24-stündiger Generalstreik in Spanien geplant
Spanien bereitet sich auf einen landesweiten, 24-stündigen Generalstreik am Mittwoch, den 11. November 2026, vor. Es ist der erste gemeinsame Generalstreik der großen Gewerkschaften seit 14 Jahren.
Der Streik wird maßgeblich von der Wohnungskrise angetrieben. Gefordert werden strengere Mietpreisdeckel, ein Verbot von Zwangsräumungen schutzbedürftiger Personen sowie der massive Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.
Neben dem Wohnungsthema fordern die Gewerkschaften Gehaltserhöhungen von 4 % bis 7 % sowie Arbeitszeitverkürzungen, um den gestiegenen Lebenshaltungskosten entgegenzuwirken.
Der Streik findet in einer politisch hochsensiblen Phase statt – genau 17 Tage vor den vorgezogenen Parlamentswahlen in Spanien am 29. November. Arbeitgeberverbände kritisieren den Ausstand daher als politisch motiviert.
Der Streik wurde am 19. Oktober 2026 offiziell beim spanischen Arbeitsministerium registriert. Getragen wird er von einer breiten Allianz:
• Den beiden größten Gewerkschaftsverbänden Spaniens: CCOO (Comisiones Obreras) und UGT (Unión General de Trabajadores).
• Zahlreichen kleineren und regionalen Gewerkschaften (wie CGT, Solidaridad Obrera, ELA).
• Den spanischen Mietergewerkschaften (Sindicatos de Inquilinas).
Welche Einschränkungen sind zu erwarten?
Da es sich um einen Generalstreik handelt, kann prinzipiell das gesamte öffentliche Leben betroffen sein. In Spanien greift bei solchen Streiks jedoch das Gesetz zu den sogenannten Mindestdiensten (Servicios Mínimos). Das bedeutet, dass der Staat vorschreibt, wie viel Prozent des normalen Betriebs aufrechterhalten werden müssen (z. B. in Krankenhäusern oder bei der Feuerwehr).
Was sollten Reisende tun?
Falls ihr an diesem Tag nach oder innerhalb von Spanien reist, solltet ihr euch vorab bei eurer Fluggesellschaft oder der Bahngesellschaft (Renfe) informieren. Die Pläne für die garantierten Mindestdienste und Flugstreichungen werden erfahrungsgemäß wenige Tage vor dem 11. November final veröffentlicht.
