Waldbrand-Lagebericht für die erste Augustwoche 2026
🇺🇸 Vereinigte Staaten (USA)
Katastrophe in Spokane: Ein massiver und sich rasch ausbreitender Waldbrand, das „Old Trails Fire“, vom 1. August erreichte das Stadtgebiet der Großstadt Spokane und zerstörte rund 400 Gebäude. Ganze Stadtteile wurden evakuiert. Auch sensible Infrastrukturen wie ein Krankenhaus mussten geräumt werden. Washingtons Gouverneur Bob Ferguson hat den Notstand für den gesamten Bundesstaat ausgerufen. Aktuell brennen dort Feuer auf einer Fläche von über 80.900 Hektar. Ein 37-jähriger Mann aus Spokane wurde festgenommen und wegen mehrfacher Brandstiftung ersten Grades im Zusammenhang mit dem „Old Trails Fire“ angeklagt, dem größten von drei Waldbränden in der Nähe der Stadt. Er befindet sich gegen eine Kaution in Höhe von zwei Million Dollar in Haft. Die Behörden haben die Ursache der beiden übrigen Brände noch nicht ermittelt. Hollywood-Star Sydney Sweeney wurde in Spokane geboren. Sie hilft in ihrer Heimatstadt bei der Essensausgabe für die Waldbrandopfer.
Reno, Nevada, 9. August 2026 – Das am 8. August 2026 ausgebrochene „Bug Fire“ nördlich von Reno hat sich auf über 4.100 Acres ausgeweitet und ist zu null Prozent eingedämmt. Aufgrund der Ausbreitung gelten für die Gemeinden Cold Springs und Silver Knolls strikte Evakuierungsbefehle, während die US-395 in Richtung Norden nur einspurig befahrbar ist.
Kalifornien: Am Samstagnachmittag, den 8. August 2026, brach im Newhall Pass nahe Santa Clarita ein Vegetationsbrand aus, der Evakuierungen erzwang und erst am Abend unter Kontrolle gebracht werden konnte: Das „Tasha Fire“. Die Besatzung der Brandbekämpfungs-Einheit „Engine 73“ traf auf dichten Bewuchs und Eichenbäume in steilem Gelände. Mäßige Winde trieben das Feuer hangaufwärts.
Das „Ridge Fire“ brach Freitagnachmittag, den 7. August, an der Grenze zwischen Los Angeles und Kern aus und breitete sich windbedingt schnell aus über 1.000 Acres aus. Die wichtige Autobahn Interstate 5 musste zeitweise gesperrt werden. Für die Zone Hungry Valley gilt weiterhin eine Evakuierungsanordnung.
Der US-Bundesstaat Florida erlebt 2026 eine der schwersten und am längsten anhaltenden Waldbrandsaisons der jüngeren Geschichte. Von Januar bis Anfang August registrierten die Behörden mehr als 2.600 Waldbrände, die eine Fläche von über 155.000 Acres (rund 62.700 Hektar) zerstört haben. Während Großfeuer wie das Berger Fire auf Blitzschlag zurückzuführen sind, ist die Gesamtzahl von fast 2.000 Bränden zu einem erheblichen Teil auf das Konto von Brandstiftung und menschlichem Versagen einzuzahlen.
Die Gesamtkosten für die Brandbekämpfung durch den Forest Service und das Innenministerium erreichten im Jahr 2024 mit über 8 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand.
🇨🇦 Kanada
Seit Anfang August 2026 bekämpft Kanada aktiv fast 720 gleichzeitig wütende Waldbrände, wobei sich die größten Sachschäden und Evakuierungen auf British Columbia, Ontario und die Nordwest-Territorien konzentrieren; landesweit sind seit Jahresbeginn rund 5,9 Millionen Acres (2,38 Millionen Hektar) von den Bränden betroffen. Nicht nur British Columbia gibt rund 40 mal soviel für die Bekämpfung von Waldbränden aus als für deren Prävention, so Terry Teegee, Regionalchef der „BC Assembly of First Nations“.
Das Bradley-Creek-Feuer nahe Vernon, BC, brennt seit dem 31. Juli mit 2.852 Hektar außer Kontrolle und hat über 230 Häuser vernichtet, hauptsächlich im Gebiet der Okanagan Indian Band. Die Katastrophe zwang über 2.300 Menschen zur Evakuierung.
