Die Macht der Demografie: Warum Industrieländer vor einem Nachwuchsproblem stehen
Der britische Demograf und Autor Paul Morland beschäftigt sich mit der Frage, wie Bevölkerungsentwicklung die Zukunft von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft prägt. Seine zentrale These: Nicht Technologie oder Rohstoffe entscheiden langfristig über den Erfolg von Staaten, sondern vor allem die Demografie. Länder mit schrumpfender und alternder Bevölkerung geraten zunehmend unter Druck – wirtschaftlich, sozial und geopolitisch.
Besonders die Industrieländer stehen laut Morland vor einem akuten Nachwuchsproblem. Sinkende Geburtenraten führen dazu, dass immer weniger junge Menschen für Arbeitsmarkt, Innovation und soziale Sicherungssysteme zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wächst die Zahl älterer Menschen, die Renten- und Gesundheitssysteme stärker belasten. Ohne ausreichend Nachwuchs drohen Fachkräftemangel, stagnierendes Wachstum und ein Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
Morland argumentiert deshalb, dass Familienpolitik, Migration und langfristige demografische Strategien zu den wichtigsten Zukunftsfragen moderner Staaten gehören. Denn die Bevölkerung von morgen entscheidet darüber, wie stark und stabil Gesellschaften in Zukunft sein werden.
Der globale Riss: Weltweit bekommen Frauen heute im Schnitt ein Kind weniger als 1990 — der Rückgang erfasst inzwischen alle Regionen. Dennoch klafft eine Lücke.

- Südkorea hält den OECD-Niedrigrekord — die Rate fiel 2023 auf nur noch 0,7 Kinder pro Frau, und für 2024.
- Macau verzeichnet die weltweit niedrigste Rate mit 0,68, gefolgt von Hongkong und Südkorea mit je 0,73.
- In Deutschland sank die Geburtenziffer 2024 auf 1,35 Kinder pro Frau — das niedrigste Niveau seit fast 30 Jahren.
- Frankreich, einst europäischer Spitzenreiter, fiel auf 1,56 — den tiefsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg.
Im Gegensatz dazu:
- Tschad führt mit 6,03 Kindern pro Frau, gefolgt von Somalia (6,01) und der Demokratischen Republik Kongo (5,98).
- Subsahara-Afrika liegt bei durchschnittlich 4,3 Kindern pro Frau und wird bis 2100 von 1,2 auf 3,4 Milliarden Menschen wachsen — selbst wenn die Rate auf zwei sinkt.
Der Blick in die Zukunft: Bis 2100 könnte die Geburtenrate in 97 Prozent der Länder unter den Erhaltungswert fallen. Nur für sechs Länder — darunter Niger, Tschad und Somalia — ist dann noch Bevölkerungswachstum prognostiziert.
Was ist zu tun
Paul Morland sieht die Lösung der demografischen Krise weniger in kurzfristigen Rentendebatten, sondern vielmehr in einer langfristigen Familien- und Bevölkerungspolitik. Nach seiner Auffassung konzentrieren sich westliche Regierungen zu stark darauf, die Folgen des demografischen Wandels zu verwalten, anstatt Ursachen zu bekämpfen. Denn ohne ausreichend junge Menschen werden Renten-, Gesundheits- und Sozialsysteme kaum finanzierbar bleiben.
Morland argumentiert, dass Staaten wieder Bedingungen schaffen müssen, unter denen Familiengründung wirtschaftlich realistisch wird. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, steuerliche Entlastungen für Familien, bessere Kinderbetreuung sowie ein gesellschaftliches Umfeld, in dem Kinder nicht zum finanziellen Risiko werden. Gerade in Industrieländern verschieben viele Menschen den Kinderwunsch oder verzichten darauf, weil die wirtschaftliche Belastung zu hoch geworden ist.
In Ländern wie Germany sieht man diese Entwicklung deutlich: Hohe Sozialabgaben, steigende Wohnkosten, hohe Steuerlasten und Inflation reduzieren die finanzielle Planbarkeit vieler junger Familien. Nur wenn Familien sich Kinder überhaupt leisten können, lässt sich das demografische Gleichgewicht langfristig stabilisieren.
