul und schaltet sich ungern ein. 
Weil System 1 die meiste Arbeit übernimmt, verfällt unser Gehirn in systematische logische Fehler. Das sind die wichtigsten:
    • WYSIATI (What You See Is All There Is): Unser Gehirn baut eine logische Geschichte nur aus den Informationen, die im Moment verfügbar sind. Was wir nicht wissen, ignorieren wir einfach.
    • Der Ankereffekt (Anchoring): Eine beliebige Zahl, die wir zuerst hören, beeinflusst unsere nachfolgenden Schätzungen massiv (z. B. hohe Preise bei Verhandlungen).
    • Verfügbarkeitsheuristik: Wir halten Ereignisse für wahrscheinlicher, wenn wir uns leicht an Beispiele erinnern können (z. B. Angst vor Flugzeugabstürzen nach Medienberichten).
    • Verlustaversion (Prospect Theory): Der Schmerz über einen Verlust wiegt psychologisch doppelt so schwer wie die Freude über einen gleich großen Gewinn. Wir hassen es, zu verlieren.
    • Der Framing-Effekt: Dieselbe Information wirkt völlig anders, je nachdem, wie sie verpackt ist (z. B. „90 % fettfrei“ klingt besser als „10 % Fett“).
Kahneman erklärt, dass wir zwei Versionen unserer selbst im Kopf haben:
    • Das erlebende Ich (Experiencing Self): Wie wir uns im exakten Moment einer Erfahrung fühlen („Tut es jetzt weh?“).
    • Das erinnernde Ich (Remembering Self): Wie wir die Erfahrung im Nachhinein bewerten. Dieses Ich bewertet eine Erfahrung nur nach dem Höhepunkt (Peak) und dem Ende (End), die Gesamtdauer ist egal. 
Fazit für den Alltag: Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl (System 1) bei Dingen, in denen Sie viel Erfahrung haben. Schalten Sie bei wichtigen, finanziellen oder komplexen Entscheidungen bewusst System 2 ein, indem Sie innehalten, nachrechnen und eigene erste Impulse hinterfragen.

Die 4 besten Alltagsübungen aus dem Buch

Um die Erkenntnisse von Kahneman direkt in die Praxis umzusetzen, empfehlen wir die folgenden vier simplen, aber hocheffektiven Übungen für den Alltag. Sie helfen dabei, das träge, aber logische „System 2“ unseres Gehirns gezielt zu aktivieren und teure Denkfehler zu vermeiden.

1. Die 10-Sekunden-Atem-Pause
    • Das Problem: Unser schnelles „System 1“ reagiert oft sofort, emotional und impulsiv.
    • Die Übung: Halten Sie vor jeder wichtigen Entscheidung, E-Mail oder Antwort kurz inne. Atmen Sie dreimal tief durch.
    • Der Effekt: Diese kurze Verzögerung stoppt den automatischen Impuls und gibt dem logischen System 2 die Zeit, die Kontrolle zu übernehmen.
2. Der advocatus diaboli (Gegenargumente-Check)
    • Das Problem: Wir neigen dazu, nur nach Informationen zu suchen, die unsere eigene Meinung bestätigen.
    • Die Übung: Stellen Sie sich bei einem Vorhaben ganz bewusst die Frage: „Warum könnte ich mit meiner Annahme komplett falschliegen?“
    • Der Effekt: Das Gehirn wird gezwungen, die Komfortzone zu verlassen und logische Gegenargumente zu prüfen, statt blind dem ersten Bauchgefühl zu vertrauen.
3. Der Perspektiven-Wechsel
    • Das Problem: Bei eigenen Problemen sind wir oft emotional blockiert und entscheiden irrational.
    • Die Übung: Distanzieren Sie sich von der Situation und fragen Sie sich selbst: „Was würde ich einem guten Freund in dieser Lage raten?“
    • Der Effekt: Emotionen rücken in den Hintergrund, wodurch der Blick auf die nackten Fakten frei wird.
4. Der Stift-und-Papier-Test
    • Das Problem: System 2 schaltet sich nur ungern ein.
    • Die Übung: Schreiben Sie komplexe Entscheidungen, Vor- und Nachteile oder finanzielle Kalkulationen handschriftlich auf. Rechnen Sie Zahlen bewusst manuell nach.
    • Der Effekt: Das Aufschreiben bindet Ihre volle Aufmerksamkeit und zwingt das Gehirn, logisch und konzentriert zu arbeiten.
Kahnemans Bestseller ist ein Augenöffner. Wer die oben genannten Übungen regelmäßig in den Alltag einbaut, schützt sich effektiv vor Manipulationen durch Werbung oder die eigenen Denkfehler.

Nachbildung einer Pyrocumulonimbus-Wolke 2019/20 über dem Buschfeuer in Australien

Wenn ein Waldbrand zum Sturm wird

Die Entstehung einer der bisher grössten Pyrocumulonimbus-Wolken über Europa und die Geschichte extremer Feuerkonvektion

Meteorologisches Novum für Frankreich

Im Sommer 2026 wurde Frankreich mit einem Phänomen konfrontiert, das bislang vor allem aus Australien, Nordamerika und Sibirien bekannt war: eine gewaltige Pyrocumulonimbus-Wolke, international als PyroCb bezeichnet und meteorologisch als Cumulonimbus flammagenitus klassifiziert.

Über einem extrem intensiven Waldbrand im Südwesten Frankreichs entwickelte sich aus einer aufsteigenden Rauch- und Hitzesäule eine eigenständige Gewitterwolke. Die Feuerfront erzeugte damit nicht mehr nur Wärme und Rauch, sondern begann, ihr eigenes lokales Wettersystem aufzubauen. Französische Einsatzkräfte bezeichneten ein solches Ereignis als bisher beispiellos im Land.

Eine Pyrocumulonimbus-Wolke entsteht, wenn ein Feuer so viel Energie freisetzt, dass heiße Luft mit enormer Geschwindigkeit aufsteigt. In dieser gewaltigen Konvektionssäule werden Rauchpartikel, Wasserdampf und Verbrennungsprodukte kilometerhoch transportiert. Erreicht die aufsteigende Luft ausreichend kalte Schichten der Atmosphäre, kondensiert der Wasserdampf und bildet eine Gewitterwolke.

Das Ergebnis ist ein paradoxes Phänomen: Das Feuer erzeugt ein Gewitter, und das Gewitter kann wiederum das Feuer verstärken. Durch starke Abwinde, trockene Fallwinde und eigene Blitzentladungen kann eine Pyrocumulonimbus-Wolke neue Brandherde entstehen lassen und die Ausbreitung eines Feuers unberechenbarer machen.

Hiroshima 1945: Eine der frühesten dokumentierten Feuerwolken

Eine der bekanntesten historischen Feuerwolken entstand nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima in Japan am 6. August 1945. Die Explosion erzeugte zunächst eine extreme Hitzestrahlung. Die Temperaturen in unmittelbarer Nähe des Explosionszentrums erreichten mehrere tausend Grad Celsius. Tausende Gebäude aus Holz und Papier entzündeten sich nahezu gleichzeitig.

Über der Stadt entstand eine gewaltige aufsteigende Säule aus heißer Luft, Rauch und Asche. Diese Erscheinung ähnelte einer durch Feuer erzeugten Konvektionswolke – einer frühen Form dessen, was heute als Pyrocumulus beziehungsweise Pyrocumulonimbus verstanden wird.

Der entscheidende Faktor war die enorme gleichzeitige Freisetzung von Wärmeenergie.

Brandbomben und die Entwicklung von Feuerstürmen in Kriegen

Im 20. Jahrhundert wurden Brandwaffen entwickelt, deren Ziel es war, großflächige Feuer zu erzeugen. Besonders im Zweiten Weltkrieg wurden ganze Städte mit Brandbomben angegriffen. Dabei kamen unter anderem Brandmittel zum Einsatz, die die Entstehung großer Feuer begünstigen. Die extremen Feuerstürme von Hamburg 1943, Dresden 1945 und Tokio 1945 entstanden aber nicht allein durch Brandstoffe, sondern durch das Zusammenspiel aus einer großen Zahl gleichzeitig brennender Gebäude, der dichten Bebauung, Sauerstoffzufuhr durch starke Aufwinde und enormer Wärmefreisetzung.

Bekannte Großereignisse

  • Bombardierung von Hamburg („Operation Gomorrha“, 1943): erzeugte einen der bekanntesten Feuerstürme des Zweiten Weltkriegs.
  • Bombardierung von Dresden (1945): Kombination aus Spreng- und Brandbomben führte zu einem verheerenden Feuersturm.
  • Bombardierung Tokios (1945): großflächiger Einsatz von Brandbomben gegen eine überwiegend aus Holz gebaute Stadt.

Das Prinzip ähnelt in physikalischer Hinsicht modernen Megabränden: Sobald eine Feuerfläche eine kritische Energieschwelle überschreitet, kann sie ihre eigene Dynamik entwickeln.

 

Pyrocumulonimbus-Ereignisse der vergangenen 20 Jahre

Kanada 2023

Die Waldbrandsaison 2023 war außergewöhnlich. Wissenschaftliche Auswertungen berichten von rund 140 beobachteten Pyrocumulonimbus-Ereignissen in Kanada, einem Großteil der weltweit registrierten PyroCb-Aktivität dieses Jahres.

Australien – Black Summer 2019/2020

Die australischen Buschbrände gelten als eines der extremsten Pyrocumulonimbus-Ereignisse der modernen Satellitenära. Während der Feuerperiode 2019/2020 wurden 35 PyroCb-Wolken beobachtet. Mehr als die Hälfte der dokumentierten Feuergewitter transportierte Rauchpartikel direkt in die Stratosphäre.

Besonders außergewöhnlich:

  • Rauch wurde bis etwa 35 Kilometer Höhe transportiert.
  • Eine riesige Rauchwolke umkreiste Teile der Südhalbkugel.
  • Es entstanden eigene atmosphärische Strukturen.