In derselben Region, dem Okanagan-Tal in British Columbia, brach am 7. August das Bald-Range-Feuer aus. Betroffen ist eine Wein- und Obstbauregion am Okanagan-See. Die Fläche des Feuers verdoppelte sich über Nacht auf rund 9.500 Hektar. »Viele landwirtschaftliche Betriebe sind betroffen«, so der Bürgermeister von Summerland, Doug Holmes. Wie viele Gebäude zerstört wurden, sei noch unklar.
🇪🇺 Europa
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🇪🇸 Spanien
Obwohl sich die Großbrände in Zentralspanien (nahe Madrid und Ávila) langsam eindämmen lassen, sind in den Regionen Kastilien-León sowie im Westen in Cáceres neue Brände ausgebrochen. Insgesamt mussten 75.000 Menschen evakuiert werden. Am stärksten betroffen war Ávila nahe Madrid, bis zu 25.000 Hektar sollen verbrannt sein. Landesweit summieren sich die Schäden auf 219.665 verbrannte Hektar seit Jahresbeginn 2026, das entspricht 47,2 Prozent der gesamten in der Europäischen Union verbrannten Fläche und macht 2026 laut dem europäischen Programm Copernicus zur schwersten je erfassten Brandsaison.
In der spanischen Provinz Segovia (Region Kastilien und León) herrscht aufgrund mehrerer gleichzeitiger Waldbrände eine kritische Lage. Starke Winde und anhaltende Hitze erschweren die Löscharbeiten der Einsatzkräfte am aktuellen Wochenende des 9. und 10. August 2026 erheblich. Aktuelle Brandherde und Evakuierungen:
Las Navas de San Antonio: Der Brand brach am Samstagnachmittag, den 8. August 2026, nach dem Brand eines Fahrzeugs an der Autobahn AP-6 aus. Am Sonntag, den 9. August 2026, wurde die Alarmstufe auf das höchste Gefahrenlevel (IGR 2) angehoben. Aufgrund der unkontrollierten Ausbreitung mussten die Ortschaften Los Ángeles de San Rafael und Vegas de Matute komplett evakuiert werden. Am Sonntagabend drehte der Wind leicht zum Vorteil der 41 eingesetzten Löschtrupps.
Revenga: Ein weiterer aktiver Brandherd führte zu Infrastrukturproblemen und schnitt die Gemeinde El Espinar zeitweise von der Wasserversorgung ab.
Navas de Riofrío: Satellitendaten bestätigen hier einen neuen, aktiven Hotspot mit starker Rauchentwicklung.
Brieva: Der seit Ende Juli 2026 wütende Großbrand, der zuvor die Evakuierung von 8 Ortschaften erzwang, konnte auf die Gefahrenstufe IGR 0 herabgestuft werden, ist jedoch weiterhin nicht vollständig gelöscht.
Ein Waldbrand in Campiel, Saragossa, wurde am 7. August 2026 gegen 18:30 Uhr gemeldet. Das Feuer brach in einem steilen, schwer zugänglichen Hügelgebiet in den Schluchten des Flusses Jalón aus. Es entstand eine dichte Rauchsäule, die man von mehreren Orten aus sehen konnte. Da Löschfahrzeuge den Brandort am Boden nicht direkt anfahren konnten, waren Hubschrauber als wichtigste Speerspitze im Einsatz. Ein Bewässerungsbecken eines Landwirts ermöglichte den Helikoptern die Wasseraufnahme. Die genaue Brandursache und die Größe der betroffenen Fläche werden noch ermittelt.
Seit Freitagabend des 7. August 2026 wüten zudem vier Brände gleichzeitig in der Region Serra d’en Galceran, Tírig, Culla und Salzadella. Während der Brand bei Salzadella gelöscht werden konnte, halten die anderen drei die Einsatzkräfte in Atem. Besonders gravierend ist die Situation um Serra d’en Galceran: Dort wurden Bewohner zur Ausgangssperre gezwungen, abgelegene Bauernhöfe evakuiert und alle Bürger per ES-Alert aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Mallorca
Am 8. August 2026 löste ein Brand am Militärgelände Base Militar Jaume II in Palma Alarm aus. Die Flammen breiteten sich über einen steilen Hang in Richtung des Berges Puig de Son Muntaner und der Luxus-Wohnsiedlung Son Vida aus. Das Feuer, wohl durch Unachtsamkeit ausgelöst, wurde gelöscht.