Die entscheidende Zukunftsfrage sei deshalb nicht nur, wie lange Menschen arbeiten, sondern ob genug Kinder geboren werden, die die Gesellschaft von morgen tragen können.
Verrechnet
Möglicher Steuerfall über nicht gewährte Freibeträge
In einem aktuellen Beispielfall wird über eine steuerliche Auseinandersetzung zwischen einer Steuerpflichtigen und ihrem ehemaligen Steuerberater berichtet. Die Betroffene ließ ihre Einkommensteuer über Jahre durch denselben Berater erstellen und ging nach dem Wechsel der Kanzlei der Frage nach, ob sämtliche steuerlichen Entlastungen im Zusammenhang mit der Betreuung ihres Kindes korrekt berücksichtigt worden seien.
Nach Einschätzung des zweiten Steuerberaters waren steuerliche Entlastungsmöglichkeiten im Bereich der Kinderbetreuung nicht vollständig berücksichtigt worden. Der ursprüngliche Steuerberater hatte diese Einschätzung über Jahre hinweg zurückgewiesen und die erstellten Steuererklärungen als ordnungsgemäß bezeichnet.
Im Zuge einer späteren Überprüfung durch das Finanzgericht ergab sich, dass bestimmte steuerliche Vorteile tatsächlich nicht geltend gemacht worden seien. Dadurch sei es zu einer höheren Steuerlast gekommen. Der entstandene finanzielle Nachteil wird in dem Fall mit rund 20.000 Euro beziffert.
Eine mögliche Haftungsfrage konnte nicht abschließend geklärt werden. Der ehemalige Steuerberater befindet sich nun im Ruhestand; zudem sei seine Berufshaftpflichtversicherung nicht mehr einstandspflichtig. Das Amtsgericht wies die Klage gegen ihn wegen "Verjährung" zurück, das Finanzamt will aus dem selben Grund die Summe nicht zurückzahlen.
Der Fall wird als Beispiel dafür eingeordnet, dass steuerliche Gestaltungsspielräume – insbesondere im Bereich der Familien- und Kinderfreibeträge – sorgfältig geprüft werden sollten. Dabei wird darauf hingewiesen, dass unterschiedliche Berater zu abweichenden Einschätzungen gelangen können und steuerliche Konstellationen regelmäßig eine individuelle Prüfung erfordern.
Grundsätzlich gilt, dass steuerliche Bewertungen stets vom Einzelfall abhängen und durch Finanzbehörden oder Gerichte verbindlich entschieden werden.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass die heute verfügbaren technischen Möglichkeiten zur Recherche und Überprüfung steuerlicher Sachverhalte – insbesondere durch Online-Suchmaschinen und KI-gestützte Systeme – vor ein bis zwei Jahrzehnten in dieser Form nicht zugänglich waren. Steuerliche Bewertungen und Vergleichsrecherchen konnten damals nur eingeschränkt auf solche Hilfsmittel zurückgreifen, was in der Praxis zu größeren Interpretationsspielräumen führte, die für Steuerpflichtige nur begrenzt nachvollziehbar waren.
Der Staat arbeitet also seit mindestes einem Jahrzehnt mit Beträgen, die eigentlich zur Altersvorsorge der Steuerzahler hätten dienen können. Junge Eltern wurden stark belastet, kein Wunder, dass GenZ seltener Familien plant.
LionTaste – Experten für Creator-Kultur in der Gastronomie
Die Gründer von LionTaste, Lisa-Marie Noack und Johannes Reichenbach, sind Experten für die Verbindung von Gastronomie, Creator-Marketing und Community-Aktivierung.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz – und ab der kommenden Sommersaison auch auf Mallorca – schaffen sie mit Food-Pop-ups und Creator-Events Emotionen für Gastronomiemarken. „Wir nutzen das Eventformat im starken Zusammenspiel mit Creators, um ein Erlebnis zu schaffen und Emotionen zu transportieren. Es ist eine Kombination aus dem Fokus auf Bestseller-Produkte an den Eventtagen und auf das Erlebnis“, erklärt Lisa-Marie. Die Foodmarketing-Expertin erhielt 2025 den Titel „Future Faces of Digital Media“ von der Bundesgesellschaft für digitale Medien.
