Privatwirtschaft sperrt Luftraum für Drohnen
Rolex erwirkt eine offizielle Flugverbotszone für Drohnen über seiner neuen, rund eine Milliarde Franken teuren Megabaustelle im schweizerischen Bulle FR. Grund dafür sind Sorgen vor Wirtschaftsspionage, Datendiebstahl sowie Sicherheitsrisiken nach vorherigen Vorfällen auf dem Areal.
Die Flugverbotszone gilt für die Großbaustelle in Bulle (Freiburg, Schweiz). Das Verbot für Drohnen unter 30 Kilogramm wurde bis Ende 2032 beschlossen. Die Polizei darf unbefugte Flugobjekte abfangen und beschlagnahmen. Auch an anderen Standorten wie in Biel prüft der Luxusuhrenkonzern Maßnahmen zur Drohnenabwehr, da Firmen vermehrt Spionage aus der Luft (etwa durch hochauflösende Kameras oder Lasermikrofone) befürchten.
Die prominentesten Fälle
Angriffe auf das Tesla-Werk und dessen Zulieferer (Deutschland): Rund um die Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla in Grünheide bei Berlin kam es zu einer Serie von schweren Brandanschlägen durch linksextreme Gruppierungen:
März 2024 (Strommast-Anschlag): Die linksextreme „Vulkangruppe“ verübte einen Brandanschlag auf einen frei zugänglichen Strommast in der Nähe der Tesla-Fabrik. Das Feuer führte zu einem tagelangen Produktionsstopp im Werk und betraf Zehntausende Haushalte in Brandenburg.
Februar 2025 (Anschlag auf Schienen-Baustelle): Aktivisten bekannten sich zu einem Brandanschlag auf Fahrzeuge und Infrastruktur des Bauunternehmens Strabag. Die Firma war auf einer Baustelle für die Erweiterung des Tesla-Geländes (Bau eines Güterbahnhofs) tätig.
Die europäische Serie von Paket-Brandanschlägen
Im Jahr 2024 erschütterte eine koordinierte Serie von Brandanschlägen europäische Logistikzentren. Westliche Geheimdienste vermuten dahinter russische Sabotageoperationen (Hybrid-Kriegsführung), bei denen präparierte Frachtpakete mit hochentzündlichen Substanzen bestückt wurden:
März 2024 (Leyton, England): Ein Großbrand zerstörte eine Lagerhalle im Osten Londons, die mit einem ukrainischen Unternehmen in Verbindung stand. Mehrere Männer wurden wegen Spionage und Brandstiftung im Auftrag Russlands angeklagt.
Juli 2024 (Wrocław, Polen): In einem Logistikzentrum brach durch ein präpariertes Paket ein Brand aus, der nur knapp gelöscht werden konnte.
Juli 2024 (Leipzig, Deutschland): Im DHL-Frachtzentrum am Flughafen Leipzig/Halle entzündete sich ein aus dem Baltikum stammendes Paket in einem Container. Ein Absturz eines Frachtflugzeugs wurde nur verhindert, weil der Flug Verspätung hatte und das Paket noch am Boden Feuer fing.
Ähnliche Vorfälle und Brandstiftungsversuche in Frachtdepots wurden im selben Zeitraum in Vilnius (Litauen) und Birmingham (England) registriert.
Großbaustelle SAP Garden (München, Deutschland)
Auf der Baustelle der neuen Sportarena im Münchener Olympiapark kam es im Vorfeld der Fertigstellung zu einer Serie von gelegten Feuern. Die Ermittlungsbehörden stuften die Vorfälle offiziell als vorsätzliche Brandstiftung ein, weshalb eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt wurde.
Wie Unternehmen und Behörden sich gegen Drohnen-Gefahren schützen
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- Geofencing: Große Drohnenhersteller integrieren feste Flugverbotszonen direkt in die Software der Geräte. Die Drohne startet in diesen Gebieten gar nicht erst oder dreht automatisch ab.
- Frequenz-Jamming: Sicherheitsdienste nutzen Störsender, um die Funkverbindung zwischen der Fernsteuerung und der Drohne oder das GPS-Signal zu unterbrechen. Dies zwingt das Gerät zur Landung.
- Optische und akustische Erkennung: Spezielle Radarsysteme, Mikrofone und Kameras erfassen Drohnen frühzeitig beim Überfliegen der Grundstücksgrenzen.
- Rechtliche Konsequenzen: Das Missachten einer behördlich verordneten Flugverbotszone wie der Rolex-Baustelle stellt einen schweren Verstoß gegen das Luftfahrtgesetz dar und zieht strafrechtliche Konsequenzen sowie hohe Geldstrafen nach sich.