Auf Mallorca hat in der Nacht des 2. August 2026 ein Feuer in Porreres im Inselzentrum einen Großeinsatz ausgelöst. Der Brand brach in den Morgenstunden auf dem Gelände der Recyclingfirma Mac Insular aus. Aufgrund der Mengen an brennbarem Material entwickelten sich die Flammen zum Großbrand. Das Feuer drohte, auf einen Pinienwald an den Hängen der Serra de Montision überzugreifen, da Funkenflug immer wieder kleine Brandherde außerhalb des Geländes entzündete. Nach elf Stunden Kampf gegen die Flammen meldete die Feuerwehr am Mittag darauf, dass das Feuer unter Kontrolle ist.
- 🇫🇷 Frankreich
Nach wochenlangen „Megafires“ in der Region Bordeaux, bei denen über 420 Quadratkilometer Wald verbrannten, hat sich die Lage im Südwesten leicht stabilisiert. Ein weiteres großes Feuer tobte in der Provence, Département Var, wo rund 2.500 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. Nach tagelangem Dauereinsatz von über 700 Feuerwehrleuten sowie Löschflugzeugen wurde der Brand am 4. August 2026 eingedämmt.
• 🇮🇹 Italien
Der Waldbrand am Gardasee brach am späten Freitagabend, dem 7. August 2026, gegen 22 Uhr aus. Begünstigt durch starke Winde und extreme Trockenheit breitete sich das Feuer in den Bergen oberhalb des Ufers im Laufe der Nacht rasant aus. Am Samstag, dem 8. August 2026, dauern die Löscharbeiten der Einsatzkräfte und der Flugzeuge unvermindert an, da der Brand noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Am Comer See wütet am Donnerstag, den 6. August, ein verheerender Waldbrand am Monte Moregallo. Betroffen ist vor allem das Gebiet am westlichen Ufer des südöstlichen Seearms bei Lecco und Valmadrera. Das Feuer brach am Nachmittag des 4. August 2026 aus. Als Ursache gilt laut Behörden ein illegales Lagerfeuer, das wegen der ausgetrockneten Vegetation außer Kontrolle geriet. Feuerwehrkräfte bekämpfen die Flammen am steilen Hang zu Fuß, vom See aus per Boot sowie aus der Luft mit zwei Canadair-Löschflugzeugen und Hubschraubern. In der Bucht von Parè sind Surfen, Kitesurfen und andere Wassersportarten verboten. Der See muss für die Wasseraufnahme der Löschflugzeuge frei bleiben.
In der norditalienischen Gemeinde Canossa in der Emilia-Romagna kämpfen Feuerwehrleute zeitgleich gegen einen Waldbrand. Fünf Löschtrupps sind im Einsatz. Die Front erstreckte sich über 800 Meter und bedrohte Wohnhäuser.
Weiter nördlich am Ostufer des Sees, in der Region Valvarrone oberhalb der Alpe Caprecolo, schwelen seit rund drei Wochen Waldbrände.
Vegetationsbrände wurden auf der Halbinsel Gargano, im benachbarten Molise sowie auf Sizilien nahe Palermo gemeldet, wo die Brandgefahr aufgrund extremer Hitze der höchsten Warnstufe akut bleibt. Auf Sardinien wüteten ebenfalls Brände.
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🇵🇹 Portugal
Am Wochenende des 2. August wurden 500 Feuerwehrleute in den Naturpark Serra da Estrela entsandt, um zwei Brände zu bekämpfen. Obwohl diese innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden konnten, flammten sie in den darauffolgenden Tagen immer wieder stark auf. Über 500 Hektar geschützter Wald wurden beschädigt. Trotz der zahlreichen Einsatzkräfte erfolgte die Brandbekämpfung aus der Luft, da die Brände in bergigen Gebieten wüteten, die eine Neigung von 80 % aufwiesen.
• 🇬🇷 Griechenland
• 🇩🇪 Deutschland
Seit Sonntagmittag, den 9. August, wütet ein Waldbrand im Manteler Forst bei Weiden in der Oberpfalz. Etwa 10.000 Quadratmeter sind betroffen, Einsatzkräfte versuchen vor Ort, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Bei Boxberg in Baden-Württemberg brennt es in der Nacht zum 9. August 2026. Der Brand betrifft die Höhe zwischen Oberschüpf, Lengenrieden und Epplingen nahe dem Flugplatz Unterschüpf. Die Flammen schlugen bis zu 30 Meter hoch in den Himmel. Der Brand befindet sich in einem schwer zugänglichen, steilen Waldgebiet auf einem Berg. Da es vor Ort keine Hydranten gibt, müssen Zehntausende Liter Löschwasser im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen auf den Berg geschafft werden.