Sichuan, China, 2020 und 2022

Die Waldbrände haben laut chinesischen Wetterämtern PyroCb bis 14 Kilometer Höhe erzeugt.

Kalifornien 2018–2020

Mehrere Großbrände in Kalifornien entwickelten Pyrocumulonimbus-Wolken:

  • Carr Fire (2018)
  • Mendocino Complex Fire (2018)
  • Creek Fire (2020)

Beim Creek Fire 2020 entstand eine besonders eindrucksvolle Feuerwolke mit extremen Aufwinden und gefährlichen Windveränderungen.

Kanada, British Columbia 2017

Die kanadische Waldbrandsaison 2017 erzeugte einige der stärksten bekannten PyroCb-Ereignisse. Die Feuer waren so intensiv, dass Rauch und Hitze bis in große Höhen transportiert wurden. Die Ereignisse wurden später mit den australischen Bränden 2019/2020 verglichen.

Schwarzer Samstag, Victoria, Australien (Januar/Februar 2009)

Extreme Buschfeuer erzeugten gewaltige PyroCb-Türme, die so viel Energie freisetzten, dass sie das Wettergeschehen über hunderte Kilometer dominierten.

Ereignisse seit den 1980ern
8. Mai 1987: "Great China Fire", Nördliche Mongolei, China
10. Sep 1988: Yellowstone National Park, Wyoming, USA
21. Jun 1991: Baie-Comeau Fire, Quebec, Kanada
5. Aug 1998: Norman Wells, Northwest Territories, Kanada
27. Sep 1998: Khabarovsk, Russland
23. Aug 1998: Khabarovsk, Russland
27. Aug 2000: Jasper Fire, Black Hills National Forest, South Dakota, USA
19. Aug 2000: Idaho, USA
29. Mai 2001: Chisholm Fire, Alberta, Kanada - sehr stark mit AI 29.9
10. Jun 2002: Hayman Fire, Colorado, USA
19. Jun 2002: Hayman Fire, Colorado, USA
20. Jun 2002: Rodeo-Chediski Fire, Arizona, USA
18. Dez 2002: Victoria, Australien - Big Desert Wilderness Park
27. Jan 2003*: Südost-Australien
1. Feb 2003: Südost-Australien
19. Jan 2003: Canberra Bushfires, Australien - erzeugte F3 Feuertornado
4. Mai 2003: Ost-Russland
6. Mai 2003: Ost-Russland
18. Aug 2003: Conibear Lake Fire, Wood Buffalo National Park, Kanada

Systematische Satelliten-Beobachtung gab es vor 1987 kaum. Das bekannteste frühe Ereignis ist Hiroshima 1945. Besonders seit 2002 gab es einen starken Anstieg. Der Guinness Rekord: "Meiste PyroCb in einem Sommer" war 2002 in USA/Kanada. Auslöser sind große Waldbrände, Vulkane, und Atombomben-Firestorms. Die Wissenschaft hat sie erst in den letzten 20 Jahren untersucht, deshalb ist die Liste vor 2000 kurz. Seit "Black Summer" 2019/20 in Australien wird weltweit genauer hingeschaut.  Bis 2010 wurden viele asiatische Brände nicht in den westlichen Satelliten-Datenbanken wie TOMS/SAGE II ausgewertet. China selbst veröffentlicht PyroCb-Daten erst seit ein paar Jahren.

 

Vom Buschfeuer zur Pyrocumulonimbus-Wolke
Vom Buschfeuer zur Pyrocumulonimbus-Wolke

 

Eine neue Ära der Feuerdynamik

Die zunehmende Häufigkeit extremer Pyrocumulonimbus-Ereignisse zeigt eine neue Dimension moderner Großbrände. Viele Ereignisse entstehen und vergehen innerhalb weniger Stunden. Satellitenbeobachtungen seit den letzten Jahrzehnten ermöglichen erstmals eine systematische Erfassung der Feuergewitter. Eine weltweite Inventarisierung seit 2013 zeigt die zunehmende Bedeutung dieser extremen Feuer-Atmosphäre-Kopplung.

Forscher haben errechnet, dass die in Zentralspanien wütenden Waldbrände im Sommer 2026 eine Wärmeenergie freigesetzt haben, die der von 28 Hiroshima-Atombomben entspricht. Eine Pyrocumulonimbus-Wolke entstand dort aber nicht.

Eine Pyrocumulonimbus-Wolke ist kein gewöhnlicher Rauchpilz. Sie ist ein Zeichen dafür, dass ein Feuer eine Größenordnung erreicht hat, bei der es mit der Atmosphäre interagiert. Das Feuer hört auf, nur eine Landschaft zu zerstören. Es beginnt, sein eigenes Wetter zu erzeugen.

Die größten Waldbrände der letzten 20 Jahre in Frankreich

Die verheerendsten Brände konzentrierten sich auf die Dürrejahre 2022, 2025 und das aktuelle Rekordjahr 2026:
    • Die Brände im Departement Gironde (Juli 2026): Infolge extremer Hitzewellen wütete nahe der Atlantikküste südwestlich von Bordeaux der folgenschwerste "Mega-Brand" der jüngeren Geschichte. Allein in einer Woche verbrannten über 42.000 Hektar Wald. Zehntausende mussten evakuiert werden.
    • Der Brand in den Corbières (August 2025): Im Süden Frankreichs zerstörte ein massives Feuer mehr als 16.000 Hektar Land. Die Behörden bezeichneten es damals als das schwerste Einzelbrandereignis seit 1949.
    • Die Brände von Landiras und La Teste-de-Buch (Sommer 2022): Ebenfalls in der waldreichen Region Gironde verbrannten bei Großfeuern knapp 30.000 Hektar. Das Feuer in Landiras erstreckte sich dabei über 12.500 Hektar.
    • Der Brand von Gonfaron / Massif des Maures (August 2021): Im Hinterland der Côte d'Azur im Departement Var vernichtete ein verheerendes Feuer rund 7.000 Hektar wertvoller Natur- und Waldfläche.

Ein neuer historischer Rekord

Das Jahr 2026 hat alle bisherigen Statistiken der Satellitenmessungen gesprengt. Durch extreme Bodentrockenheit und Hitze verbrannten in Frankreich bereits bis Ende Juli 2026 rund 100.000 Hektar Fläche. Das übertrifft das ohnehin katastrophale bisherige Rekordjahr 2022 (ca. 72.000 Hektar) deutlich und entspricht mehr als dem Fünffachen des langjährigen 20-Jahres-Durchschnitts.

Die Jahresdurchschnittstemperatur in Frankreich ist in den vergangenen 20 bis 25 Jahren um knapp 1,1 Grad Celsius gestiegen (mit einer langfristigen Erwärmungsrate von etwa 0,46 Grad Celsius pro Jahrzehnt).

Die Daten des nationalen Wetterdienstes Météo-France zeigen, dass sich dieser Trend vor allem seit den letzten Jahrzehnten extrem beschleunigt hat. Frankreich erwärmt sich dabei rund 30 Prozent schneller als der globale Durchschnitt. Die Jahre 2022 und 2023 gehörten zu den wärmsten seit Beginn der Messungen, gefolgt von einer historisch intensiven Hitzewelle im Sommer 2026, die landesweit neue Temperaturrekorde aufgestellt hat.

Dass es in Frankreich beim Mega-Brand in der Gironde im Juli 2026 zum allerersten Mal überhaupt zum Phänomen einer Pyrocumulonimbus-Wolke (PyroCb) kam, liegt wohl daran, dass dafür extrem seltene, absolut außergewöhnliche Bedingungen zeitgleich zusammentreffen müssen. Normale Waldbrände erzeugen zwar oft kleinere Rauchwolken (Pyrocumulus), aber für ein echtes, kilometerhohes „Feuergewitter“ (Pyrocumulonimbus) müssen physikalische Grenzwerte überschritten werden, die in Westeuropa historisch bisher nur nach dem Einsatz von Brandbomben um 1945 erreicht wurden.

Bilder: KI generierte Nachbildungen einer Pyrocumulonimbus-Wolke über dem Buschfeuer in Australien 2019/20


15. August 2026, Mitternacht: Feuerwerk über Figueretes

VIP-Briefing Balearen: Event-Highlights bis 15. August 2026

Mit hochkarätigen Musikfestivals, exklusiven Club-Residencies und eleganten Fiestas erleben die Inseln auch nach der Sonnenfinsternis am 12. August 2026 einen Sommer der Extraklasse.

🎸 Mallorca: Kultur & Lifestyle
    • Sunset Market in Puerto Portals: Jeden Mittwoch und Donnerstag von 18.00 bis Mitternacht. Flanieren, High-End-Handwerk und exklusive Cocktail-Lounges direkt am Jachthafen.

🪩 Ibiza & Formentera: Jetset & Musik-Superstars

Festes de la Terra (1. bis 15. August)
Das größte Kulturfestival der Insel verwandelt Ibiza-Stadt 15 Tage lang in eine Bühne für traditionelle Prozessionen, Live-Konzerte und kulinarische Pop-ups.
    • Highlight (8. August – Mitternacht): Das gigantische Feuerwerk am 15. August 2026 um Mitternacht über dem Hafen von Ibiza-Stadt, am besten von einer privaten Jacht oder einer der Dalt-Vila-Dachterrassen aus zu genießen.
Ibizas High-End-Clubs laufen auf Peak-Niveau:
    • Ushuaïa Ibiza: Täglich wechselnde Weltklasse-Events wie F** Me I'm Famous* mit David Guetta oder die monumentalen Sonntags-Shows von Calvin Harris ab 17:00 Uhr.
    • Pacha Ibiza: Exklusive Sets von RÜFÜS DU SOL, Disclosure oder der renommierten Black Coffee-Residency.