In der Premium-Fast-Casual-Gastronomie zu Hause analysieren die Food-Brand-Consultants die kulturelle Relevanz heutiger Gastronomiesysteme, die physische Konzepte mit digitalen Vertriebskanälen und Social Media verbinden: Food wird über Social Media sichtbar, Creator prägen Gastronomiekonzepte, Influencer gründen eigene Food-Brands und Communities entdecken über ihre Creator neue Marken.
„Gäste kommen nicht mehr nur wegen des Essens. Sie kommen wegen der Zugehörigkeit. Wir bringen sie mithilfe von Creators in Communities zusammen“,
so Noack.
Food als Plattform für kulturelle Inszenierung
Die LionTaste Gründer beobachten den Trend, dass Essen als Plattform für kulturelle Inszenierung dient. „Food ist heute das verbindende Element zwischen Marken, Kultur und Community“, sagt Noack. Was passiert? Modemarken eröffnen Cafés, Filmstudios launchen „Menü-Experiences“, Künstler oder Creator entwickeln eigene Food-Marken und die Gaming-, Sport- und Entertainmentbranche nutzt Lebensmittel als Touchpoint.
Food ist Teil der Kreativwirtschaft und geht darin auf – durch die Immersion in Mode, Musik, Film und Technologie. „Das ist der Erlebnis-Trend, nur größer gedacht“, sagt Reichenbach. „Hier kann Food auch als Marketingplattform für andere Branchen agieren.“
Neuer Broadcast für Einblicke in die deutschsprachige Gastronomiewelt
Die langjährigen Freunde Noack und Reichenbach teilen im Häppchenweise-Podcast ihre Leidenschaft für das Food-Business und liefern Einblicke für jeden, der sich für das Gastronomie-Geschäft interessiert. Zu den Themen und Gästen zählen führende Delivery-Brands, Creator-Foodbrands und Food-Hype-Marken. Diskutiert werden unter anderem die Skalierbarkeit von „Delivery-only“-Konzepten und die virtuellen und IRL (in-real-life)-Synergien, die zum Konsum führen – zwischendrin wird auch die potentielle Nachfrage nach Nischenprodukten und irren Rezepturen hinterfragt. „Häppchenweise” wird ab sofort über Talk?Now! im deutschlandweiten Fernsehen ausgestrahlt.
Gastronomen können unter LionTaste.de Kontakt aufnehmen.
Creator, die in den Eventverteiler von LionTaste aufgenommen werden möchten, können sich hier anmelden.
Digitale Grenzkontrollen vor dem Härtetest: Europas neue Einreiseregeln setzen Flughäfen unter Druck
Mit der Einführung des neuen europäischen Grenzkontrollsystems EES (Entry/Exit System) steht der Reiseverkehr vor einem tiefgreifenden Umbruch. Das System erfasst künftig biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsscans von Drittstaatsangehörigen und speichert Ein- und Ausreisedaten zentral. Ziel ist eine effektivere Kontrolle von Visa-Aufenthalten sowie die Vermeidung von Identitätsbetrug.
Die neuen digitalen Einreiseregeln der Europäische Union sorgen international für wachsende Unruhe in der Luftfahrtbranche. Wie das Handelsblatt berichtet, steht insbesondere das sogenannte Entry/Exit System (EES) im Zentrum der Kritik. Das System soll künftig das bisherige Stempeln von Pässen ersetzen und bei der Ein- und Ausreise von Drittstaatsangehörigen biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsscans erfassen. Ziel ist es, Aufenthaltszeiten präziser zu kontrollieren und Verstöße gegen Visa- oder Aufenthaltsbestimmungen effizienter zu erkennen.