Ein Großbrand brach am Samstag, den 8. August 2026, gegen 23 Uhr aus. Betroffen ist ein Feld zwischen Bretzenheim und dem Bad Kreuznacher Stadtteil Winzenheim. Die rund 1.000 brennenden Strohballen gehören zum dort ansässigen Eulenhof. Die Brandursache ist unklar.
Am späten Abend des 8. August wurde die Feuerwehr Stadt Mahlberg im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz zu einem Feuer an Bäumen unterhalb des Mahlberger Schlosses alarmiert. An der Schlossmauer brannte die hangseitige Vegetation auf etwa 150 Quadratmetern, ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude am Schloss drohte. Aufgrund der schwierigen Lage am Hang wurde zusätzlich die Feuerwehr Kippenheim sowie ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Lahr nachalarmiert.
Ein Waldbrand im hessischen Grävenwiesbach, Ortsteil Hundstadt, hat am Nachmittag des 8. August 2026 das Gelände eines Versorgungslagers der Bundespolizei erreicht. Aufgrund von Munitionsbelastung im Boden mussten die Retter Sicherheitsabstand wahren. Rund 4.800 Quadratmeter brannten. Die Hallen mit Uniformen und Vorräten wurden erfolgreich verteidigt. Landwirte unterstützten mit Löschwasser.
Im Wald bei Unterhaching in München-Süd nahe dem Hochäckerweg hat ein Unbekannter innerhalb von sechs Wochen dreimal Totholzhaufen angezündet. Die Feuerwehr verhinderte am 5. August Schlimmeres, so ein Medienbericht.
Großbrand im Harz, Sachsen-Anhalt: Bei Neinstedt, Thale, ist am Mittag des 2. August ein großer Feldbrand ausgebrochen. Angefeuert durch Erntearbeiten breitete sich das Feuer rasch über eine Fläche von rund neun Hektar aus und griff auf eine Waldinsel über.
Die genaue Brandursache für das Feuer auf der traditionsreichen Alpe Mohr oberhalb von Oberstaufen im Oberallgäu ist unklar und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Das Feuer brach am Sonntagabend des 2. August 2026, kurz vor 23 Uhr aus. Als die alarmierten Einsatzkräfte und Feuerwehren an der über 110 Jahre alten Berghütte eintrafen, stand das beliebte Ausflugsziel bereits im Vollbrand, weshalb das Gebäude nicht gerettet werden konnte und bis auf die Grundmauern niederbrannte.
Gausbach, Landkreis Rastatt: Am Sonntag des 2. August verhinderte ein Großaufgebot der Feuerwehr im Forbacher Ortsteil Gausbach eine Katastrophe. Oberhalb des Ortes war in steiler Hanglage eine rund 3.500 Quadratmeter große Wiesenfläche in Brand geraten. Dank des schnellen Eingreifens von Feuerwehren aus dem gesamten Murgtal gelang es den Einsatzkräften, die Flammen rechtzeitig einzudämmen und ein Übergreifen auf den angrenzenden Wald zu verhindern. Das Dorf ist regional für seine 200 historischen Heuhütten in einem Naturpark bekannt. Da sich ähnliche Brände in der Umgebung zuletzt häuften, wächst der Druck auf die Politik. Experten fordern eine bessere Ausrüstung für Vegetationsbrände, den Ausbau der Löschwasserversorgung im unwegsamen Gelände sowie beschleunigte Anpassung der Wälder an den Klimawandel.
Waldbrand außer Kontrolle in Bayern: In der Oberpfalz nahe Freudenberg, Landkreis Amberg-Sulzbach, kämpfen seit dem Wochenende des 1. August rund 330 Einsatzkräfte gegen einen unkontrollierten Waldbrand. Aufgrund von starkem Wind und extrem schwierigem, steilem Gelände können die Löscharbeiten teilweise nur zu Fuß durchgeführt werden.
