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Tausende Klagen gegen Hersteller von GLP-1-Abnehmdrogen in den USA eingereicht

In den Vereinigten Staaten wurden zahlreiche Sammelklagen gegen Hersteller von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion und Diabetesbehandlung wie Ozempic, Wegovy, Mounjaro und Trulicity eingereicht. Die Kläger geben an, infolge der Einnahme der Präparate schwere Nebenwirkungen erlitten zu haben, über deren Umfang und Risiken sie nach eigener Darstellung nicht ausreichend informiert worden seien.

GLP-1-Medikamente (Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptoragonisten) werden häufig zur Reduktion von Körpergewicht und zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. Allerdings haben sich seit 2023 Tausende Betroffene wegen der Nebenwirkungen zu Wort gemeldet und rechtliche Schritte gegen die Hersteller eingeleitet.

    • Viele Betroffene geben an, nach der Einnahme von GLP-1-Medikamenten an Gastroparese und anderen schweren gastrointestinalen Störungen gelitten zu haben.

    • Weitere Klagenbeiträge beziehen sich auf Erbrechen, schwere Übelkeit und lebensverändernde gesundheitliche Folgen.

    • In weiteren Verfahren wird derzeit auch untersucht, ob die Medikamente die Durchblutung des Sehnervs beeinträchtigen und dadurch zu teilweisem oder vollständigem Sehverlust führen können.

Die Pharmaunternehmen betonen, dass ihre Produkte von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen sind und betriebliche Prüfprozesse durchlaufen haben. Sie werden sich gegen die Vorwürfe in den Verfahren verteidigen. Viele Verfahren sind inzwischen zu Sammelklagen (Multidistrict Litigation) zusammengeführt worden. Erste umfangreiche Gerichtsprozesse werden nicht vor 2027 erwartet.

GLP-1-Rezeptoragonisten regulieren den Blutzucker und können das Sättigungsgefühl steigern, weshalb sie zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Diese Medikamentenklasse wurde ursprünglich für Diabetes entwickelt, wird aber zunehmend auch zur Behandlung von Adipositas verschrieben. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und gastrointestinale Beschwerden sind in den Produktinformationen als mögliche Effekte beschrieben, werden von Klägerseite jedoch als unzureichend gewarnt kritisiert.

Die Sammelklagen thematisieren Fragen der Informationspflicht, Risikokommunikation und Vermarktungsstrategien gegenüber Ärzten und Patienten. Parallel zu den Rechtsstreitigkeiten gibt es Debatten über Langzeitrisiken, Nebenwirkungsprofile und geeignete Einsatzgebiete dieser Medikamente unter Medizinern.

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