In der Praxis befürchten Flughäfen und Airlines jedoch erhebliche operative Belastungen. Branchenverbände wie Airports Council International Europe, Airlines for Europe und die International Air Transport Association warnen vor massiven Verzögerungen an den Außengrenzen des Schengen-Raums. Bereits heute komme es zu spürbaren Wartezeiten, mit vollständiger Implementierung des Systems drohten im Sommer jedoch deutlich längere Schlangen – im ungünstigsten Fall von mehreren Stunden.
Als problematisch gilt vor allem der zusätzliche Zeitaufwand pro Passagier. Die Erfassung biometrischer Daten verlängert die Kontrollprozesse erheblich, insbesondere wenn Reisende nicht vorab registriert sind oder technische Systeme nicht reibungslos funktionieren. Hinzu kommt, dass viele Grenzbehörden personell ohnehin angespannt arbeiten. In der Hochsaison könnte das Zusammenspiel aus erhöhtem Passagieraufkommen, komplexeren Kontrollverfahren und begrenzten Kapazitäten schnell zu Engpässen führen.
Für Reisende bedeutet das vor allem eines: mehr Planungsaufwand und längere Vorlaufzeiten. Wer aus einem Nicht-EU-Staat in den Schengen-Raum einreist, sollte künftig mit intensiveren Kontrollen rechnen und ausreichend Zeit für Umstiege oder Anschlussverbindungen einplanen. Auch Fluggesellschaften stehen vor logistischen Herausforderungen, da sich Verzögerungen bei der Grenzabfertigung auf Umlaufpläne und die Pünktlichkeit im Gesamtsystem auswirken können.
Die europäische Politik verfolgt mit dem neuen System sicherheitspolitische und migrationsrechtliche Ziele. Ob die technische Infrastruktur und die operative Umsetzung den Belastungstest der kommenden Reisesaison bestehen, wird sich jedoch erst zeigen, wenn das System flächendeckend und unter Volllast arbeitet.
Das EES markiert damit einen Paradigmenwechsel: mehr Sicherheit und Kontrolle auf der einen Seite – mehr Bürokratie und potenzielle Verzögerungen auf der anderen.
Semana Santa 2026 in Mallorca
Traditional processions during Holy Week make Easter in Mallorca particularly memorable.
During Easter week, you will see throughout the Island processions of Catholic ‘penitentes’ dressed in the colourful robes and tall pointed hats (capirotes) of their particular fraternity. In Palma there are processions every day, with holy images paraded through the streets. The most popular is the Santo Cristo de la Sangre procession that dates from 1154 and involves more than 30 different Catholic fraternities.
The Good Friday event in Pollença is probably the most atmospheric. Large crowds gather at the sides of the Calvari steps to watch the ‘penitentes’ in a torch-lit procession. It starts high above the town, in the company of Roman soldiers at the Calvari Chapel, and then descends down the 365 steps of the Calvari into town for a mock crucifixion. The procession starts about 9pm and you need to arrive early for a good view.
‘Pancaritats’ also take place across the Island, usually between Easter Sunday and the Tuesday after Easter. The literal meaning of ‘Pancaritat’ is bread charity and it is a Holy Week tradition dating back to 1407. Typically it involves most of the residents of a village making a short pilgrimage to a local chapel or holy place for a day-long picnic. The most famous is held at Bellver Castle overlooking Palma but many of the smaller villages hold their own Pancaritat. It is a chance for the men to show off their cooking skills. There is a real sense of community and celebration of village life from everyone taking part.
Holy Week 2026
2nd to 6st April (Maundy Thursday to Easter Monday)
Holy Week (Semana Santa) is celebrated throughout the Island with Easter services and processions. Dates can be found online closer to the time, some of the fraternities like the Cofradía de la Purísima Sangre de Cristo are even on Facebook.