- 🇭🇷 Kroatien
Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen Waldbrände in Kroatien – mit Unterstützung aus Slowenien. Allein zwischen Samstag, den 1. August, und Sonntag rückten mehr als 500 Feuerwehrleute zu mehr als 140 Einsätzen aus. Binnen eines Tages verzeichnete die Feuerwehr sieben Brände im Freien. Einer der Brände wütete im Norden des Adrialandes. Gegen Samstagmittag ging bei der Notfallleitstelle eine Meldung über einen Waldbrand im Gebiet der Ortschaft Markovići in der Gemeinde Oprtalj ein. Betroffen waren Grasflächen, Vegetation, Buschland und Wald auf einer Fläche von 30 Hektar, so die Feuerwehr.
- 🇳🇱 Niederlande
Großbrand in den Dünen vor Villenviertel Wassenaar glimpflich verlaufen: Am Mittwochnachmittag des 5. August 2026 ist in den Dünen nahe dem niederländischen Küstenort Wassenaar ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer entfachte gegen 14:45 Uhr am Strandzugang „Wassenaarse Slag“ und breitete sich wegen der anhaltenden Trockenheit schnell aus. Aus Sicherheitsgründen evakuierten die Behörden das nahegelegene Fletcher Boutique Hotel Duinoord . Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus und konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Bereits gegen 17:30 Uhr gaben die Rettungskräfte Entwarnung.
Ein Waldbrand nahe der deutsch-niederländischen Grenze hat sich am Dienstag, den 4. August 2026, weiter ausgebreitet auf rund 100 Hektar im Naturschutzgebiet De Rosmolen zwischen Rotterdam und dem etwa 20 Kilometer entfernt liegenden Flughafen Weeze. Das Gelände ist sowohl historisch als auch ökologisch von großer Bedeutung, es gilt als eines der idyllischsten Ausflugsziele in Nord-Limburg. In den Niederlanden wurden ein Campingplatz geräumt und der Verkehr auf einer Bahnstrecke eingestellt. Die Ursache des Feuers ist unklar
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🇦🇹 Österreich
Die Brandursache für den Großbrand vom 5. August im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld, Bezirk Neunkirchen, ist inzwischen geklärt: Ermittlungen der Polizei ergaben, dass Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg das Feuer mit großer Wahrscheinlichkeit ausgelöst haben. In der extremen Hitze hat sich der in den alten Überresten enthaltene Phosphor selbst entzündet und reagierte beim Freitreten mit Sauerstoff.
🇬🇧 UK
Am Sonntag, den 9. August 2026, gegen 17:24 Uhr, führte ein Fahrzeugbrand auf der A31 in Hampshire (Osten) zu einem Großfeuer im angrenzenden Heidegebiet. Über 20 Löschfahrzeuge des Hampshire and Isle of Wight Fire and Rescue Service wurden nach mehr als 160 Notrufen zur Bekämpfung des Brandes eingesetzt.
Wales: Seit Freitagnachmittag des 7. August 2026 kämpfen die Einsatzkräfte gegen einen Moorbrand am Llangynidr Reservoir nahe Ebbw Vale. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten, weshalb das Aufgebot am Samstag auf acht Löschfahrzeuge und Spezialgeräte aufgestockt wurde.
Nottinghamshire: Zudem gab es am Abend des 6. August 2026 einen zeitintensiven Freiflächenbrand in Sneinton bei Nottingham, bei dem zeitweise sechs Löschzüge und zwei spezialisierte Waldbrandeinheiten im Einsatz waren, bevor der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Ursache ist unklar.
Bahngleis-Brand in London, Richtung Flughafen Stansted: Ein schwerer Böschungs- und Flächenbrand direkt neben den Schienen hat den gesamten Zugverkehr zum Flughafen London-Stansted lahmgelegt. Das Feuer brach am 2. August 2026 gegen 14 Uhr Ortszeit an den Gleisen bei Waltham Cross (Waltham Abbey, nördlich von London) aus. Der Stansted Express musste komplett gestoppt und evakuiert werden. Es bildeten sich kilometerweit sichtbare Rauchwolken, die auch die Sicht auf der Autobahn M25 behinderten.
Suffolk: Im Osten Englands kämpfte die Feuerwehr am 29. Juli 2026 gegen einen Waldbrand, der in gefährlicher Nähe zum Atomkraftwerk Sizewell ausgebrochen war. Die Naturschutzorganisation National Trust spricht von einer „totalen Zerstörung“ einer der wichtigsten Heidelandschaften des Landes. Lebensräume seltener Vogel- und Schmetterlingsarten wurden vernichtet. Die Ursache für den Ausbruch des Feuers ist noch unklar.