⛵ Menorca: Eleganz & Nautik

Menorca distanziert sich bewusst vom Massentourismus und setzt auf exklusive Kultur.
    • 12. bis 22. August – Ukalari Menorca Life: Diskretes Kultur- und Lifestyle-Event für Ruhesuchende und Connaisseure.
    • Kulinarik-Tipp: Der August ist die absolute Hochsaison für den fangfrischen, menorquinischen Hummer (Caldereta de Langosta).
🛥️ VIP-Concierge-Empfehlungen
    1. Sicherheits- & Buchungswarnung: Aufgrund der Sonnenfinsternis am 12. August sind Luxusmietwagen, Private-Yacht-Charter und Tische in den Top-Restaurants stark nachgefragt. Restplätze müssen sofort über spezialisierte Concierge-Services wie Deluxe Travel blockiert werden.
    2. Ausrüstung: Für den 12. August zwingend zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen bereitstellen lassen – herkömmliche Designer-Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz!
Für exklusive Buchungen, Tischreservierungen in den VIP-Bereichen des Es Jardí oder kurzfristige Day-Charter-Yachten nach Cabrera empfiehlt sich die direkte Kontaktaufnahme mit lokalen Premium-Agenturen wie Deluxe Travel unter info@deluxemallorca.com.

August 2026 Balearen

VIP-Briefing für die Balearen im August 2026

Der August 2026 gehört zu den außergewöhnlichsten Sommermonaten, die die Balearen seit Jahrzehnten erlebt haben. Neben hochkarätigen Konzerten, Gourmet-Events und den traditionellen Patronatsfesten steht ein weltweit beachtetes Naturereignis im Mittelpunkt: die totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026, deren Totalitätszone direkt über Mallorca, Ibiza und Formentera verläuft. Sie macht die Inseln zum exklusivsten Reiseziel Europas in diesem Sommer. Das Team von DeluxeMallorca bucht gerne eure Erlebnisse.

 

Exklusive Erlebnisse für anspruchsvolle Reisende für 5.–30. August 2026

Es Jardí Festival – Mallorca

Open-Air-Festival in Calvià mit internationalen Musikstars und gehobener Gastronomie – zu den Höhepunkten gehören:

  • Kraftwerk (einziger Spanien-Auftritt)
  • Fatboy Slim
  • The Corrs
  • José González
  • The Blaze
  • Juan Magán

Für VIP-Gäste stehen exklusive Hospitality-Bereiche, Fine Dining und private Lounges zur Verfügung.


Totale Sonnenfinsternis über den Balearen am 12. August 2026

Das spektakulärste Ereignis des Jahres. Mehr als hundert Jahre nach der letzten totalen Sonnenfinsternis erleben Mallorca, Ibiza und Formentera mehrere Minuten völliger Dunkelheit am Nachmittag. Luxushotels organisieren dazu außergewöhnliche Programme:

  • Jumeirah Mallorca mit Astronomie-Experten und Jacht-Ausflügen
  • Mandarin Oriental Punta Negra mit Helikopter- und Jacht-Erlebnissen
  • Nobis Hotel Palma mit exklusiver Eclipse-Sailing-Tour
  • Hotel Corazón Sóller mit Rooftop-Viewing
  • Nakar Hotel Palma mit Sunset-Event am Infinity Pool

Die Nachfrage nach Suiten und Jachten ist hoch. Behörden rechnen mit einem der größten Besucherströme der vergangenen Jahrzehnte.


Ibiza – Internationale Club-Residencies

Auch 2026 bleibt Ibiza die Hauptstadt der elektronischen Musik.

Zu den exklusivsten Residency-Formaten gehören:

  • Black Coffee
  • Dom Dolla
  • CamelPhat
  • HUGEL
  • Meduza & James Hype
  • East End Dubs
  • Skepta
  • Indira Paganotto

Viele Clubs bieten Premium-Tables, VIP-Logen und private Concierge-Services.


Sant Bartomeu, Valldemossa, Mallorca

Eines der charmantesten Dorffeste Mallorcas. Historische Prozessionen, klassische Konzerte im Kartäuserkloster, mediterrane Gastronomie und Feuerwerke machen Valldemossa zu einem der stilvollsten Kulturziele des Monats. Die Festes de Sant Bartomeu in Valldemossa finden vom 19. bis 24. August 2026 statt.


Menorca – Sommer voller Kultur

Menorca setzt weiterhin auf elegante Kulturveranstaltungen statt Massentourismus.

Highlights:

  • klassische Konzerte
  • Opern- und Kammermusik
  • Segelveranstaltungen
  • Gourmetmärkte
  • traditionelle Patronatsfeste

Besonders Ciutadella und Mahón bieten während des gesamten Monats hochwertige kulturelle Programme.


Kulinarische Empfehlungen

Der August ist Hochsaison für:

  • frischen Roten Thunfisch
  • Hummer aus Menorca
  • Gambas aus Sóller
  • mediterrane Degustationsmenüs
  • Sunset-Dinner in den Beach Clubs von Formentera

Jacht & Lifestyle

Der August gilt als bester Monat für:

  • private Yachtcharter
  • Sonnenuntergänge vor Es Vedrà auf Ibiza
  • Helikopterflüge über die Serra de Tramuntana auf Mallorca
  • Day Charter nach Cabrera auf Mallorca
  • Luxus-Shopping in Palmas Altstadt auf Mallorca
  • Beach Clubs auf Formentera

DeluxeMallorca VIP-Tipps

Reservierungen jetzt sichern:

  • Luxushotels rund um die Sonnenfinsternis sind vielerorts bereits ausgebucht oder stark nachgefragt.
  • Private Jachten und exklusive Viewing-Spots sollten frühzeitig reserviert werden.
  • Für Konzerte des Es Jardí Festivals empfiehlt sich der Erwerb von VIP-Tickets.
  • In Ibiza sind Tischreservierungen in den Top-Clubs mehrere Wochen im Voraus ratsam.

Der August 2026 verspricht einen außergewöhnlichen Mix aus exklusiven Musik-Events, luxuriösen Lifestyle-Erlebnissen, kulinarischen Höhepunkten und einem einmaligen Naturphänomen. Für anspruchsvolle Besucher zählen die Balearen in diesem Monat zu den spektakulärsten Reisezielen Europas.

Das Team von DeluxeMallorca bucht gerne eure Erlebnisse nach Anfrage an info@deluxemallorca.com.


Waldbrand 2026 KI generiert

Über 1.400 größere Waldbrände in Europa registriert

Im Sommer 2026 erlebt Europa einen Sommer mit verheerenden Großbränden, die durch extreme Hitzewellen und starke Winde angefacht werden. Bis Ende Juli sind EU-weit bereits über 430.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer gefallen. Das übersteigt den langjährigen Durchschnitt der letzten zwei Jahrzehnte deutlich. In vielen Fällen ist Brandstiftung die Ursache.

Die Situation in den einzelnen Regionen

Spanien: Das Land verzeichnet die schwerste Krise. In der Provinz Guadalajara nordöstlich von Madrid wütet seit dem 16. Juli der zweitgrößte Waldbrand in der Geschichte des Landes seit Aufzeichnungsbeginn, der allein 32.000 Hektar zerstörte und zur Evakuierung von 34 Dörfern führte. Bereits am 10. Juli forderte ein verheerendes Feuer in der südlichen Provinz Almería (Los Gallardos) Todesopfer. Aktuell drohen neue Brände nahe Toledo, die Vororte zu erreichen.

 

Forscher haben errechnet, dass die in Zentralspanien wütenden Waldbrände eine Wärmeenergie freigesetzt haben, die der von 28 Hiroshima-Atombomben entspricht.

 

Ibiza: Feuerwehrkräfte bekämpfen am 30. Juli 2026 einen Waldbrand, der in der Gemeinde Sant Josep ausbrach. Wie das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt mitteilte, brach das Feuer kurz vor 16:00 Uhr im Gebiet Es Codolar aus und wurde mit einer potenziellen Schwere von 1 eingestuft. Vor Ort sind zwei Löschflugzeuge, ein Löschfahrzeug, 17 Waldbrandbekämpfer und drei Umweltbeamte im Einsatz.

Festnahmen und Ermittlungen (Juli 2026)

    • Großbrand in Burgohondo / Ávila (24. Juli 2026): Der bislang schwerste Fall des Sommers, bei dem bereits über 9.000 Hektar Wald vernichtet wurden. Wie die Guardia Civil offiziell vermeldete, wurde ein Hauptverdächtiger festgenommen und ein weiterer Mann unter Ermittlung gestellt. Die Naturschutzbehörde SEPRONA stellte fest, dass die Männer trotz eines strikten Verbots der Regionalregierung schwere Baumaschinen im Wald einsetzten. Durch den illegalen Betrieb entstanden Funken, die das Rekordfeuer entfachten. Den Männern wird ein schweres Delikt gegen die Umwelt und Brandstiftung zur Last gelegt.
    • Torroella de Montgrí / Costa Brava (Juli 2026): An der katalanischen Küste, wo Brände Küstengebiete und Hotels bedrohen, nahm die Polizei einen Serienbrandstifter fest. Dem Mann wird vorgeworfen, gezielt vier separate Brände im Gebüsch gelegt zu haben.
    • Torrelodones / Madrid (Juli 2026): Die Polizei nahm vier Personen fest, nachdem sie beobachtet worden waren, wie sie aus einem fahrenden Auto heraus gezielt eine Signalrakete (bengala) in die trockene Vegetation schossen und so ein Feuer entfachten.
Das spanische Strafgesetzbuch (Código Penal) sieht bei Waldbrandstiftung extreme Strafen vor.
    • Einfache Brandstiftung: Wird Wald oder Buschland vorsätzlich entzündet, drohen laut Artikel 352 ein bis fünf Jahre Haft.
    • Schwere Brandstiftung: Wenn das Feuer bewohnte Gebiete bedroht (wie derzeit in Madrid) oder erhebliche ökologische Schäden anrichtet, erhöht sich das Strafmaß auf bis zu zehn Jahre Haft. Sollten Menschen dabei sterben (in Almería wurden im Juli Opfer gemeldet), wird der Fall als Totschlag oder Mord gewertet, was bis zu 20 Jahre Gefängnis nach sich zieht.

