Glamour, Schönheit, Drama
Die Münchener Galerie Andreas Baumgartl feiert Marilyn Monroe zum 100. Geburtstag mit der Sonderausstellung „Marilyn 100“ und präsentiert unveröffentlichte Werke von Milton Greene, Allan Grant, Lawrence Schiller und Elliot Erwitt sowie das neue „Marilyn Triptychon 2026“ von Pop-Art-Legende James Francis Gill.
Marilyn Monroe wäre am 1. Juni 2026 einhundert Jahre alt geworden. Noch heute, Jahrzehnte nach ihrem Tod, zeugt ihre ikonische Strahlkraft von einer Ära, die maßgeblich von der schillernden Welt Hollywoods geprägt wurde. Zu diesem Jubiläum präsentiert die Galerie Andreas Baumgartl in Kooperation mit der Galerie Stephan Hoffman in München die Ausstellung „Marilyn 100“ mit Werken der Fotografen Milton Greene, Allan Grant, Lawrance Schiller und Elliot Erwitt. Diese Chronisten der Ikone waren weit mehr als Weggefährten. Mit ihrem Gespür für den Moment fingen sie teils unbekannte Facetten der Stil-Ikone ein.
Der illustre Modefotograf der 1940er und 1950er Jahre, Milton Greene (1922-1985), porträtierte Stars wie Elizabeth Taylor, Frank Sinatra, Audrey Hepburn, Grace Kelly, Ava Gardner, Sammy Davis Jr., Catherine Deneuve, Marlene Dietrich und Judy Garland. Eine besondere Freundschaft pflegte er mit Marilyn Monroe, die nicht nur teilweise bei ihm wohnte, sondern mit der er auch eine Filmproduktion gründete. Rund 53 Fotoproduktionen, darunter die berühmte Serie „The Black Sitting“, entstanden in dieser Zeit. Das Time Life Magazin wählte sogar eines von Greene‘s Marilyn-Fotos zu einem der drei populärsten Fotos des 20. Jahrhunderts.
Elliot Erwitt (1928-2023) prägte das Bildgedächtnis unserer Zeit über fünf Jahrzehnte. Seine Aufnahmen von den Dreharbeiten zu „Das verflixte 7. Jahr“ (1954) fangen den Humor und die Menschlichkeit der Schauspielerin ein und sind längst zeitlose Klassiker der Fotogeschichte geworden. Die Arbeiten des US-amerikanischen Magnum-Fotografen haben das visuelle Gedächtnis unserer Zeit maßgeblich mitgestaltet. Seine weltberühmten Porträts von Ikonen wie Marilyn Monroe, Marlene Dietrich und Jacqueline Kennedy sowie seine historischen Aufnahmen von Fidel Castro und Che Guevara sind heute fester Bestandteil internationaler Museen und bedeutender Sammlungen. Erwitts vielschichtiges Werk, das über vier Jahrzehnten hinweg in renommierten Magazinen wie LIFE, LOOK und Holiday erschien, umfasst neben journalistischen Essays und Illustrationen auch zahlreiche Fotobücher.
Der renommierte LIFE-Fotograf Allan Grant (1919-2008) wurde durch sein letztes Fotoshooting mit Marilyn nur wenige Wochen vor ihrem Tod im Jahr 1962 weltberühmt. Die Ausstellung zeigt Auszüge aus „Marilyn: The Lost Last Photos & Interview“, die Monroes Nahbarkeit und Herzlichkeit in flüchtigen Augenblicken am Rande der Geschichte festhalten. Bekannt wurde Grant für seine Fotoserien der Atomexplosionstests in der Wüste von Nevada, die die Schrecken des neuen Atomzeitalters aufzeigten, den legendären Flug von Howard Hughe‘s 1947 mit der „Spruce Goose“ und Richard Nixon beim im Kampf gegen die Flammen in seinem Haus während des verheerenden Bel-Air-Feuers von 1961. Für seinen Dokumentarfilm „Welche Farbe hat der Wind“ erhielt er drei Emmy-Nominierungen.