Irland
Seit Anfang August 2026 leidet Irland unter ungewöhnlich schweren Waldbränden. Die Regierung und die staatliche Forstbehörde Coillte hielten aufgrund der extremen Trockenheit eine landesweite Waldbrand-Warnstufe Orange aufrecht.
Dublin & Wicklow Mountains: Die Dublin Fire Brigade kämpft seit Tagen gegen einen massiven Ginsterbrand in Glencullen. Starke Winde trieben dichten Rauch über den Süden Dublins, die Autobahn M50 und Küstenvororte, weshalb Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten mussten. Zuvor wüteten bereits Brände an der Grenze zwischen Wicklow und Dublin sowie am Bray Head.
Grafschaft Tipperary: Ein zerstörerisches Feuer am Slievenamon griff auf kommerzielle Wälder über. Das Irish Air Corps unterstützt die Löscharbeiten aus der Luft mit Hubschrauber-Wasserabwürfen.
Große Brandherde beschädigten hochsensible Ökosysteme im Killarney-Nationalpark und in der Nähe von Crosshaven in der Grafschaft Cork.
Schottland
In Schottland wütet seit dem 15. Juli 2026 der folgenschwerste Wald- und Flächenbrand in der Geschichte des Cairngorms-Nationalparks. Das als „apokalyptisch“ beschriebene Feuer hat im Herzen der Highlands rund 2.500 Hektar Moor- und Waldland zerstört. Obwohl die Feuerwehr bis Anfang August gute Fortschritte erzielen konnte, stufen die Behörden das betroffene Gebiet weiterhin als aktive Einsatzzone („live incident ground“) ein.
🇮🇱 Israel
Ein Brand im Ben-Shemen-Wald zwischen Tel Aviv und Jerusalem brach am Dienstagnachmittag des 4. August 2026 aus. Das Feuer breitete sich durch starke Winde rasch aus. Daraufhin sperrte die Polizei die Autobahnen Highway 6 am Daniel-Autobahnkreuz und Highway 1 komplett für den Verkehr. Nach einem mehrstündigen Grosseinsatz von 21 Feuerwehrteams und vier Löschflugzeugen meldeten die Einsatzkräfte noch am selben Abend, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Straßen wurden daraufhin in beide Richtungen wieder für den Verkehr freigegeben. Die genauen Umstände, die zu dem Ausbruch des Feuers führten, sind bislang unklar.
🇷🇸 Serbien
Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius haben Anfang August 2026 zu schweren Wald- und Vegetationsbränden in Serbien geführt. Der größte Brand im Norden Serbiens, im Vogelschutzgebiet der Banater Sandwüste, erfasste eine Fläche von rund 300 Hektar. Zusätzlich wütete im Süden des Landes im Ibar-Tal ein weiterer großer Waldbrand, bei dem in der Žaračke-Ebene über 150 Hektar Kiefernwald den Flammen zum Opfer gefallen sind. Insgesamt sind damit allein durch diese beiden Hauptbrandherde mehr als 450 Hektar Naturfläche in Serbien betroffen. Die serbischen Behörden und der Katastrophenschutz betonen, dass die ursprünglichen Brände in der Region fast ausnahmslos auf menschliche Unachtsamkeit zurückzuführen sind. Die Lage hat sich mittlerweile so weit zugespitzt, dass die Brände ein extremes Wetterphänomen – eine sogenannte Feuerwolke (Pyrocumulonimbus) – gebildet haben, die sogar Blitze und Donner erzeugt.
🚒 Deutsche Hilfe im Ausland
Ein Brand gilt dann als Megafeuer, wenn er eine Mindestfläche von 10.000 Hektar (in manchen Regionen wie den USA ab 40.500 Hektar also 100.000 Acres) vernichtet und aufgrund seiner extremen physikalischen Eigendynamik mit klassischen Methoden nicht mehr direkt löschbar ist.
Verschiebung der Brandsaison
Im Jahr 2016 blieb das Frühjahr und der Frühsommer vergleichsweise ruhig; die verheerenden „Megafires“ brachen größtenteils erst im August aus. Im Jahr 2026 sorgte eine extreme Hitzewelle im Juli in Kombination mit starkem Wind dafür, dass bereits Ende Juli Flächenrekorde gebrochen wurden.