Frankreich: Laut Präsident Emmanuel Macron erlebt Frankreich die schwersten Brände seit dem Zweiten Weltkrieg. Südwestlich von Bordeaux, im Département Gironde (Saumos/Le Porge), mussten in den letzten Tagen über 10.000 Menschen evakuiert werden, als ein Feuer binnen kürzester Zeit mehr als 2.000 Hektar umschloss. Schon Ende Juli ist in Frankreich eine dreimal so grosse Fläche abgebrannt wie im Vorjahr

„Das Feuer breitet sich äußerst unberechenbar aus und ändert seine Ausbreitungsrichtung immer wieder abrupt“, erklärte Guillaume Millet von der Feuerwehr des Départements Gironde gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ursache dafür ist die außergewöhnliche Intensität des Brandes: Die enorme Hitze von stellenweise weit über 1.000 Grad erzeugt starke Auf- und Abwinde sowie lokale Windsysteme, die das Feuer in wechselnde Richtungen treiben. Solch extreme Bedingungen sind bei Waldbränden in Europa nur sehr selten zu beobachten.

Die außergewöhnlich hohe Hitze hat noch einen weiteren Effekt: Über dem Brand steigt die extrem heiße Luft mit großer Geschwindigkeit auf. Enthält sie genügend Feuchtigkeit, bildet sich zunächst eine sogenannte Pyrocumulus-Wolke. Verstärkt sich der Auftrieb weiter, kann daraus sogar ein Pyrocumulonimbus entstehen – eine vom Feuer selbst erzeugte Gewitterwolke. Sowohl die extremen Richtungswechsel des Feuers als auch die Entstehung dieser Feuerwolken gelten als außergewöhnliche Phänomene und sind ein Zeichen für die enorme Intensität des Waldbrandes.

Dass der Waldbrand in Frankreich eine höhere Intensität erreicht als viele Brände in Spanien, liegt an der außergewöhnlichen Menge an trockenem Brennmaterial, der Größe der zusammenhängenden Brandfläche, Wind- und Geländeverhältnissen sowie die dadurch freigesetzte enorme Energie. Experten sprechen von einem sogenannten Hochenergiebrand. Erst diese außergewöhnliche Wärmeleistung ermöglicht die Bildung einer Pyrocumulonimbus-Wolke – eines Feuergewitters, das den Brand zusätzlich unberechenbar macht.

Auch an der Côte d’Azur im Département Var (nahe Cotignac) brennen die Wälder unkontrolliert.

Am 29. Juli 2026 müssen George und Amal Clooney ihr Haus in Frankreich wegen der Waldbrände verlassen: „Wir lieben Brignoles und unsere Freunde, die dort leben.“ Die vierköpfige Familie lebt in der Stadt Brignoles in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur in Frankreich.

Konkrete Gerichtsurteile & Strafen im Juli 2026
    • Haftstrafe im Calvados (22. Juli 2026): Das Gericht in Caen verurteilte einen 57-jährigen Serientäter zu drei Jahren Gefängnis (davon 18 Monate ohne Bewährung). Der Mann hatte im Juli ein Weizenfeld, Heuballen und eine landwirtschaftliche Halle angezündet, wobei ein Millionenschaden entstand. Er stellte sich nach psychischem Druck selbst der Gendarmerie.
    • Haftstrafe im Département Allier: Ein Mann zündete vorsätzlich ein Feuer in der Nähe eines Steinbruchs an. Seine absurde Begründung vor Gericht: Da sein Auto eine Panne hatte und kein Abschleppdienst kam, dachte er, ein Waldbrand sei der beste Weg, um Rettungskräfte anzulocken. Er wurde wegen „Zerstörung durch gefährliche Mittel“ zu einer unbedingten Gefängnisstrafe verurteilt.
    • Herault-Prozess: Ein 30-jähriger Pyromane, der für rund zehn Brandherde verantwortlich war, wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, gekoppelt an eine strenge therapeutische Behandlungspflicht und ein Rückkehrverbot.

Drastische Verschärfung bei Fahrlässigkeit

Wegen der extremen Trockenheit greift die französische Justiz 2026 auch bei Fahrlässigkeit gnadenlos durch. Nachdem in der Region Bordeaux zwei Feuerwehrleute im Einsatz starben, verkündete die Staatsanwaltschaft, dass das Rauchen im Wald oder das Entfachen von Grills in Risikogebieten rigoros als „Mise en danger de la vie d’autrui“ (Gefährdung des Lebens anderer) verfolgt wird. Ein 26-jähriger Camper in Lacanau wurde deshalb festgenommen und muss sich im Januar vor Gericht verantworten – ihm droht ein Jahr Haft. Bei vorsätzlicher Brandstiftung mit Todesfolge sieht das französische Strafrecht sogar bis zu lebenslange Haft vor.

Pyrocumulonimbus über Frankreich
Die erste Pyrocumulonimbus-Wolke jemals über Frankreich, 2026


Italien:
Besonders auf Sizilien herrscht der absolute Ausnahmezustand bei Temperaturen um die 45 °C. Rund 6.000 Einsatzkräfte kämpfen gegen Dutzende aktive Brandherde (u.a. im Madonie-Park und bei Syrakus). In der Nachbarregion Kalabrien ermitteln die Behörden wegen massiver Brandstiftung, bei der mutmaßlich Tiere instrumentalisiert wurden, um Brandherde vorsätzlich zu streuen. Katzen mit in brennbare Flüssigkeit getränkten Tüchern, die an ihre Schwänze gebunden waren, wurden auf den Feldern freigelassen, liefen umher und verbreiteten das Feuer. Domenico Costarella von der Katastrophenschutzbehörde Kalabriens erklärte, die Behörden hätten auch Glasflaschen mit Dochten und brennbarer Flüssigkeit gefunden. Diese seien verwendet worden, um Brände in Gebieten mit trockenem Gras zu legen.

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Region Katzen als lebende Zündvorrichtungen missbraucht wurden. Im Jahr 2016 erklärte die italienische Polizei, dass die Mafia Katzen eingesetzt habe, um Brände in einem Nationalpark in der Nähe des Vesuvs zu legen.

In diesem Jahr sind in ganz Italien Brände ausgebrochen, darunter in der Nähe von Rom und Siziliens Hauptstadt Palermo. Allein in der Region Kalabrien löschte die Feuerwehr innerhalb von 24 Stunden mehr als 160 Brände, wie der italienische Sender RAI am Mittwoch berichtete.

Die aktuelle Lage in den Krisenregionen

Sizilien (Katastrophenzustand): Allein auf der Insel wurden binnen kurzer Zeit über 344 Brände registriert. Inzwischen konnten rund 300 gelöscht werden, doch in Provinzen wie Palermo, Catania, Agrigent und Syrakus ist die Lage weiterhin kritisch. Flammen erreichten Wohngebiete und führten zu Stromausfällen sowie zur Kappung der Trinkwasserversorgung.

Kalabrien: Hier verzeichneten die Einsatzkräfte weit über 160 Brände innerhalb von 24 Stunden, wobei stark von mutwilliger Brandstiftung ausgegangen wird.

Piemont: Sogar im norditalienischen Alpenraum (nahe dem Lago Maggiore) brennen untypischerweise hunderte Hektar Wald, was von der Regionalregierung als biologische Katastrophe eingestuft wird.

Rund 6.000 Einsatzkräfte kämpfen am Boden und aus der Luft gegen das Inferno. Unterstützt werden die Bodencrews durch den massiven Einsatz von spezialisierten Canadair-Löschflugzeugen und Super Puma-Hubschraubern, die tonnenweise Wasser über den unzugänglichen Brandherden abwerfen. Erschwert wird die Arbeit durch die extreme Trockenheit des Bodens und die Tatsache, dass das dichte Pflanzenwachstum aus dem feuchten Frühjahr nun als idealer Zunder wirkt.

In Großbritannien hat Wales „Krisenmanagement-Maßnahmen“ aktiviert, da die Sorge besteht, dass nicht genügend Hubschrauber zur Brandbekämpfung zur Verfügung stehen. Obwohl im Norden und Süden des Landes immer noch Waldbrände wüten, erklärte die walisische Regierung, das Verteidigungsministerium habe mitgeteilt, dass „für ganz Großbritannien keine Unterstützung aus der Luft verfügbar sei“.

Unterdessen hat ein anhaltender Waldbrand in einem Moorland in Derbyshire mehr als 600 Hektar Land verwüstet, seit er vor einem Monat ausbrach.

In Dunwich Heath, Suffolk, wütet Ende Juli 2026 ein Waldbrand, weshalb Evakuierungen angeordnet wurden – das Feuer befindet sich in der Nähe von drei Kernkraftwerken und zerstörte eine Fläche von der Größe von 140 Fußballfeldern.

Gerichtsverfahren wegen vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Brandstiftung

Großbritannien durchlebt im Sommer 2026 eine historische Welle von schweren Vegetations- und Moorbränden, die weite Teile Südenglands, Wales und Greater Manchester betreffen. Die Regierung hat deshalb ein 100-Millionen-Pfund-Paket zur Bekämpfung von Waldbränden beschlossen.

