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Von Shoppable Ads bis A.I.

12/27/2020

Nichts bleibt, wie es war – im Leben wie im Marketing. Im Jahr 2020 haben beispiellose Themen unsere Feeds erreicht. In diesen turbulenten Zeiten erfordert Marketing Fingerspitzengefühl und Sensibilität. 2020 war ein Jahr der Disruption: Klimakrise, COVID-19, Rassengleichheit. Was können wir aus all dem mitnehmen? Und was können wir in den sozialen Medien – als Marke – beitragen, wenn sich die ganze Welt auf ein Thema konzentriert? Für 2021 zeichnen sich neue Trends im digitalen Marketing ab.

Nutzung sozialer Medien im Lockdown

2020 war ein Jahr der Transformation. Im März begann das Social Distancing, zeitgleich stieg auf Facebook die Nutzung des Messangers um 50 % und von WhatsApp um 40 %. Video Streaming stieg in der ersten Woche der Quarantäne in den USA um 12 %.

Anwesend zu sein, regelmäßig zu interagieren und sich auf den Aufbau einer Community zu konzentrieren, ist für Brands seither noch wichtiger geworden. Da weniger Kunden in die Läden kommen, kaufen sie mehr online. Zumindest verbringen sie mehr Zeit in sozialen Medien. Eine Marke erreicht ihre Kunden dort. Durch sinnvolles Engagement des Publikums kann Vertrauen aufgebaut werden, das letztlich den Erfolg ausmacht.

Die Lockdown-Maßnahmen beschleunigten die Umstellung auf E-Commerce um 5 Jahre. Die meisten Brands bieten bereits Online-Shopping-Optionen an. Jetzt, da ihre Kunden mehr Zeit als je zuvor in sozialen Medien verbringen, sind die Voraussetzungen für einen Boom des Social Commerce geschaffen.

Die neue Social-Commerce-Landschaft

Über 300 Millionen Social Buyer in China trugen 2020 zu 11,6 % des gesamten E-Commerce-Umsatzes im Einzelhandel bei. Chinesische Unternehmen wie die Social App WeChat begannen 2017 mit der Einführung von Online Shops, die in WeChat integriert werden können.

Instagram dominiert seit Jahren den Social-Commerce-Bereich und ist immer noch Vorreiter mit Funktionen wie Produkt-Tagging und native Checkout. Diese sind bereits Teil des Haupt-Feeds. Instagram weitete die shoppable Funktionen im Oktober 2020 auf IGTV aus
(und wird sie demnächst auf Reels einführen).

Facebook startete im September 2020 Facebook Shops, die Funktion könnte für viele Anbieter eine praktikable Alternative zum Amazon Marketplace werden. Facebook muss jetzt noch einige Hürden überwinden bis zur Einführung der eigenen Kryptowährung Libra, die Transaktionen auf der Plattform erleichtern soll.

Ein Plus des Social Commerce ist die Hyperpersonalisierung. Wichtigster Faktor ist das Wissen darum, wie soziale Daten analysiert werden, um personalisierte Inhalte und Einkaufserlebnisse anbieten zu können.

Zum Ende des Jahres 2020 wird der globale Social-Commerce-Markt mit 89,4 Mrd. USD beziffert, bis 2027 wird er vorraussichtlich auf 600 Mrd. USD wachsen.


Marken eine neue Bedeutung geben

Heutzutage genügt es nicht immer, ein fantastisches Produkt oder eine fantastische Dienstleistung zu einem attraktiven Preis anzubieten. Verbraucher möchten bei authentischen, zweckorientierten Marken einkaufen, die für Werte stehen. In einer Zeit schwieriger Themen können klare Aussagen einer Marke zu gesellschaftspolitischen Themen der „X-Faktor“ sein, der eine treue Gemeinschaft von Kunden und Fans anzieht.

Laut einer Studie von Accenture Strategy wünschen sich 62 % der Verbraucher, dass Unternehmen Themen unterstützen, für die sie sich leidenschaftlich interessieren. Rund 33 % der Verbraucher würden mehr von einer Marke kaufen, die eine kontroverse Meinung vertritt, die sich mit ihren Überzeugungen deckt. Es überrascht also nicht, dass Unternehmen mit Brand Purpose im Durchschnitt dreimal schneller wachsen als ihre Konkurrenten. Markenaktivismus liegt im Trend. Wenn die Führung in einem Unternehmen eine starke Meinung zu einer bestimmten Sache vertritt, kann es ein kluger Schritt sein, sich öffentlich dafür zu engagieren.