Lawrence Schiller ist der einzig noch lebende Monroe Fotograf. Lawrence Schiller fotografierte die Aufnahme „Marilyn Monroe in the film Something’s Got To Give“ in Los Angeles, CA 1962, und schuf damit eine Ikone der Photokunst. Unterschiedliche Aufnahmen zeigen MM am Pool und der Betrachter spürt förmlich, dass der Photograph Marilyn Monroes uneingeschränktes Vertrauen genoss. Legendär ist Schillers Gesprächsprotokoll mit Marilyn Monroe, dass diese Zeit dokumentiert: „Sie sind schon berühmt. Jetzt werden Sie mich berühmt machen, sagte der Fotograf Lawrence Schiller zu Marilyn Monroe, als sie über die Fotos redeten, die er von ihr machen sollte. Seien Sie nicht so eingebildet, neckte ihn Marilyn, Fotografen sind leicht zu ersetzen. Das war 1962, der 25-jährige Schiller war im Auftrag von Paris Match in Hollywood und sollte Marilyn am Set ihres neuen Films Something’s Got to Give fotografieren. Er kannte Marilyn schon – die beiden waren einander bei den Dreharbeiten zu Machen wirs in Liebe begegnet – aber nichts in der Welt hätte ihn auf den Tag vorbereiten können, als sie sich bei den nun anstehenden Filmaufnahmen nackt am Swimmingpool präsentierte. „Ihre nasse Haut glänzte. Ihre Augen funkelten. Ihr Lächeln war aufreizend“, erinnerte sich Schiller an den Moment, der für ihn zum Karriere-Booster wurde und Marilyn die erhofften Schlagzeilen und Titelseiten der Magazine einbrachten.“ Schiller lebt und arbeitet heute in New York, Los Angeles und Newtown, Pennsylvania.
Ein Highlight der Ausstellung sind die neuen Marilyn-Monroe-Werke des 91-jährigen US-Pop-Art-Künstlers James Francis Gill, der bereits 1962 Fotografien von Allan Grant für sein erstes ikonisches Marilyn-Triptychon (in der Sammlung des MoMA) nutzte. Er schuf nun mit unveröffentlichten Aufnahmen das neue „Marilyn Tryptich 2026“. Neben einer streng limitierten Edition werden auch neue Unikate des Künstlers gezeigt. Als einer der letzten lebenden Pioniere der Pop-Art-Bewegung erlangte Gill bereits in den 1960er Jahren internationale Berühmtheit, unter anderem durch die Aufnahme seiner Werke in die ständige Sammlung des Museums of Modern Art (MoMA) in New York. Seine Kunst verbindet auf einzigartige Weise zeitgenössische Foto-Vorlagen mit einer expressiven, farbgewaltigen Malerei, die die Zerbrechlichkeit des Ruhms thematisiert.
Die Ausstellung „MARILYN 100“ bietet einen intimen Blick hinter die Fassade des Weltstars und würdigt Marilyn Monroe als Mensch sowie unsterbliches Symbol der Popkultur.
Über die Galerie Andreas Baumgartl
Die Galerie Andreas Baumgartl befindet sich an einer prominenten Adresse in der Prannerstraße in München, direkt im Rückgebäude des Hotels Bayerischer Hof. Nun wurden die Räumlichkeiten der Galerie erweitert. Im historischen Schwarzwälderhaus in der Hartmannstraße 8, im 1. Obergeschoss, präsentiert die Galerie einen imposanten und opulenten Showroom, der mit 250 m² genug Raum bietet, um seinen Besuchern interessante Ausstellungen und qualitativ hochwertigste Kunst zeigen zu können.Bereits seit dem Jahr 2000 führt der Galerist Andreas Baumgartl seine international anerkannte Galerie mit großer Leidenschaft und lädt Kunstfreunde herzlich dazu ein, in einen lebendigen Dialog unterschiedlicher künstlerischer Positionen einzutauchen und eigene Gedanke einzubringen.
Prannerstraße 5; 80333 München
Tel.: +49 89 2289242
E-Mail: ab@g-ab.de
Hartmannstraße 8; 1. Obergeschoss
80333 München
Ausstellungsbesuch im Showroom nach dem 28. Mai 2026 nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter +49 (0)177 3377771 oder per E-Mail.
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