Aktuelle Fälle aus Polizeiberichten

Der Moorbrand-Fall am Dove Stone Reservoir (Greater Manchester): Dieser Fall sorgt im Juli 2026 landesweit für Schlagzeilen, da das Feuer verheerende Schäden im Hochmoor anrichtete.
    • Die Hauptverdächtige vor Gericht (14. Juli 2026): Die 20-jährige Shania C. aus Hyde wurde von der Greater Manchester Police festgenommen und direkt vor dem Manchester Magistrates' Court angeklagt. Ihr wird schwere Brandstiftung mit rücksichtsloser Gefährdung von Menschenleben (aggravated arson, being reckless as to whether life was endangered) sowie gefährliches Autofahren vorgeworfen. Zeugen hatten berichtet, dass im betroffenen Gebiet illegale Feuerwerke gezündet worden waren. Sie verbleibt in Untersuchungshaft, der Hauptprozess am Manchester Crown Court ist für den 18. August 2026 angesetzt.
    • Festnahmen (17. Juli 2026): Im Rahmen desselben Brandes nahm die Polizei zwei weitere Personen fest – einen Mann in seinen 20ern und eine Frau, die vorerst auf Kaution freigelassen wurde.
Festnahmen wegen Feld- und Waldbränden
    • Festnahme von vier Jugendlichen (17. Juli 2026): Die North Yorkshire Police vermeldete die Festnahme von vier 14-Jährigen (zwei Jungen, zwei Mädchen) wegen eines schweren Brandanschlusses auf Agrarflächen nahe Acomb. Das Feuer wurde mit einem Feuerzeug, wobei ein Schaden von 30.000 Pfund entstand. Zwei zuvor festgenommene ältere Teenager (15 und 17) wurden in diesem Fall entlastet, stehen aber wegen eines anderen Feuers am selben Abend unter Verdacht.
    • Auf frischer Tat ertappt: Nach Zeugenhinweisen, dass eine Gruppe von Männern gezielt Felder an der Walkley Lane anzündete, nahm die West Yorkshire Police einen 17-jährigen Jugendlichen und einen 30-jährigen Mann wegen Brandstiftung fest. 

Wie werden diese Taten im UK bestraft?

Im britischen Strafrecht fallen diese Delikte unter den Criminal Damage Act 1971. Bei "Aggravated Arson" (Brandstiftung, bei der das Risiko besteht, dass Menschen verletzt oder getötet werden) versteht die britische Justiz keinen Spaß: Hierauf steht als Höchststrafe lebenslange Haft (life imprisonment). Selbst bei einfacherer Brandstiftung an Eigentum oder Natur drohen erhebliche Haftstrafen von mehreren Jahren.

Schottland: Über zwölf Tage lang brennt Schottlands größter Nationalpark. Die Lage ist angespannt – noch ist kein Ende in Sicht. Spektakuläre Berge, Seen mit kleinen Inseln und Wälder machen den Cairngorms National Park in Schottland aus. Auerhähne, Steinalder und eine Rentierherde leben im größten Nationalpark Großbritanniens. Seit dem 15. Juli frisst sich ein Waldbrand durch das „grüne Herz der Highlands“. Inzwischen sind rund 25 Quadratkilometer Natur vernichtet. Parkchefs sprechen von „apokalyptischen“ Schäden. Dabei ist das Feuer noch nicht vollständig gelöscht.

In Deutschland ermittelt die Kriminalpolizei im Landkreis München nach einer Serie von kleineren Waldbränden in Grasbrunn (Bayern) im April und Mai 2026 wegen des Verdachts auf einen Serientäter. In der offiziellen Meldung des Bayerischen Rundfunks wird geprüft, inwieweit gezielte Brandbeschleunigung vorlag.

Ungewöhnliche Brände 2026
    • Großbrand am Bogensee-Areal (Januar 2026): Am 21. Januar 2026 brach ein verheerendes Feuer auf dem geschichtsträchtigen Gelände der ehemaligen FDJ-Jugendhochschule Bogensee in Wandlitz (Brandenburg) aus. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude wurde massiv beschädigt, die Dachkonstruktion brach vollständig ein, der historische Lesesaal wurde zerstört. Da das ungenutzte Areal (auf dem sich auch die einstige Villa von Joseph Goebbels befindet) seit Jahren im Fokus heftiger Debatten um Abriss, Denkmalschutz und Nachnutzung stand, war dieser Brand von hoher politischer Brisanz. Die Kriminalpolizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Da das Gelände frei zugänglich im Wald liegt, oft unbefugt von Vandalen oder „Lost-Place“-Touristen betreten wird und im Gebäude kein Strom anlag, ermitteln die Behörden mit Verdacht auf Brandstiftung. 
    • Der Brand im Müritz-Nationalpark (Juli 2026): Dieser Großbrand vernichtete rund 400 Hektar Waldfläche. Hochgefährlich hierbei war die im Waldboden vergrabene Altmunition aus früheren Militärbeständen. Aufgrund ständiger Explosionsgefahr konnten die Einsatzkräfte das Feuer tagelang nicht direkt am Boden bekämpfen, sondern mussten sich auf die Verteidigung der Ränder und den Abwurf von Löschwasser aus der Luft beschränken.
    • Der Großbrand in der historischen Altstadt von Lauterbach am späten Nachmittag des 29. Juli 2026 richtete einen geschätzten Schaden von fünf Millionen Euro an. Das Feuer brach gegen 17:20 Uhr in einem Restaurant im Bereich Marktplatz aus. Aufgrund der engen Bebauung und des leicht brennbaren Holzes sprangen die Flammen rasch auf die historischen Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert über. Insgesamt wurden durch Hitze und Löschwasser fünf Gebäude unbewohnbar. Rund 30 Bewohner verloren ihr Zuhause. Die Brandursache ist unklar; Spezialisten der hessischen Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.
    • Wegen des schweren Bergwaldbrandes im oberbayerischen Landkreis Traunstein rief Landrat Andreas Danzer am 30. Juli 2026 den Katastrophenfall aus. Das Feuer war im schwer zugänglichen Gipfelbereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand bei Unterwössen/Oberwössen ausgebrochen und hat sich über die Nacht talwärts ausgebreitet.
    • Die Ursache für den Ausbruch des Waldbrandes bei Freudenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach) am Johannisberg am 31. Juli 2026  ist noch unklar. Das Feuer hat sich auf rund 5,7 Hektar eingepegelt und breitet sich nicht weiter aus.

Großprozess am Landgericht Dessau-Roßlau (März 2026): Hier wurde die Hauptverhandlung gegen zwei Männer (23 und 33 Jahre) eröffnet. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten Brandstiftung in 17 Fällen im Raum Bitterfeld-Wolfen und Zörbig vor, bei denen auch Vegetationsflächen betroffen waren.

Statistiken der Polizeibehörden zeigen, dass Brandstiftung im Wald oft schwer nachweisbar ist. Häufig vernichten die Flammen selbst die Spuren (wie Grillanzünder oder Haarspraydosen). Wird ein Täter gefasst, drohen nach § 306 StGB (Brandstiftung) empfindliche Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

Norwegen: Der verheerende Großbrand im Ortsteil Krokstadelva in der norwegischen Kommune Drammen brach am Freitagnachmittag, dem 17. Juli 2026, aus und gilt als der zerstörerischste Wohnungsbrand in Norwegen seit über 100 Jahren.

Das Feuer vernichtete 116 Wohneinheiten in der am Hang gelegenen Wohnsiedlung Stenseth komplett. Viele der älteren Holzhäuser in dichter Bauweise verfügten nicht über moderne Brandschutzwände. Mehr als 400 Menschen mussten fluchtartig ihre Häuser verlassen, viele verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Nach tagelanger Evakuierung durften erste Bewohner, deren Häuser verschont blieben, Ende Juli zurückkehren.

Das Feuer brach gegen 15:30 Uhr in einem Reihenhaus aus. Aufgrund extremer Trockenheit, hoher Temperaturen und starker Winde breitete es sich innerhalb von Minuten auf die gesamte Siedlung und den angrenzenden Wald aus. Die norwegische Polizei bestätigte am 21. Juli 2026, dass sie eine verdächtige Person im Visier hat. Die Ermittlungen laufen, ein politischer oder krimineller Hintergrund wird nicht primär vermutet.

Griechenland: Bei schweren Waldbränden auf der Insel Kreta wurden bereits rund 8000 Menschen evakuiert. Seit Mittwochmittag, dem 29. Juli 2026, tobt in der Region Nea Krya Vrysi im gebirgigen Süden der Insel ein unkontrollierbarer Waldbrand. Die Flammenfront erstreckt sich auf rund 15 Kilometer – und sie wächst.

Türkei: Türkei: Ende Juli flammten landesweit über 160 Brände auf. Die Großfeuer in den beliebten Tourismusprovinzen Antalya und Muğla (nahe Fethiye und Bodrum) waren schnell "weitgehend unter Kontrolle". Landesweit wurden rund 65 Gebäude beschädigt. In der Provinz Muğla verbrannten rund 5.000 Hektar Wald- und Agrarfläche.

• Verdacht auf Brandstiftung: In der Provinz Balikesir, wo wertvolle Olivenanbaugebiete brannten, wurden zwei Personen festgenommen. Sie stehen im Verdacht, das Feuer fahrlässig durch Schweißarbeiten ausgelöst zu haben.


Folgen und Ausblick

Neben den ökologischen Schäden und dem Verlust von Menschenleben führt der Rauch zu einer massiven Verschlechterung der Luftqualität im gesamten Mittelmeerraum. Wetterdienste wie die spanische AEMET warnen, dass das Brandrisiko wegen anhaltender Trockenheit, Saharastaub und trockener Gewitter in den kommenden Tagen auf der höchsten Stufe („extrem“) verbleibt. Seit Jahresbeginn bis zum 31. Juli wurden in Europa 1.400 Brände registriert, die mehr als 17 Millionen Tonnen CO₂ freisetzten.

"Portugal und Spanien melden jeweils einen Anstieg der Brände um 100 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Seit 2022 ist die Zahl der Waldbrände in der WHO-Region Europa um 57 Prozent gestiegen."