75 % der Millennials finden es wichtig, dass Marken der Gesellschaft etwas zurückgeben.

Neue Initiativen, neue Plattformen

Im Januar 2020 kündigte Google an, Cookies von Drittanbietern in Chrome bis 2022 auslaufen zu lassen. Chrome wird damit Safari und Firefox folgen, die bereits Cookies von Drittanbietern blockieren. Apple kündigte an, dass Identifier for Advertisers (IDFA) ab 2021 keine mobilen Nutzer mehr erfassen wird, die sich nicht ausdrücklich dafür entschieden haben (wodurch die Funktion wesentlich beeinträchtigt wird). Was bedeutet das? Auf vielfachen Wunsch erhalten Verbraucher mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten.

Das Medium als Message

Bisher beschränkte sich die Nutzung sozialer Medien auf Facebook, Instagram, Twitter, Linkedin und vielleicht Pinterest. Der Erfolg von TikTok zeigt, dass man über Nischenplattformen außerhalb der „Big 5“ strategisch junge Zielgruppen erreichen kann. Neue Kanäle wie TikTok, Twitch und Houseparty bieten die Möglichkeit, neue Zielgruppen auf kreative Weise anzusprechen.

Die Vorteile von Niche Markets

Personalisierung spielt heute eine Schlüsselrolle für die Effektivität des Digital Marketing. Mit den neuesten Fortschritten in AdTech wie K.I. ist die Personalisierung zu einer Wissenschaft geworden. Wenn es um Social-Media-Anzeigen geht, werden Vermarkter sicher weiterhin auf Personalisierung und lokale Ausrichtung setzen. Es zeichnet sich jedoch ein Problem ab: Viele der aktuellen Targeting-Funktionen basieren auf persönlichen Daten durch Cookies, die nicht mehr wie bisher zugänglich sein werden.

Rund 76 % der Internetnutzer sind nicht zufrieden damit, wie Technologieunternehmen mit ihren persönlichen Daten umgehen – über 25 % verwenden Ad Blocker. Als Reaktion darauf startete Google kürzlich den Consent Mode (Zustimmungsmodus), der Datenschutz und datengesteuertes Marketing in Einklang bringen soll. Dieser Schritt ist repräsentativ für den Trend zum Schutz der Privatsphäre und zu mehr Kontrolle der Nutzer über persönliche Daten.

Viele Verbraucher sind bereit, ihre Daten im Austausch für Personalisierung weiterzugeben. Da Cookies von Drittanbietern auslaufen und Einwilligungs-Opt-Ins eingeführt werden, steht eine Anpassung unmittelbar bevor.

Video wird wichtiger

Seit Jahren nimmt die Bedeutung von Video für Online-Inhalte stetig zu. Video sieht man heute in vielen verschiedenen Formaten. Es gibt vertikale Videos, shoppable Videos, 360 ° Videos, AR Videos, animierte Videos, Stories … und viele mehr. Die Explosion neuer Formate verändert die Erwartungen der Konsumenten. Kreativität, Innovation und interaktives Storytelling sind ein Must. Kunden erwarten Werbe-Clips in ihrem Social Feed.

Rund 25 % der Gen Z sucht nach Stories über Produkte und Dienstleistungen, die sie kaufen möchte.

Das neue Gesicht der PR

Social Media ist mehr als eine Werbeplattform, sondern vielmehr ein wesentlicher Bestandteil des Kommunikationsmix, um relevante Inhalte mit Zielgruppen zu teilen. Social Media PR geht über das Posten von Pressemitteilungen in sozialen Netzwerken hinaus: Es ist ein dynamisches Tool, mit dem Brands am Puls der öffentlichen Meinung bleiben und mit dem sie mehr über die Präferenzen ihrer Kunden erfahren, um zukünftige Maßnahmen planen zu können.

Text: Gesehen auf Falcon.io

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