Traditionelle Prozessionen machen Ostern auf Mallorca zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
In der Osterwoche finden inselweit Prozessionen der katholischen Kirche statt, zu denen Gläubige gemeinsam mit Bruderschaften in farbigen Büßergewändern und spitzen Hüten, den capirotes, durch die Straßen ziehen. In Palma finden Umzüge mit Heiligenstatuen statt, denen Trommler folgen, die den Takt der Schritte vorgeben. Der sehenswerteste ist wohl der des Santo-Cristo-de-la-Sangre-Ordens, der bereits seit 1154 abgehalten wird, und über dreißig Bruderschaften zusammenbringt. Am Karfreitag ist die Prozession in Pollença wegen ihrer besonderen Atmosphäre zu empfehlen. Die Zuschauer versammeln sich an der Calvari-Treppe, die Büßer tragen Fackeln und werden begleitet von Männern in der Uniform römischer Soldaten. Die Prozession beginnt an der Calvari-Kirche und geht die 365 Stufen hinab in den Ort. Die Veranstaltung beginnt um 21 Uhr, es ist aber ratsam, etwas früher dort zu sein, um einen Platz mit guter Sicht zu finden.
„Pancaritats” wird seit 1407 zwischen Ostersonntag und dem Dienstag danach gefeiert. Die wörtliche Übersetzung von „Pancaritats” ist Brotspende. Üblicherweise wird nach dem Pilgergang von der Ortskirche zu einem Picknickplatz ein Essen im Freien zubereitet, bei dem die Männer ihre Kochkünste zeigen.
Heilige Woche 2026
2. bis 6. April (Gründonnerstag bis Ostermontag)
Die Heilige Woche (semana santa) wird auf der ganzen Insel mit Ostermessen und Prozessionen gefeiert. Die Termine stehen zeitnah online, Bruderschaften wie die Cofradía de la Purísima Sangre de Cristo sind auch auf Facebook zu finden.
Photos: Patrick Morarescu, www.morarescu.de, from the series Divine Moments Of Presence
Mahngebühren auf Basis von Verbrauchsschätzungen – was Kunden wissen müssen
Immer wieder berichten Verbraucher davon, dass deutsche Stromversorger Mahngebühren berechnen, obwohl das laufende Jahr noch nicht abgeschlossen ist und der tatsächliche Stromverbrauch noch nicht endgültig feststeht. Ein aktuelles Beispiel aus der Praxis verdeutlicht die Problematik:
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Im ersten Vertragsjahr lag der Verbrauch deutlich unter den vereinbarten Abschlägen.
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Im zweiten Jahr stiegen die Stromkosten bei identischem Verbrauch um wenige Euro pro Jahr.
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Das dritte Jahr ist noch nicht abgeschlossen. Trotz korrekter monatlicher Meldung des Zählerstands und Zahlung der vereinbarten Abschläge wurden Mahngebühren für den kommenden Monat berechnet – basierend auf reinen Schätzungen.
Warum das gesetzlich unzulässig ist
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Mahngebühren setzen eine fällige Forderung voraus
Nach § 286 BGB kommt ein Zahlungsverzug nur dann zustande, wenn eine fällige und dem Grunde nach berechtigte Forderung nicht beglichen wird. Solange der Verbrauch des laufenden Jahres noch nicht vollständig abgerechnet ist, kann keine endgültige Forderung bestehen. Eine bloße Hochrechnung stellt keine fällige Forderung dar. -
Schätzungen sind nur in Ausnahmefällen zulässig
Nach § 40b EnWG und § 11 StromGVV dürfen Versorger den Verbrauch nur schätzen, wenn eine Ablesung nicht möglich ist oder der Kunde seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt. Wer monatlich die Zählerstände übermittelt, macht seine Mitwirkungspflicht vollständig geltend – eine Schätzung ist in diesem Fall unzulässig. -
Mahngebühren dürfen nur bei Verzug erhoben werden
Selbst wenn später eine Nachzahlung fällig wird, sind Mahngebühren nach § 288 BGB nur zulässig, wenn die Forderung tatsächlich gemeldet und nicht rechtzeitig überwiesen wurde. Eine automatische Mahnung auf Basis einer Prognose verletzt diese Regel. -
AGB-Klauseln können unwirksam sein
Pauschale Mahngebühren auf Grundlage von Schätzungen können nach § 307 BGB unwirksam sein, wenn sie Verbraucher unangemessen benachteiligen, da kein tatsächlicher Verzug vorliegt.