Allein im vergangenen Jahr verbrannten rund 2,2 Millionen Hektar, verkündet die WHO. Bis zum 22. Juli dieses Jahres waren bereits 254.388 Hektar zerstört, wie das European Forest Fire Information System (EFFIS) berichtet. Die EU warnt Ende Juli 2026 vor einem stark steigenden Waldbrandrisiko in Ländern wie Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Teilen Deutschlands.

„Die gesundheitlichen Folgen reichen weit über die Flammen hinaus“, Rauch von Waldbränden kann Hunderte Kilometer weit ziehen und die Luftqualität weit entfernt vom Brandgebiet verschlechtern. Er enthält ein gefährliches Gemisch aus Schadstoffen wie PM2,5, NO2, Ozon, aromatischen Kohlenwasserstoffen und Blei. Brennen Häuser oder andere Gebäude, gelangen zusätzlich giftige Chemikalien aus Elektrogeräten, Möbeln, Kunststoffen und Farben in die Luft.

„Rauch kann weite Strecken zurücklegen, Herz- und Atemwegserkrankungen verschlimmern und die psychische Gesundheit beeinträchtigen – besonders bei älteren Menschen, Kindern, Schwangeren und Menschen mit chronischen Krankheiten“, so Hans Henri P. Kluge, Leiter der WHO-Region Europa. Er ruft die Regierungen dazu auf, rechtzeitig vor Waldbränden, Wettergefahren und schlechter Luftqualität zu warnen, klare Gesundheitsempfehlungen zu geben und eine gut erreichbare Grund- und Notfallversorgung sicherzustellen.

Im ersten Halbjahr verursachten Naturkatastrophen Schäden in Höhe von rund 112 Milliarden Dollar, heißt es im Naturkatastrophenbericht der Munich Re, dabei sind die Waldbrände in Frankreich und Spanien sind noch nicht in der Halbjahresbilanz 2026 erwähnt. Ein Großteil der Schäden in Europa (Schätzungen sprechen von bis zu 75 %) ist gar nicht privat versichert und verbleibt somit direkt als Belastung bei den betroffenen Bürgern, Betrieben und staatlichen Katastrophenfonds. Der weitaus größte Teil der Kosten entsteht durch Einbußen im Tourismus, evakuierte oder stillstehende Betriebe (allein im französischen Departement Gironde wurden rund 13.000 Unternehmen temporär evakuiert), unterbrochene Lieferketten sowie langfristige Umwelt- und Gesundheitsschäden (z. B. Bodenerosion oder Atemwegserkrankungen durch Rauch).

 

 

Waldbrände als Waffe

In der kriminologischen und politikwissenschaftlichen Fachliteratur wird das Phänomen der gezielten Brandstiftung als Instrument politisch oder ideologisch motivierter Einflussnahme unter dem Begriff des sogenannten ‚Pyro-Terrorismus‘ analysiert. Historische Fallstudien belegen, dass die strategische Auslösung von Vegetationsbränden in Einzelfällen als Mittel der asymmetrischen Kriegführung sowie zur wirtschaftlichen und infrastrukturellen Sabotage eingesetzt wurde. Für den europäischen Raum liegen im Kontext der jüngsten Großbrandereignisse nach gegenwärtigem Erkenntnisstand der Sicherheitsbehörden und Kriminologie keine Belege für eine konzertierte, grenzüberschreitende Strategie oder die Existenz eines koordinierten Akteursnetzwerks vor. Ob und inwieweit vereinzelte Delikte über Nachahmungskriminalität hinausgehen, bleibt Gegenstand laufender Untersuchungen.

Ein Szenario von koordiniertem Brand-Terrorismus ist für Sicherheitsbehörden in Europa ein ernstzunehmendes Bedrohungsszenario, da es die ohnehin extremen Waldbrände im Sommer 2026 taktisch eskalieren lässt.

Ein koordiniertes Vorgehen führt zu folgenden kritischen Dynamiken:

1. Die Taktik der synchronen Megafires
    • Überlastung der Feuerwehr: Wenn Brandstifter zeitgleich an fünf oder zehn verschiedenen Orten einer Region Feuer legen, kollabiert das lokale Ersthelfer-System. Löschhubschrauber und Einsatzkräfte können nicht überall gleichzeitig sein.
    • Erzeugte Feuerstürme: Werden die Brandherde strategisch so platziert, dass sie durch die vorherrschende Windrichtung aufeinander zutreiben, verschmelzen sie zu einem unkontrollierbaren Megafeuer.
2. Nutzung von "Hybrid-Bedrohungen" und Proxy-Netzwerken
    • Digitale Radikalisierung: Europäische Sicherheitsbehörden wie Europol warnen 2026 verstärkt vor dezentralen Online-Netzwerken, in denen Sabotageakte belohnt werden.
    • Staatliche Akteure: Im Kontext hybrider Kriegsführung besteht die Gefahr, dass ausländische Akteure lokale Kriminelle oder extremistische Gruppen als Stellvertreter (Proxies) dafür bezahlen, die kritische Infrastruktur durch Brände zu destabilisieren.

3. Warum Ermittler alarmiert sind

In Deutschland und Europa wird bei auffälligen Brandserien, die gezielt kritische Infrastrukturen (wie Stromleitungen oder Bahntrassen in Waldnähe) treffen, sofort die Zentralstelle für Extremismus und Terrorismus eingeschaltet. [1, 2]
    • Ermittler suchen bei Verdacht auf koordinierten Terrorismus gezielt nach Zündvorrichtungen mit Zeitzündern. Diese erlauben es einer kleinen Gruppe von Tätern, die Brandsätze Stunden vor dem eigentlichen Ausbruch zu platzieren und sich ein Alibi zu verschaffen, während die Feuer zeitgleich ausbrechen.

Wie reagiert die europäische Verteidigung?

Da das Risiko solcher "synchronen Megafires" zunimmt, hat die Europäische Kommission eine neue Strategie verabschiedet:
    1. Satellitenüberwachung (Copernicus): KI-gestützte Satelliten scannen Europa in Echtzeit, um kleinste Hitzequellen sofort zu melden, bevor koordinierte Brandherde zusammenwachsen können. [1]
    2. Zentralisierte Löschflotten: Eine strategische Aufteilung von Löschflugzeugen (rescEU) sorgt dafür, dass Flugzeuge bei Verdacht auf eine koordinierte Attacke grenzüberschreitend innerhalb von Minuten verlegt werden können.
Selbst ein terroristisches Netzwerk nutzt am Ende jedoch nur die Physik des ausgetrockneten Waldes aus.

In den USA

Die Vereinigten Staaten befinden sich aktuell auf der höchsten Alarmstufe für Waldbrände (National Preparedness Level 5), da extreme Hitze und Trockenheit die schwerste Brandphase des Jahres antreiben.

Die aktuelle Lage in Zahlen
  • Aktive Großbrände: Landweit bekämpfen rund 26.000 Einsatzkräfte 84 zeitgleich wütende Großfeuer.
  • Zerstörte Fläche: Seit Jahresbeginn haben mehr als 42.600 Brände bereits über 1,8 Millionen Hektar (4,5 Millionen Acres) Land vernichtet. Die verbrannte Fläche liegt damit massiv über dem Zehnjahresdurchschnitt von rund 1,2 Millionen Hektar für diesen Zeitpunkt.
  • Westen und Südwesten: Bundesstaaten wie Oregon, Utah und Kalifornien sind besonders stark betroffen. In Oregon breiten sich mehrere Brandkomplexe (wie das Hay Creek Complex) rasant aus. In Utah sorgt das massive Cottonwood-Feuer weiterhin für extreme Herausforderungen.
    Spokane Complex Fires, Washington: Nach Angaben von Behörden handelt es sich um die verheerendste Naturkatastrophe in der Geschichte der Region. Begünstigt durch extreme Trockenheit und heftige Winde brannten die unkontrollierten Feuer in Wohngebiete hinein und zerstörten bereits mehr als 600 Gebäude, darunter vor allem Wohnhäuser und Geschäfte. Brandstiftung bei einem der Hauptfeuer: Im Zusammenhang mit dem folgenschweren Old Trails Fire haben die Behörden des Spokane County einen 37-jährigen Mann festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, das Feuer am Samstag vorsätzlich gelegt zu haben.
Luftqualität 
  • Massive Rauchbelastung: Neben den eigenen Feuern zieht starker Rauch von hunderten Waldbränden aus dem Nachbarland Kanada in den Nordosten und Mittleren Westen der USA.
  • Gesundheitswarnungen: Für Millionen US-Bürger – unter anderem in New York, Michigan und Pennsylvania – gelten akute Luftqualitätswarnungen wegen gesundheitsgefährdender Feinstaubwerte.

 

Pyrocumulonimbus-Wolken – ein neues Phänomen

Diese Feuerstürme unterscheiden sich grundlegend von gewöhnlichen Gewittern. Sie entstehen nicht aus Wolken, die vom Himmel herabziehen – sie werden vom Feuer selbst geschaffen.

Erreicht ein Waldbrand eine außergewöhnliche Intensität, setzt ein physikalischer Prozess ein, der an den Zug eines riesigen Kamins erinnert. Die enorme Hitze lässt gewaltige Mengen heißer Luft und Rauch mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre aufsteigen. Gleichzeitig strömt kühlere Luft aus der Umgebung nach und versorgt die Flammen kontinuierlich mit Sauerstoff. Über dem Brand bildet sich eine mächtige Rauchsäule, aus der schließlich eine sogenannte Pyrocumulonimbus-Wolke entsteht – eine Gewitterwolke, die vom Feuer selbst erzeugt wird.

Damit beginnt ein gefährlicher Kreislauf. Der Feuersturm entwickelt eine eigene Dynamik: Er erzeugt heftige Aufwinde, kann Blitze hervorbringen und saugt immer neue Luftmassen in das Brandgeschehen. Böige Fallwinde und unberechenbare Windwechsel treiben die Flammen in alle Richtungen. Solange ausreichend Brennstoff vorhanden ist und die Wetterbedingungen günstig bleiben, kann sich das Feuer selbst antreiben und enorme Temperaturen erreichen.