Die Gesamtgröße der verbrannten Waldbrandflächen in der Europäischen Union lag bis zum 1. August 2026 bei rund 435.000 Hektar, was deutlich über dem Wert von 250.000 Hektar desselben Zeitraums im Jahr 2016 liegt.
Megafeuer sorgen für Funkenflug über bis zu vier Kilometer Distanz, somit sind auch Gebäude außerhalb von Waldgebieten in Gefahr.
EU fordert mehr Investitionen in Umweltmanagement
Angesichts explodierender Schäden durch verheerende Waldbrände fordert die EU-Kommission ihre Mitgliedstaaten zu drastisch höheren Investitionen in das naturorientierte Umweltmanagement und die Brandprävention auf. EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall betonte, dass kein Teil Europas mehr sicher vor den Folgen des Klimawandels sei und der Investitionsbedarf angesichts steigender Risiken mittlerweile auch in Nordeuropa akut werde.
Um dieser Bedrohung zu begegnen, plant die Kommission, einen signifikanten Teil des gemeinsamen Haushalts für gezielte Klima- und Naturmaßnahmen bereitzustellen. Brüssel will streng überwachen, ob die Mitgliedstaaten diese Gelder auch tatsächlich effektiv für die Vorbeugung von Bränden nutzen.
Zudem stehen die Regierungen in der Pflicht, bis September ihre nationalen Pläne zur Umsetzung des EU-Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur vorzulegen, in denen Brandprävention eine zentrale Rolle spielen muss. Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen spiegelt sich auch in der wirtschaftlichen Lage wider, da sich die ökonomischen Schäden durch Brände im laufenden Sommer bereits auf zweistellige Milliardenbeträge summieren.
Anhaltende Hitzewellen und Rekordtemperaturen verschärfen den klimatischen Druck und die Gefahrenlage in den europäischen Wäldern weiterhin massiv.
Teneriffa rüstet sich gegen die Flammen
Gesperrte Wälder und strikte Verbote
Um ein erneutes Inferno zu verhindern, greift die Inselverwaltung zu harten Maßnahmen. Der territoriale Notfallplan (PEIN) bleibt dauerhaft aktiv. In den besonders verwundbaren oder damals vom Feuer gezeichneten Waldgebieten herrscht striktes Betretungsverbot. Auch traditionelle Feste müssen im Sommer ohne die pyrotechnischen Darbietungen auskommen: Feuerwerk ist in Waldnähe untersagt.
Die neueste Änderung: Forststraßen dürfen nicht mehr mit dem Auto oder anderen motorisierten Fahrzeugen zu Erholungszwecken befahren werden. Einzige Ausnahme sind Arbeitseinsätze. Normale Insel- und Gemeindestraßen können weiterhin befahren werden.
Gleichzeitig setzt Teneriffa auf die Mithilfe von Einheimischen und Urlaubern. Eine weggeworfene Zigarette aus dem Autofenster oder ein illegales Lagerfeuer reichen bei Temperaturen von 34 Grad und Sturmböen von bis zu 40 Kilometern pro Stunde aus, um eine Katastrophe auszulösen. Über die digitale Plattform „Tenerife ON“ können sich Naturbegeisterte in Echtzeit darüber informieren, welche Wanderwege sicher und welche gesperrt sind.
Das europäische Schutzschild greift
Die Europäische Union hat für das laufende Jahr ein Schutzprogramm hochgefahren. Insgesamt 800 Feuerwehrleute aus 14 europäischen Ländern sind strategisch in den am stärksten gefährdeten Regionen Spaniens stationiert, um im Ernstfall sofort auszuhelfen.
Flankiert wird die Bodentruppe durch die europäische Löschflotte rescEU, die 22 Löschflugzeuge und fünf Hubschrauber umfasst. Gesteuert wird der Einsatz im Hintergrund durch das EU-Notfallkoordinierungszentrum, das die kanarischen Bergwälder mithilfe der hochauflösenden Satellitendaten des Copernicus-Systems rund um die Uhr überwacht. Ergänzend dazu wurde im östlichen Mittelmeerraum auf Zypern ein neues regionales Brandbekämpfungszentrum errichtet, um die gesamte europäische Südeflanke logistisch besser zu vernetzen.
Entwarnung für den Tourismus – mit Einschränkungen