Rechte der Verbraucher
Wenn ein Versorger unzulässig Mahngebühren erhebt, stehen Kunden verschiedene Möglichkeiten offen:
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Schriftlicher Widerspruch – am besten per Einschreiben, unter Bezugnahme auf die oben genannten Paragrafen (§ 286 BGB, § 288 BGB, § 40b EnWG, § 11 StromGVV, § 307 BGB).
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Fristsetzung zur Korrektur – häufig 14 Tage, um die Mahngebühren zurückzunehmen.
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Schlichtungsstelle Energie – Verbraucher können kostenfrei eine Beschwerde einreichen, wenn der Anbieter sich weigert.
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Bundesnetzagentur – bei systematischen Verstößen gegen die Abrechnungspflichten kann zusätzlich die Aufsichtsbehörde eingeschaltet werden.
Fazit
Verbraucher sollten wissen: Mahngebühren dürfen nicht auf Prognosen oder Hochrechnungen beruhen, sondern nur auf tatsächlich fälligen Forderungen. Monatlich gemeldete Zählerstände schützen vor unberechtigten Mahnungen. Wer sich unsicher ist, sollte die oben genannten Schritte nutzen, um die Berechtigung der Gebühren zu prüfen und sich zu wehren.
Tipp: Stromverbrauch auch bei Selbstablesung genau kontrollieren
Auch wenn Kunden ihren Zählerstand selbst ablesen und korrekt an den Versorger übermitteln, lohnt es sich, die Höhe des Stromverbrauchs genau zu prüfen. Stellt man beispielsweise fest, dass im August ein deutlich höherer Verbrauch abgelesen wurde als im November, ist dies ungewöhnlich. Ein solcher Verbrauchssprung kann nur unter bestimmten Umständen erklärbar sein:
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Saisonale Nutzung von Geräten: Klimaanlagen, Poolpumpen, Gartenbewässerung oder Elektrogrill können den Sommerverbrauch deutlich erhöhen.
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Elektrofahrzeuge oder Ladevorgänge: Besonders bei längeren Sommerfahrten steigt der Strombedarf.
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Abrechnungs- oder Ablesefehler: Vertauschte oder falsch dokumentierte Zählerstände, falsches Ablesedatum oder digitale Zähler, die Fehlwerte liefern.
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Zählerstörungen: Defekte Zähler oder fehlerhafte Software können überhöhte Werte anzeigen.
Wenn der Verbrauch nicht plausibel erscheint, sollten Kunden Widerspruch gegen die Abrechnung einlegen. Auch bei korrekt übermittelten Selbstablesungen gilt: Eine ungewöhnliche Ablesung kann eine Grundlage für die Anfechtung von zu hohen Forderungen sein – vergleichbar mit der Situation, in der Mahngebühren auf Schätzungen erhoben werden.
Prüfschritte
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Zählerstände prüfen: Stimmen die angezeigten Werte mit deinen monatlichen Meldungen überein?
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Ablesedaten kontrollieren: Datum der Ablesung vs. Zeitraum der Abrechnung.
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Verbrauchsgeräte checken: Gab es im Sommer Geräte oder Geräteänderungen, die den Verbrauch stark erhöhen könnten?
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Zählerprüfung anfordern: Versorger muss auf Wunsch die Zählerfunktion prüfen (§ 40 EnWG).
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Smart-Meter-Log auswerten: Bei intelligenten Zählern lässt sich der Verbrauch stunden- oder tagesgenau nachvollziehen.