Erst seit gut einem Jahrzehnt rückt dieses Phänomen in den Fokus der Forschung. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte es während der australischen „Black Summer“-Brände 2019/2020. Damals wurden 38 Pyrocumulonimbus-Wolken registriert. Die Feuer übersprangen Autobahnen und breite Brandschneisen – eine Entwicklung, die bis dahin kaum vorstellbar schien. Seither wurden ähnliche Feuerstürme auch in Kanada, den Vereinigten Staaten und bei den verheerenden Bränden im Raum Los Angeles beobachtet.

Durch die globale Erwärmung mit extrem trockenen, heißen Bedingungen sind Feuerstürme jetzt in den bevölkerten Teilen Europas angekommen.


Die Europäische Kommission hat im Juli 2026 vorgeschlagen, das EU-ETS ab 2029 erstmals auf Langstreckenflüge außerhalb Europas auszuweiten.

EU-ETS: Warum Flugziele in den USA und China ausgenommen bleiben

Flugziele in den USA, China und Indien bleiben im EU-Emissionshandel (EU-ETS) vor allem aus geopolitischen Gründen, historischen Konflikten um nationale Souveränität und zur Vermeidung von Handelsstreitigkeiten ausgenommen. Die Europäische Kommission schlug im Juli 2026 vor, das EU-ETS ab 2029 erstmals auf Langstreckenflüge außerhalb Europas auszuweiten. Die Erfassung greift jedoch nur in einem Radius von 5.000 Kilometern um den Frankfurter Flughafen. Dies schließt den Nahen Osten und Nordafrika ein, spart aber die größten globalen Luftfahrtmärkte gezielt aus.

 

Die Hauptgründe für diese Ausnahme:
1. Drohende Handelskriege und historische Blockaden
Bereits im Jahr 2012 versuchte die EU, alle in Europa startenden und landenden internationalen Flüge in das ETS einzubinden. Dies scheiterte am erbitterten Widerstand der USA, Chinas und Indiens.
    • Die Staaten sahen darin einen unzulässigen Eingriff in ihre nationale Souveränität und das Völkerrecht.
    • China drohte damals, Großbestellungen beim europäischen Flugzeugbauer Airbus zu stornieren.
    • Die USA verabschiedeten ein Gesetz, das es US-Airlines gesetzlich verbot, am EU-ETS teilzunehmen.
    • Um einen globalen Handelskrieg abzuwenden, fror die EU die Pläne ein („Stop the Clock“-Regelung). Der aktuelle Vorschlag verschiebt diese potenziellen Konflikte nun strategisch in die Zukunft. 
2. Gezielter Fokus auf Wettbewerbsverzerrung durch Golf-Airlines
Anstatt sich mit den USA oder China anzulegen, zielt die EU mit dem 5.000-Kilometer-Radius primär auf Fluggesellschaften aus der Golfregion (wie Emirates oder Qatar Airways) sowie Turkish Airlines ab.
    • Diese Airlines nutzen ihre Mega-Hubs in Dubai, Doha oder Istanbul, um europäische Passagiere auf dem Weg nach Asien oder Afrika einzusammeln.
    • Da diese Hubs nun innerhalb der Zone liegen, müssen diese Zubringerflüge CO₂-Zertifikate bezahlen.
    • Damit reagiert die EU auf jahrelange Beschwerden europäischer Fluggesellschaften (wie der Lufthansa Group), die unter massiven Wettbewerbsnachteilen gegenüber diesen staatlich gestützten Drehkreuzen litten. 
3. Rücksichtnahme auf das UN-System CORSIA
Die USA und China pochen darauf, dass Emissionen im internationalen Luftverkehr ausschließlich über das globale Kompensationssystem CORSIA der UN-Luftfahrtorganisation ICAO geregelt werden.
    • CORSIA wird ab 2027 für alle 193 Mitgliedstaaten verpflichtend.
    • Obwohl die EU das System als wissenschaftlich unzureichend kritisiert und deshalb die ETS-Ausweitung vorantreibt, will sie die globale Zusammenarbeit nicht vollständig torpedieren.
    • Bis Juli 2032 wird die EU-Kommission die Wirksamkeit von CORSIA prüfen. Erst danach wird entschieden, ob das EU-ETS wieder verkleinert oder doch auf alle weltweiten Flüge (inklusive USA und China) ausgedehnt wird.
4. Vermeidung von „Carbon Leakage“ auf Ultra-Langstrecken
Flüge in die USA oder nach China sind so lang, dass zusätzliche CO₂-Kosten auf Direktflügen das Risiko von Ausweichbewegungen extrem erhöhen würden. Passagiere könnten vermehrt auf noch billigere Umweg-Verbindungen über Drittstaaten ausweichen, was dem Klima nicht hälfe und der europäischen Wirtschaft schaden würde.

✈️ Ticketpreise ab 2029 (Fokus: Naher Osten)

Die Ausweitung des EU-ETS auf Flüge in einem Umkreis von 5.000 Kilometern betrifft vor allem die Drehkreuze in der Golfregion (z.B. Dubai, Doha) und Istanbul.
    • Der Preistreiber: Airlines müssen ab 2029 für den CO₂-Ausstoß auf diesen Strecken europäische Emissionsrechte (EUA) erwerben.
    • Geschätzte Mehrkosten: Je nach aktuellem CO₂-Preis und Flugzeugtyp schlagen Experten einen Aufschlag von 20 bis 60 Euro pro Flugticket im Economy-Tarif für die Strecke von Europa zum Golf-Drehkreuz auf.
    • Die Hebelwirkung: Da nur der Zubringerflug aus der EU (z. B. Frankfurt–Dubai) unter das ETS fällt, nicht aber der Anschlussflug (z. B. Dubai–Bangkok), steigen die Preise für Langstrecken-Umsteigeverbindungen moderater an als für reine Direktflüge.
    • Wettbewerbseffekt: Europäische Airlines hoffen, dass dadurch der Preisvorteil der Golf-Airlines schrumpft und Reisende wieder öfter Direktflüge wählen.

DeluxeMallorca im TV

Mallorca has increasingly become one of Europe's top residential locations boasting a growing number of wealthy residents and visitors. TV productions from Germany and the UK have long discovered Mallorca's potential and continuously report about the Island's upmarket businesses and properties, often in cooperation with Deluxe magazine.

Deluxe on SAT1 TV show Spiegel TV Reportage (2017)

German Spiegel TV Reportage about a Rolls-Royce event in Mallorca

Party for millionaires – Take a seat in a 390,000 euro luxury car? Rolls-Royce dealer Michael Gleissner makes it possible. However, he doesn’t sell most of his cars in Germany, but on Mallorca. A film by Ralph Quinke. Deluxe Mallorca organised the event weekends for the British car brand here for seven years. Birgit Unger was in front of the camera for the Spiegel TV film.

Goodbye Deutschland „Viva Mallorca“ on Vox (2015)

German Goodbye Deutschland for Viva Mallorca

Deluxe Mallorca had organized the opening party of sports club RBC in Santa Ponsa, Mallorca. Goodbye Deutschland was present to report about the afternoon event with celebrities, veggie catering and fruit juice bar – only.

German TV show RTL Punkt 12 (2014)

German TV show RTL Punkt 12 interviewed DELUXE editor Birgit Unger

A camera team accompanied Birgit Unger, Editor of Deluxe Mallorca Magazine, for a report about the lives of two working mothers in Mallorca. The show Punkt 12 was broadcast on RTL on 20th and 21st February 2014.

German TV show RTL Punkt 12 (2013)

Geman TV show RTL Punkt 12 about Deluxe Mallorca Magazine

A team from Filmreif TV accompanied Birgit Unger, Editor of Deluxe Mallorca Magazine, for four days as she worked on the summer 2013 edition of the magazine, interviewed a designer and visited the Superyacht Days in Port Adriano. The show Punkt 12 was broadcast on RTL on 23rd May 2013.

N-tv „DELUXE – alles, was Spaß macht“ (2012)

N-tv ‚Deluxe – Alles, was Spass macht‘ spent a day accompanying the editor of DELUXE Mallorca Magazine, Birgit Unger, as she took a test drive in an AC Cobra on the Circuito Mallorca race track and visited the 34-metre Camper & Nicholson charter yacht ‚Itaca‘ in the port of Palma.

Director: Stefanie Gotsis
Sound: Sebastian Lipphaus
Camera: Peter Hanisch

DELUXE “Alles, was Spaß macht” on n-tv (2012)

Three time a week, n-tv’s luxury magazine programme ‘Deluxe – Alles, was Spaß macht’ brings reports about luxury objects that make life more fun. In each 45-minute programme, society expert Jennifer Knäble presents dream holiday destinations, showcases luxury limousines and reveals the latest fashion trends. Gourmets, too, get their money’s worth. In Mallorca, the programme series found in Prince Karl-Heinz von Sayn-Wittgenstein an extremely knowledgeable interlocutor. Le Deluxe Mallorca accompanied n-tv, and observed the development of the label ‘Fürst KH’, under which cigars and two wines are also marketed.

„Hallo mondän Balearen“ on ZDF (2012)

German television channel ZDF accompanied the DELUXE photo shoot with Lucas Cordalis, for which the musician and Superstar photographer Jan Kohlrusch had selected two locations: the Nassau Beach Club on Playa de C´an Pere Antoni in Portixol and Harry’s Bar in Palma, both of them popular meeting places for celebrities. “The look in the photos is a deliberate break from my usual image,” Lucas Cordalis told ZDF editor Stefanie Wolf. He spoke to her about show business and his private life for the lifestyle show ‘hallo mondän Balearen’.