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Verbrauch eines Haushalts, der Fragen aufwirft und beweist, wie auf Knopfdruck Werte vom Versorger geändert werden können:
| Datum | Wert 1 (kW) | Wert 2 (kW) |
|---|---|---|
| 15. November 2024 | 632 kW | 126 kW |
| 15. August 2024 | 506 kW | 145 kW |
| 15. Mai 2024 | 361 kW | 79 kW |
| 15. März 2024 | 282 kW | 36 kW |
| 15. Dezember 2023 | 154 kW | 113 kW |
| 15. November 2023 | 41 kW | 41 kW |
| 19. Oktober 2023 | 0 kW | |
| 18. Oktober 2023 | 0 kW | |
| 17. Oktober 2023 | 27.068 kW | 27 kW |
| 15. September 2023 | 27.041 kW |
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Headerfoto: Alexander Perbone
#Update on #SocialTrends
Der Trend geht weg von Short Form Feeds. Amazon integriert Social Selling. Facebook Marketplace holt auf. Live Selling wird wichtiger – in Asien auch für Häuser und Autos. 29.000 E-Cars einer asiatischen Marke wurden online verkauft – ohne Testfahrt. Virtuelle Influencer verkaufen online – 24/7. UGC (User Generated Content) bleibt erfolgreich. Content Loyalty Programs werden implementiert, User können ihren Content für Marken via Apps hochladen. Sport Creator boomen in den USA. Influencer werden Langzeit-Partner von Brands. Welten dominieren über Einzelposts. Auch im B2B Bereich posten Influencer mehrteilige Serien für Marken.
Short‑Form bleibt wichtig für Reichweite und Erstkontakt.
Marken sollten "dark social" nutzen, und WhatsApp oder Telegram Channel anbieten, um im K.I. Zeitalter Kommunikation von Mensch zu Mensch zu garantieren.
„Dark-Social“-Kanäle wie WhatsApp und Telegram-Gruppen entwickeln sich zu äußerst wirkungsvollen – wenn auch anspruchsvollen – Einflusswegen. In einem Umfeld zunehmender Skepsis durchdringen diese privaten Messaging-Plattformen das Rauschen, indem sie direkten, persönlichen Zugang zu hoch engagierten Community-Gruppen ermöglichen. Diese direkte, oft eins-zu-eins- oder Kleingruppen-Kommunikation wirkt von Natur aus menschlicher und vertrauenswürdiger und eröffnet damit Chancen für Marken im B2C- wie auch im B2B-Bereich. Während eine authentische Präsenz in diesen Räumen Fingerspitzengefühl erfordert, stellen sie – richtig genutzt – eines der mächtigsten Instrumente im Markenarsenal dar, gerade weil sie einen authentischeren Austausch versprechen.
„Wir werden von der Annahme, dass das, was wir sehen, automatisch real ist, hin zu einem skeptischen Blick wechseln. Wir werden darauf achten, wer etwas teilt und warum. Das wird unangenehm – wir sind genetisch darauf programmiert, unseren Augen zu vertrauen.“
In dieser neuen Informationsökonomie zeichnet sich ein starker Gegentrend ab: Nutzer:innen wehren sich aktiv und suchen nach einem gesünderen, bewusst gesteuerten Verhältnis zur Technologie. Diese wachsende Intentionalität wird durch eine zunehmende Skepsis online unterstrichen, die durch die Flut an KI-generierten Inhalten in unseren Social Feeds noch verstärkt wird.
Infolgedessen sehnen sich Menschen nach mehr von dem, was soziale Medien einst ausmachte – einem Raum, in dem sie sicher sein können, mit authentischen, menschlichen Interaktionen zu interagieren. Influencer spielen dabei oft eine zentrale Rolle, indem sie solche Räume schaffen und pflegen.
Port de Andratx wird Austragungsort für die Trofeo Princesa Sofía
Port de Andratx wird erstmals Austragungsort der 55. Trofeo Princesa Sofía Mallorca by FERGUS Hotels und damit der sechste Veranstaltungsort der Regatta. Dort werden die Wettkämpfe der Hansa 303 Klasse für Ein- und Zweihandboote stattfinden, was die Rückkehr des Behindertensegelns zum Sofia-Regatta-Programm markiert.