SAT1 Breakfast Television (2012)

For the series ‘Die Urlaubsprofis’ (The Holiday Professionals) on Sat 1 Breakfast Television, editor Samuel Dürr and cameraman Robin Ahne spent a day shadowing Oliver Gekeler as he went about his work. By appointment, the German anti-aging specialist at the MEDEX Medical Centre in Reutlingen visits his clients at home – even in Mallorca. Deluxe editor Birgit Unger met Oliver Gekeler in Puerto Portals to interview him about his minimally invasive treatment methods, and innovations in the field of preventative medicine.

Austria DELUXE TV – Céline Roscheck (2011)

Majestic and elegant, seductive and remote, Céline Roscheck, top model and violin virtuoso is finally bridging the gap between chillout and classical, between mixer and Mozart. Her concert at Hotel Zhero, Palma de Mallorca in August demonstrated the arrival of a completely new genre that in addition to a crossover of sounds, also unites fashion and style with music. In shorts and a sequined top, Roscheck scored on three levels: as a virtuoso, a composer and a beauty queen.

Mallorca then and now (2011)

In the four-hour VOX documentary ´50 years of Mallorca – the changing face of the party Island´ shown on 15th October, key witnesses from the Island – hoteliers, residents and journalists, including DELUXE editor Birgit Unger – provided the commentary between scenes of the horse and cart and cabriolet, between Franco and modern Spain, between the Boeing 727 and the Airbus jet, to give an eloquent overall picture. It also interweaves a photo shoot with actress Sonja Kirchberger with footage of the Mallorquín Matanza. A unique world, that also brought forth DELUXE magazine as the expression and the voice of its most elegant facets – a whole ten years ago.

Red @ the city -Mallorca (2011)

The beauty from Paraguay took part in a photoshoot for Deluxe that was shown in a Balearic special of the German Pro7 show ‚Red!‘

For DELUXE Mallorca Estefania Küster did a very special photoshoot with up-to-date fashion from Roberto Cavalli and Ermanno Scervino. The photoshoot was filmed by a team from Pro 7 television for a Balearic special of the show ‚Red!‘ which was aired shortly before this edition of the magazine came out. Filming took place at Estefania’s home, former stables, which the aspiring interior designer has refurbished with the help of several craftsmen and her partner Pino Persico (owner of Restaurant Campino in Camp de Mar), and turned into a real gem.

Hallo Deutschland (2011)

‚hallo deutschland‘ reports on Mallorca as a five-star destination

In mid June, as part of the programme ‚hallo deutschland‘, the television channel ZDF gave coverage to Mallorca as a luxury destination. The channel accompanied the editor of Deluxe Mallorca magazine Birgit Unger as she worked and interviewed her about her private life. The show gave readers a glimpse behind the scenes of the glossy magazine. ZDF observed her, for example, on the high seas on a visit to Sunseeker. For anyone who does not own a property on the Island, hotels are an important starting point. In one of the most exclusive, the St. Regis Mardavall, Birgit met up with the hotel manager Christian Hollweck, who showed her one of the suites – and also specialities from the kitchen of head chef Thomas Kahl.

Mieten, kaufen, wohnen (April 2011)

German TV Channel VOX was viewing villas with Birgit Unger

In upmarket second home locations, and Mallorca has been one of these for a long time now, the interior designer is as important to a real-estate agent as the elves are to Santa Claus. The German TV channel Vox once again demonstrated this truth in its highly successful show ‘Mieten, Kaufen, Wohnen’ (Rent, Buy, Live), shown on 13th April. The programme, which attracts premium viewing figures among German TV audiences, focused once again on top-end modern villas in Mallorca. In the programme, real-estate agent Marcel Remus showed Birgit Unger, editor of Deluxe Mallorca, two upmarket properties in the sought-after southwest of the Island.

Mieten, kaufen, wohnen (December 2010)

The Island’s potential has been discovered by the successful German documentary series ‘Mieten, Kaufen, Wohnen’ (Rent, Buy, Live), which for the past three years has been shown on Vox at 6pm almost every evening, and has achieved peak viewing figures of up to two million viewers.

The show offers viewers an insight into the local market, which is markedly different from that in Germany. The south-west of the Island is in particular demand, especially Puerto Andratx and Sol de Mallorca. These were also the places chosen by Birgit Unger, publisher of the magazine Deluxe Mallorca, when she viewed two properties together with Marcel Remus for the Vox series Mallorca special. The first episodes of the show, which is produced by Cologne-based company Fandango, were broadcast in December 2010.

Sanlorenzo SL82 (2009)

In August 2009, Kurt Lehmann, Managing Director Sanlorenzo Baleari, exclusively invited a select number of clients to the two-star-Restaurant Tristán in Puerto Portals, Mallorca, for a cocktail reception and gourmet dinner to present a Sanlorenzo SL82 – a classic yacht with an innovative interior design concept and a new flybridge-layout, that could be viewed at the Tristán pier during the event. The SL82 is a motor-yacht suited to travel long distances but also, as it is easy to control, for weekend cruising. Amongst the many high-profile guests of the Sanlorenzo presentation was Boris Becker with wife Lilly. Deluxe Mallorca reported about both the yacht and the event.

Hallo Deutschland ZDF (2008)

Mallorca was the logical choice to join Moscow, Dubai, Vienna and Munich as the latest venue to host a luxury trade fair.

Spread over two days, the exclusive event was held at the breathtaking venue of the Hotel Blau in Porto Petro, Santanyi, in 2008. A get-together for exceptional people from all over Europe, this highlight of the social calendar showcased goods and products from over thirty select providers such as Quality Center Mallorca, who presented the latest Maserati Granturismo S, two Bentleys, the Aston Martin V8 Roadster, a Lotus Elise and the Ferrari F430 Spider. There was also a camera team from Germany’s second main broadcaster ZDF to cover the occasion. Presenter Stefanie Wolf interviewed several of the exhibitors as well as Deluxe Mallorca editor Birgit Unger for the TV show ‚Hallo Deutschland‘.


Der hochgiftige Hasenkopf-Kugelfisch und der Rotfeuerfisch stammen ursprünglich aus dem Indischen Ozean.

Giftige Fischarten im Mittelmeer: Was Urlauber jetzt wissen sollten

Das Mittelmeer verändert sich. Mit steigenden Wassertemperaturen breiten sich invasive Fischarten weiter nach Westen aus. Besonders zwei bereiten Wissenschaftlern, Fischern und Naturschützern große Sorgen: der hochgiftige Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) und der Rotfeuerfisch (Pterois miles). Beide stammen ursprünglich aus dem Indischen Ozean und gelangten über den Suezkanal ins Mittelmeer.

Der Hasenkopf-Kugelfisch gilt derzeit als die größere Bedrohung. In den Gewässern vor Griechenland, Zypern und der Türkei hat er sich bereits massiv ausgebreitet und wird inzwischen auch zunehmend im zentralen und westlichen Mittelmeer nachgewiesen. Mit seinen kräftigen Zähnen zerstört er Fischernetze, frisst gefangene Fische und verdrängt heimische Arten. Besonders gefährlich ist jedoch sein Nervengift Tetrodotoxin (TTX), eines der stärksten bekannten natürlichen Gifte. Bereits geringe Mengen können für Menschen tödlich sein. Der Fisch darf deshalb keinesfalls gegessen werden.

Um die Ausbreitung einzudämmen, zahlen griechische Behörden Fischern inzwischen Prämien für jeden gefangenen Kugelfisch. Ziel ist es, die Population zumindest teilweise zu kontrollieren.

Auch der Rotfeuerfisch breitet sich rasant aus. Seine auffälligen rot-weißen Streifen und langen Flossen wirken spektakulär, doch seine Rückenstacheln enthalten ein schmerzhaftes Gift. Als äußerst erfolgreicher Räuber frisst er große Mengen kleiner Fische und bedroht dadurch das ökologische Gleichgewicht vieler Küstenregionen. Im Gegensatz zum Kugelfisch ist sein Fleisch jedoch nach fachgerechter Entfernung der Giftstacheln genießbar und gilt sogar als Delikatesse. In einigen Mittelmeerstaaten wird daher gezielt versucht, den Rotfeuerfisch als Speisefisch zu etablieren.

Bislang gehören beide Arten rund um Mallorca noch nicht zum alltäglichen Bild. Mit der weiteren Erwärmung des Mittelmeers rechnen Meeresbiologen jedoch damit, dass insbesondere der Rotfeuerfisch und langfristig auch der Hasenkopf-Kugelfisch häufiger in den Balearen gesichtet werden könnten.

Tipps für Schwimmer und Schnorchler

  • Berühre unbekannte Fische niemals mit bloßen Händen.
  • Halte beim Schnorcheln ausreichend Abstand zu auffällig gestreiften oder kugelförmigen Fischen.
  • Entdeckst du einen Rotfeuerfisch, vermeide jeden Kontakt mit seinen Stacheln.
  • Fange einen Hasenkopf-Kugelfisch auf keinen Fall und nimm ihn niemals als Speisefisch mit.
  • Fotografiere ungewöhnliche Sichtungen und melde sie – wenn möglich – den örtlichen Behörden oder Meeresforschungsprojekten.

Für Wassersportler besteht derzeit kein Anlass zur Sorge. Begegnungen mit diesen Arten sind weiterhin selten, und die Tiere greifen Menschen nicht aktiv an. Dennoch lohnt sich ein wachsames Auge – denn das Mittelmeer befindet sich im Wandel, und mit ihm verändert sich auch seine Unterwasserwelt.

Weitere invasive Fische in europäischen Süßwasser-Gewässern

Nicht nur im Meer, auch in europäischen Flüssen und Seen breiten sich fremde Arten aus:
  • Schwarzmund-Grundel: Dieser kleine Fisch aus dem Schwarzmeer-Raum hat sich über Kanäle in fast allen großen Flüssen Mitteleuropas (wie Rhein und Donau) sowie in der Ostsee stark vermehrt und verdrängt heimische Bodenfische.
  • Sonnenbarsch: Ursprünglich aus Nordamerika stammend, breitet er sich in vielen europäischen Seen und Teichen aus.