Die Regatta findet sonst in mehreren weiteren Locations statt:
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Club Náutic Arenal: 470 Mixed, 49er, 49er FX, Nacra 17
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Playa de Palma: Formula Kite Men & Women
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Club Marítimo San Antonio de la Playa: ILCA 6 & ILCA 7
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Portixol: iQFOiL Men & Women
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Real Club Náutico de Palma: Cruiser, 6Meters, Cape 31, Dragon
Der Club de Vela Puerto de Andratx (CVPA) übernimmt Organisation und Durchführung der Hansa 303-Wettbewerbe. Der Sportdirektor Juanjo Beltrán betont die inklusive Ausrichtung der Regatta und die Möglichkeit für Segler mit Behinderung, auf höchstem Niveau gemeinsam mit Olympiaseglern zu starten.
Die Wettkämpfe zählen zudem zur Spanischen Meisterschaft 2026 für Behinderten- und Inklusivsegeln und finden vom 24. bis 29. März 2026 in Port de Andratx statt, die Siegerehrung erfolgt am 29. März im Real Club Náutico de Palma.
Der CVPA verfügt über ein starkes Team: Weltmeisterin Violeta del Reino (2017, 2023), Pau Toni Homar, Jana Mestre (aktuelle Spanische Meister), und Jordi Cargoll (Vize-Meister).
Die Regatta wird von der Bahía Activa Stiftung, World Sailing und den wichtigsten öffentlichen Institutionen der Balearen unterstützt.
„CONNECTING“ Fotoausstellung von Alexander Perbone am 8. März 2026 in Hannover
Mit CONNECTING präsentiert der hannoversche Fotograf Alexander Perbone am 8. März 2026 seine erste eigene Fotoausstellung. Das visuelle Projekt handelt von Begegnung, Perspektiven und der verbindenden Kraft der Fotografie. Die Vernissage beginnt um 15.00 Uhr im THE GUEST - fine events in Hannover, der Eintritt ist kostenlos und auf 150 Gäste limitiert.
Alexander Perbone beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit der Fotografie. Was als Faszination für Licht, Menschen und Orte begann, ist heute ein zentrales Ausdrucksmittel seiner künstlerischen Identität.
Mit CONNECTING präsentiert er erstmals eine kuratierte Serie, die Fotografien aus Mallorca und Kalifornien vereint und die Besucher auf eine Reise zwischen Ruhe, Intensität, Weite und urbaner Energie mitnimmt. Jedes Foto regt dazu an, eigene Erinnerungen und Assoziationen zu aktivieren, und eröffnet so einen Raum für gesellschaftlichen Dialog. Lamborghini Hannover ist Premium-Sponsoring-Partner der Ausstellung.
„Fotografie ist für mich ein Medium, das Emotionen sichtbar macht und Gespräche ermöglicht, die wir sonst vielleicht nicht führen würden. Jeder Mensch sieht etwas anderes in demselben Bild. Genau darin liegt die Kraft der Kunst“,
sagt Alexander Perbone.
Ein Ort der Begegnung, nicht nur der Betrachtung
Zentrales Anliegen der Ausstellung ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen zusammenkommen und sich über unterschiedliche Blickwinkel austauschen können. CONNECTING versteht sich als Einladung zur Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, individuellen Erfahrungen und der Vielfalt menschlicher Sichtweisen.
Starkes Signal am Internationalen Frauentag
Die Vernissage findet bewusst am Internationalen Frauentag statt. Der Foto-Künstler verbindet seine Ausstellung mit einem sozialen Anliegen: Ein Teil der Verkaufserlöse wird dem Mädchenhaus Hannover e. V. – Kompetenzzentrum Mädchen zugutekommen, um Initiativen für Frauenförderung, Chancengleichheit und soziale Teilhabe zu unterstützen. So möchten wir nicht nur künstlerische Impulse setzen, sondern auch einen direkten gesellschaftlichen Beitrag leisten.
Da die Veranstaltung räumlich begrenzt ist, stehen nur 150 Tickets zur Verfügung. Die Registrierung erfolgt online auf alexanderperbone.com.
Über den Künstler
Alexander Perbone lebt und arbeitet in Hannover und auf Mallorca. Seine Fotografie zeichnet sich durch emotionale Nähe, eine klare visuelle Sprache sowie starke Farb- und Perspektivwelten aus.
Weitere Arbeiten und Informationen unter alexanderperbone.com


















